SAP präsentiert Demoversion mit 500 Services als Umsetzung der Enterprise Services Architecture

Feature | 27. April 2005 von admin 0

Das “ESA Preview System” wurde auf Basis der jüngsten Version von mySAP ERP entwickelt und steht Partnern, Entwicklern und Kunden ab Juni 2005 im Hosting-Verfahren zur Verfügung. Damit können sie diese Enterprise Services selber testen und sich aktiv an der weiteren Gestaltung sowie der Entwicklung von Lösungen beteiligen, mit denen Firmen gängige Geschäftsprozesse zukünftig noch effizienter organisieren können.
Web Services bilden heute die allgemeine technologische Basis für die flexible Interaktion von IT-Systemen. So genannte Enterprise Services bauen auf Web Services-Technologie auf, ergänzt um eine spezielle Geschäftssemantik, um so eine durchgängige Interoperabilität von Geschäftsprozessen über verschiedene IT-Systeme sicherzustellen. Auf der Basis solcher Enterprise Services können Unternehmen jederzeit neue, innovative Geschäftsprozesse modellieren, die auf vorhandenen Systemen aufsetzen.

Die Zukunft der Unternehmenssoftware beginnt jetzt

Die Enterprise Services Architecture verbindet das Konzept der Services für Geschäftsprozesse mit der technologischen Infrastruktur sowie so genannten zusammengesetzten Applikationen – Composite Applications – zu einem leistungsfähigen, einheitlichen Konzept, das mehr Flexibilität und Innovation in Geschäftsprozessen eröffnet. Damit lassen sich neue Lösungen für Geschäftsprozesse wesentlich schneller umsetzen und so erheblicher Mehrwert aus bestehenden IT-Umgebungen ziehen.

“Seit der Vorstellung im Jahr 2003 wird das Konzept einer service-orientierten Architektur, die an Geschäftsanforderungen ausgerichtet ist, von SAP kontinuierlich weiterentwickelt. ESA-basierte Lösungen werden unseren Kunden bisher ungeahnte Flexibilität, Innovationskraft und Differenzierungspotenzial eröffnen”, erklärte Shai Agassi, Vorstandsmitglied der SAP und President der Product and Technology Group. “Die hohe positive Resonanz unserer Kunden auf SAP NetWeaver als der ersten echten Applistructure-Plattform, die Technologie mit Anwendungsfunktionalität verbindet, bestätigt unsere Strategie. Mit dem ESA Preview System können Kunden und Partner jetzt selber erste Erfahrungen mit der Leistungsfähigkeit einer servicebasierten Lösung sammeln. Damit setzt SAP einmal mehr Zeichen mit Lösungen, die den Wettbewerbsvorsprung und die Plattformführerschaft verdeutlichen.”
Für das ESA Preview System hat SAP nun 500 vordefinierte Objekte und Services für Geschäftsprozesse entwickelt, die gängige ERP-Prozesse unterstützen, beispielsweise Liefer- oder Beschaffungsprozesse wie ‘procure-to-pay’ oder ‘order-to-cash’. Handelt es sich bei einem solchen Enterprise Service zum Beispiel um die Abwicklung einer fehlgeleiteten Lieferung, löst eine Ausnahme in einem Standardprozess typischer Weise eine ganze Kette manueller Prozesse aus: das Call-Center des Lieferanten muss angerufen, die fehlgesendete Ware zurückgeschickt werden. In dem ESA Preview System wird gezeigt, wie Enterprise Services solche Ausnahmefälle intelligent behandeln und dabei den gesamten Workflow für alle beteiligten Anwender automatisiert unterstützen – von der Identifikation des Problems bis zur Lösung. Die Enterprise Services werden in einem erweiterten mySAP ERP-System bereit gestellt. Für SAP-Kunden vereinfacht das die Ausführung von Geschäftsprozessen, für Partner und Entwickler die Integration der Prozesse selbst.

Entwickler-Community für SAP NetWeaver und Enterprise Services wächst

Die offene Architektur und die Skalierbarkeit der SAP NetWeaver-Plattform bietet Softwareherstellern hervorragende Möglichkeiten, Anwendungen schneller und kostengünstiger zu entwickeln. Partnerfirmen wie Accenture, AI, Atos Origin, CSC, Infosys, Jedox und Pecaso präsentieren bereits Lösungen, die mit dem ESA Preview System integriert sind. Auf der SAPPHIRE in Kopenhagen werden diese Lösungen im ESA Pavillon des SAP NetWeaver Village gezeigt. Ab Juni 2005 haben Partner, Entwickler und interessierte Kunden über SAP Developer Network direkten Zugang zu dem ESA Preview System.
Die Heidelberger Pecaso, ein Beratungs- und Softwarehaus für Personalmanagement, stellt eine Anwendung vor, die An- und Abwesenheit von Mitarbeitern registriert und in Echtzeit mit mySAP ERP synchronisiert. “Über Enterprise Services können wir unsere Anwendung direkt mit mySAP ERP integrieren. Für Kunden, die absolut zeitnahe Informationen über die Anwesenheit und Verfügbarkeit ihrer Mitarbeiter benötigen, ist dies von hoher Bedeutung”, erläutert Andreas Fritz, Leiter der Technologieabteilung von Pecaso. “Die Vorteile von Enterprise Services liegen vor allem in der enormen Zeitersparnis: Die Integration mit mySAP ERP erfolgte um 90 Prozent schneller als bei einem klassischen Ansatz. Mit SAP können wir die Entwicklungskosten für neue Produkte senken und unseren Kunden noch bessere Lösungen liefern.”

Kunden können die Vorteile von ESA schon heute nutzen

Das ESA Preview System ist ein wichtiger Meilenstein in der SAP-Roadmap und zeigt Kunden einen Weg zur schrittweisen Einführung einer Enterprise Services Architecture. Auf Basis von SAP NetWeaver hat SAP mittlerweile alle Lösungen an die service-orientierte Architektur angepasst und nutzt dabei die Konvergenz von Anwendungen und Integrationstechnologien in einem echten Applistructure-Ansatz.
Kunden können bereits heute die Vorteile von ESA nutzen, indem sie mySAP ERP einsetzen. Die Lösung ist der Vorreiter bei service-orienterten Anwendungen, nicht nur im SAP-Portfolio, sondern insgesamt im Markt. Darüber hinaus können Kunden die Vorteile des ESA Adoption Programms für eine schrittweise Transformation ihrer IT-Infrastruktur in Richtung service-orientierter Architekturen nutzen: Ohne den Betrieb und die Leistungsfähigkeit ihrer bestehenden Systeme zu beeinträchtigen, sind Unternehmen so in der Lage, ihre IT-Landschaft schneller an künftige Geschäfts- und Marktanforderungen anzupassen.

Quelle: SAP AG

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