Generation ohne Golf

1. März 2011 von Sebastian Nikoloff 0

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Das Auto ist das Hauptmotiv des Wohlstands. Es ist Unabhängigkeit, es ist der Traum vom Abenteuer, die Sehnsucht nach der großen weiten Welt. Sein Mythos wurde in den Road Movies der sechziger und siebziger Jahre zementiert. Unterwegssein wurde zum Lebensgefühl. Nichts steht so stark für Erwachsenwerden wie der Führerschein. Das Auto als Bestandteil der Identitätsfindung. Blechgewordene Freiheit.

Die Aussichten sind alles andere als rosig. Zur Neige gehende Erdölreserven, Länder wie Indien und China, die sich mit wachsendem Wohlstand ebenfalls Mobilität wünschen, der drohende Verkehrskollaps in Städten, von der Umwelt ganz zu schweigen. Wir hoffen auf das Wasserstoff-Auto, das hybride, elektrische, das Irgendwie-Auto. Hauptsache, alles kann weitergehen wie bisher.

Denn was bleibt ohne Auto noch vom freien Menschen? Gefesselt an einen Ort, ohne Ausweg, kein Entkommen. Das macht uns Angst, also fahren wir dem Sonnenuntergang entgegen und entfliehen der unangenehmen Wahrheit:Das Auto wird man uns bald nehmen – und mit ihm nimmt man uns die Freiheit. Oder kommt alles doch ganz anders?

Tschüss Rennreiselimousine

Ein Wandel kündigt sich schon lange an. „Spätestens seit den autofreien Sonntagen ist klar, dass es nicht ewig so weitergehen kann“, erklärt Weert Canzler, Leiter der Forschungsgruppe Mobilität am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. In den 1990er Jahren entstand mit dem Swatch-Mobil eine erste Idee, ein Auto mit einer alternativen, nicht-fossilen Antriebstechnik auf den Markt zu bringen.

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