SAP plant die Einführung eines Aktienoptionsprogramms

Pressemitteilung | 9. Dezember 1999 von SAP News 0

WalldorfDie SAP AG plant für Anfang nächsten Jahres die Einführung eines Aktienoptions- und Wandelschuldverschreibungsprogramms. Deshalb lädt die SAP ihre Aktionäre zu einer außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Januar 2000 nach Mannheim ein, auf der die Einführung des „Long Term Incentive-Plan der SAP AG 2000“ beschlossen werden soll. Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung erweitert die SAP dadurch ihr Vergütungssystem um eine weitere aktienbasierte Komponente, die Führungskräfte und sonstige Leistungsträger zur Erhöhung des Unternehmenswertes motiviert und an das Unternehmen bindet.

Der “Long Term Incentive-Plan der SAP AG 2000” besteht aus zwei Kernelementen, um zum einen den Ansprüchen insbesondere der US-amerikanischen Märkte und Öffentlichkeit zu genügen und zum anderen Geist und Sinn des deutschen Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) zu entsprechen. Insofern enthält der Anreizplan erstens eine Komponente mit einer Ausübungshürde, d. h. zugeteilte Aktienoptionen dürfen nur ausgeübt werden, falls die Kursentwicklung der SAP-Vorzugsaktie innerhalb eines definierten Zeitraums die “Performance” des Referenzindex übertrifft. Als Referenzindex dient der Software-Index aus der Familie des Goldman Sachs Technology Index (GSTIä ), der von der Investmentbank Goldman, Sachs & Co. errechnet wird.


Die zweite Komponente des Anreizplans enthält die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen, die innerhalb eines definierten Zeitraums in SAP-Vorzugsaktien getauscht werden können.


Insgesamt soll die Anzahl der ausgegebenen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen in der Summe 6,25 Mio. Stück nicht überschreiten.


Ausübungssperrfrist bis zu 4 Jahre


Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sollen in nicht weniger als drei Jahrestranchen begeben werden, wobei keine Tranche mehr als 50% des Gesamtvolumens umfasst. Die Ausübungszeiträume für Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sehen Sperrfristen vor. Die Sperrfrist endet für 33% der eingeräumten Optionen bzw. Rechte nach Ablauf von zwei Jahren nach Ausgabe der jeweiligen Aktienoptionen bzw. Wandelschuldverschreibungen, für weitere 33% gilt eine Sperrfrist von drei Jahren und für den Rest eine von vier Jahren. Damit verfolgt die SAP das Ziel, die Begünstigten längerfristig an das Unternehmen zu binden. Sowohl die Ausgabe wie auch die Ausübung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sind innerhalb bestimmter Zeitfenster ausgeschlossen, um möglichen Insiderverdächtigungen vorzubeugen.


Zum Kreis der Begünstigten zählen Mitglieder des Vorstands der SAP AG, die Mitglieder von Geschäftsführungen von Konzerngesellschaften der SAP AG sowie ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der SAP AG und deren Konzerngesellschaften. Für jede dieser vier Gruppen sieht der Plan eine Höchstsumme von zuteilbaren Aktienoptionen bzw. Wandelschuldverschreibungen vor. Über den Umfang der Zuteilung an die einzelnen Mitglieder des Vorstands der SAP AG wird im Sinne einer höchstmöglichen Transparenz jeweils im Anhang des Jahresabschlusses berichtet. Dasselbe gilt für die Anzahl der jeweils ausgeübten Bezugs- und Wandlungsrechte, die dabei gezahlten Ausübungs- und Wandlungspreise und die Zahl der von Vorstandsmitgliedern zum Jahresschluss noch gehaltenen Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen.


Rückkauf eigener Aktien und Schaffung eines Bedingten Kapitals
von knapp 16 Mio. € beantragt


Zur Absicherung der Bezugsrechte aus den Aktienoptionen und der Wandlungsrechte aus den Wandelschuldverschreibungen sieht der Beschlussvorschlag an die außerordentliche Hauptversammlung die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vor. Diese sollen zu dem Zweck erworben werden, sie zur Bedienung von Options- und Wandlungsrechten zu verwenden. Alternativ sollen die Bezugs- und Wandlungsrechte auch durch neue Aktien bedient werden können. Deshalb wird der außerordentlichen Hauptversammlung auch die Schaffung eines Bedingten Kapitals von knapp 16 Mio. € vorgeschlagen.


Ergänzung der bisherigen aktienbasierten Anreizprogramme


Das geplante Aktienoptionsprogramm ist eine Ergänzung der bereits etablierten aktienbasierten Vergütungs- und Anreizprogramme bei der SAP. Dazu zählen u.a. das virtuelle Aktienoptionsprogramm STAR (“Stock Appreciation Rights”), das in modifizierter Form weitergeführt wird, und der Aktiensparplan der SAP, bei dem Mitarbeiter des Unternehmens zu von der SAP subventionierten Konditionen in gewissem Umfang SAP-Aktien erwerben können.


Der Vorstand ist in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Überzeugung, dass die der außerordentlichen Hauptversammlung vorgeschlagene Ermächtigung zur Auflage des “Long Term Incentive-Plan der SAP AG 2000” in besonderem Maße geeignet ist, einen nachhaltigen Leistungsanreiz für die ausgewählten Führungskräfte und Leistungsträger der SAP AG und ihrer Konzerngesellschaften zu bewirken und damit im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu einer dauerhaften und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts beizutragen.


Hopp: “Ausgewogenes und wettbewerbsfähiges Programm”


“Der Aufsichtsrat und Vorstand haben ein sehr ausgewogenes, innovatives und wettbewerbsfähiges Aktienoptionsprogramm erarbeitet, das der SAP helfen wird, dauerhaft ihre führende Position im Markt für internetbasierte Geschäftsanwendungen zu behaupten. Die SAP erhält ein zusätzliches Vergütungsinstrument, um die besten Führungskräfte und Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und sie zu binden. Dies gilt insbesondere für die USA, wo der Wettbewerb um Leistungsträger derzeit am schärfsten ist”, sagt Dietmar Hopp, Mitbegründer und Aufsichtsratsvorsitzender der SAP AG.


Die komplette Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung am
18. Januar 2000 inklusive des Berichts des Vorstands ist in der heutigen Ausgabe des Bundesanzeigers veröffentlicht. Außerdem steht der Einladungstext im Internet unter www.sap.de/investor zur Verfügung.

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