Die Landschaft in der Wolke

Feature | 1. März 2011 von Christoph Zeidler 0

schulzki_cloud

Herr Schulzki, der Begriff Cloud-Computing ist in aller Munde, doch meinen ganz viele Leute ganz unterschiedliche Dinge damit. Was verstehen Sie darunter?

Bernhard Schulzki: Mein Team und ich betrachten das Thema Cloud-Computing von der Infrastrukturebene, das heißt, als Abstraktion der Betriebssystemebene von der Hardware beziehungsweise Abstraktion der Anwendungsebene von der Betriebssystemebene.

Die technische Grundlage hierfür ist schlicht Virtualisierung, und das machen die Hersteller schon seit mehr als 20 Jahren, denken Sie nur an die ersten IBMMainframes. Virtualisierung ist also kein neues Phänomen, und die meisten unserer Kunden betreiben sie schon in der ein oder anderen Form.

Was macht das Thema dann jetzt so interessant?

Spannend geworden ist es dadurch, dass mit der heutigen Hardware einfach mehr möglich ist. Virtualisierung lebt ja davon, dass man auf einer physikalischen Hardware mehrere Betriebssysteme darstellen kann. Und wenn Sie sich ein typisches SAP-System ansehen, dann braucht das üblicherweise 32 GB Arbeitsspeicher – solange die zu vernünftigen Preisen verfügbaren Server gerade nur diese 32 GB aufwiesen, war also an Virtualisierung nicht zu denken.

Doch seit die Speichergrößen für x86-Hardware gewachsen sind und Sie auch 256 oder 512 GB Arbeitsspeicher bezahlbar von der Stange bekommen, können Sie Betriebssysteme in Dimensionen erstellen und virtualisieren, die auch für SAP-Systeme optimal sind. SAP bietet mit SAP NetWeaver Adaptive Computing Controller eine einfache Form der Virtualisierung an, damit lassen sich Systeme starten, stoppen und von der physischen auf die virtualisierte Ebene umziehen. Darauf bauen wir in unserem Entwicklungsprogramm auf und erweitern die Möglichkeiten erheblich.

Jetzt den Artikel aus der aktuellen SAP SPECTRUM Ausgabe 1 | 2011 kostenlos downloaden.

Weiterlesen in der aktuellen SAP SPECTRUM

Tags: , ,

Leave a Reply