SAP Payment Engine erreicht Spitzenwert

Feature | 4. Oktober 2007 von admin 0

Deutschland ist in Europa der Markt mit dem höchsten Zahlungsverkehrsaufkommen. Der im Benchmark-Test erreichte Spitzenwert von 55,9 Millionen Zahlungsvorgängen wurde mit weiteren Ergebnissen auf der internationalen Finanzdienstleister-Konferenz Sibos vorgestellt, die vom 1. bis 5. Oktober in Boston, USA, stattfindet.

Zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit diente das durchschnittliche Transaktionsaufkommen einer großen Privatkundenbank als Maßstab. Mit durchschnittlich 173.870 Transaktionen pro Minute verarbeitet die SAP Payment Engine 55,9 Millionen Zahlungsvorgänge in fünf Stunden und 21 Minuten. Das gesamte Transaktionsvolumen des deutschen Zahlungsverkehrsraumes beläuft sich auf schätzungsweise 110 Millionen Finanztransaktionen pro Tag. Ziel des Benchmark-Tests war es, die Skalierbarkeit und den Gesamtdurchsatz der SAP Payment Engine in einer Produktivumgebung zu ermitteln. Als Hardware-Testsystem kam ein Hochleistungsserver zum Einsatz, um die realen Rechenzentrums-Anforderungen einer größeren Privatkundenbank zu simulieren.

Die bewerteten Zahlungsvorgänge umfassten den gesamten Prozess der Zahlungsabwicklung einschließlich Zahlungseingang, Autorisierungsprüfung, Validierung des Zahlungsauftrags, Limitprüfungen, Zahlungsanweisungen und Buchungsvorgänge für Kunden-, Verrechnungs- und Durchgangskonten in Echtzeit.

„Damit Banken den Anforderungen des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA gerecht werden können, muss ihre Software für die Zahlungsabwicklung eine schnelle Verarbeitung hoher Transaktionsvolumina sicherstellen, die aus den verschiedensten Quellen ihres Unternehmens stammen”, erklärt Eckehard Stolz, Senior Executive im Bereich Financial Services bei Accenture. „Das Benchmark-Ergebnis bestätigt unsere Überzeugung, dass die SAP Payment Engine die Banken bei der Abwicklung steigender Transaktionsaufkommen optimal unterstützt und so als zentrale, unternehmensübergreifende Transaktionsplattform für sämtliche SEPA-Zahlungsvorgänge einsetzbar ist.”

Transaktionsplattform ermöglicht neue Geschäftsmodelle

Die SAP Payment Engine fungiert als zentrale Transaktionsplattform und bietet die Möglichkeit, sämtliche Zahlungsprozesse einer Bank zusammenzufassen, zu vereinheitlichen und über standardisierte Schnittstellen weitere Softwareanwendungen zu integrieren. SAP Payment Engine kann von unterschiedlichen Banken über verschiedene Kommunikationskanäle (Multikanal- und Multibank-Verbindungen) genutzt werden. Damit unterstützt sie auch Insourcing-Geschäftsmodelle, die internen Unternehmensbereichen oder Fremdbanken Zahlungsabwicklungen als Dienstleistung anbieten. Die so zusätzlich gewonnenen Transaktionsvolumina eröffnen neue Geschäftschancen, erhöhen die Effizienz, verbessern die Servicequalität und reduzieren die IT-Kosten.

Die Anwendung basiert auf der SAP-NetWeaver-Plattform und ist mit wenig Aufwand in die IT-Infrastrukturen der Banken integrierbar. SAP NetWeaver nutzt Industriestandards und kann mit Entwicklungswerkzeugen wie Java Platform, Enterprise Edition (Java EE) genutzt und in Microsoft.NET- und IBM-Websphere-Umgebungen integriert werden. Die Version 2.30 der SAP Payment Engine berücksichtigt die aktuellen SEPA-Anforderungen und ist seit August 2007 verfügbar.

„Skalierbarkeit und Flexibilität sind wesentliche Vorteile der SAP Payment Engine. Damit können Banken signifikante Kosteneinsparungen erzielen, ihren Service verbessern und die Effizienz ihrer Betriebsabläufe steigern”, sagt Marc Derungs, Vice President Banking bei SAP. „Die Möglichkeit zur multiplen Datenkommunikation mit verschiedensten Banken schafft zudem eine Basis für neue Geschäftmodelle, die Finanzinstituten zusätzliches Umsatzwachstum durch Insourcing und so eine wirtschaftliche Auslastung der Transaktionsplattform eröffnet.”

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