Manege frei

Feature | 1. September 2010 von Angela Dunn 0

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Montréal: Mein Taxi verlässt den Boulevard René Lévesque in Richtung Mount Royal, Namensgeber der Stadt. Der Campus der McGill University am Fuße des Berges weckt Erinnerungen an meine Studienzeiten dort. Unbeirrt von den Schlaglöchern – Überbleibsel des langen, harten Winters in der Stadt – schlängelt sich das Taxi durch den regen Verkehr des In- Viertels „the Plateau“. Der Taxifahrer flucht ob der vielen Baustellen.

Montréal, nach Paris die weltweit größte französischsprachige Stadt, besticht vor allem in den Sommermonaten durch ihre immense Lebensfreude. Sie ist Gastgeberin des internationalen Jazzfestivals sowie zahlreicher Musik- und Theaterfeste und Feierlichkeiten an jeder Straßenecke. Das Leben pulsiert. Die Rue Saint-Laurent, multikulturelle Lebensader, die die Stadt in den östlichen und westlichen beziehungsweise in den französischen und den englischen Bereich unterteilt, wird sogar ein ganzes Wochenende lang für Festlichkeiten gesperrt, was – zum Unmut meines Taxifahrers – stadtweit für Verkehrschaos sorgt. Zugegebenermaßen mag Städteplanung nicht zu den Stärken der Stadtväter gehören, doch Montréal bezaubert sowohl seine Bewohner als auch seine Besucher mit seinem besonderen Charme und Charakter – eine Stadt, in der zwar das Chaos regiert, die vor Kreativität aber nur so sprüht.

Chaos und Kreativität

Passenderweise beherbergt Montréal auch den Hauptsitz eines der weltweit kreativsten Zirkusunternehmen – des Cirque du Soleil. Mit seinem erfrischend anderen Konzept hat er seine Branche revolutioniert und Menschen auf der ganzen Welt wieder für den Zirkus begeistert. Vor 26 Jahren von dem Straßenkünstler Guy Laliberté gegründet, kann das Unternehmen heute auf eine unglaubliche Erfolgsgeschichte zurückblicken, die mindestens so atemberaubend ist wie die Darbietungen seiner Künstler. In seinem Repertoire vereint der Cirque traditionelle Zirkuselemente wie Zirkuszelt, Clowns und Artisten (keine Tiere!) mit Tanz, Theater und Choreografie – und möchte damit an die Sinne seines Publikums appellieren sowie Fantasie und Emotionen anregen.

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