SAP runs SAP: Oliver Bussmann, CIO SAP AG, über HANA im Einsatz

Blog | 30. November 2010 von Hilmar Schepp 0

Am 18.10.2010 haben mein Team und ich auf der TechEd in Las Vegas unsere erste HANA-Implementierung vorgestellt. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, präsentierten wir diese Implementierung doch mehr als 4.000 Keynoteteilnehmern. Die Feuertaufe ist uns gelungen. Die Zahlen, die wir präsentieren konnten, waren beeindruckend: 3 Terrabyte Daten, 12 Millionen Datensätze sowie 700 Millionen historische Changelogs aus unserem CRM-System hatten wir hier verfügbar in HANA. Aufgrund der sagenhaften Rechengeschwindigkeit konnten wir Echtzeit-Analysen sowie Änderungen des weltweiten Sales Forecastes durchführen. Diese Analyse hätte normalerweise Stunden gedauert.

Im Vorfeld haben mein Team und ich sehr viele Diskussionen mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden geführt. Und dabei ist mir ganz klar geworden, wie die neue In-Memory-Technologie die Geschäftswelt beeinflussen wird, wo die HANA-Appliance dann eingesetzt wird.

Aus meiner Sicht gibt es drei entscheidende Dimensionen, die dabei herauszustellen sind:

  1. Da kommen zum ersten Mal die mittlerweile günstigen Hardwarekonstellationen zusammen. Wir haben die Möglichkeit, enorme Datenmengen im Hauptspeicher zu verarbeiten. Ich spreche hier je nach bestücktem Hauptspeicher zwischen 2 – 4 Terrabyte! So wird die Echtzeitanalyse Wirklichkeit. Eine Datenauswertung kostete uns noch vor wenigen Jahren Stunden, ja Tage.
  2. Wir beginnen gerade im analytischen Bereich, also bei Business Intelligence, diese neue Technologie zu nutzen, um Analysen zu fahren, die vor kurzem nicht in Echtzeit zu verarbeiten gewesen wären. Da das jetzt möglich ist, stehen uns somit sehr schnell Informationen für die richtigen Entscheidungen in einem Großbetrieb zur Verfügung.
  3. Der nächste Schritt ist, diese Technologien in das Transaktionsgeschäft unserer Standardsoftware einzubringen. Wir sprechen also von der Verschmelzung der analytischen und der transaktionalen Welt.

HANA bringt den entscheidenden Vorteil mit ins Rennen, dass die Appliance neben ein bestehendes ERP-System gestellt (das kann auch ein SAP R/3-System sein oder auch ein Fremdsystem) und damit verbunden wird. Für mich als Kunde bedeutet das, ich muss zunächst keine komplett neuen Systeme implementieren, sondern docke die bestehenden an die Appliance an.

Und die Auswertungen kann ich heute bereits über mein iPad laufen lassen, so dass sich hier das Potential auch im mobilen Business schon erahnen lässt.

Tags: , ,

Leave a Reply