Logistik im Takt

8. Februar 2011 von Bernd Seidel 0

Porsche_Leipzig

Was haben ein Plattenspieler – einer für die alten, schwarzen Scheiben – und das Leipziger Porsche-Werk gemein? Äußerlich nichts. Beide lassen sich jedoch stufenlos steuern. Gleitend verringert oder erhöht sich die Drehzahl des Plattentellers, die Mechanik reagiert sofort. Noch heute schätzen Diskjockeys rund um den Globus die Möglichkeit, ihre Beats auf Sekundenbruchteile genau zu justieren.

Bei Porsche in Leipzig ist der Kunde der DJ. Er gibt beim Autobau den Takt vor. Mal sind es 200, mal knapp 400 Cayenne und Panamera, die am Tag das Werksgelände verlassen. Dazwischen ist alles machbar. „Wir produzieren nur nach Auftrag, in unterschiedlichsten Stückzahlen, wobei kein Fahrzeug dem anderen gleicht“, bestätigt Thomas Hegmann, zuständig für IT und Werksprozesse am Standort Leipzig. Losgröße eins heißt das im Fachjargon.

Der Traum, den Produktionsingenieure in den Sechzigerjahren träumten, ist wahr geworden. Gut 270.000 Cayenne hat Porsche seit 2002 im Nordwesten Sachsens gefertigt. Und seit Herbst 2009 mehr als 13.000 Exemplare des neuen Panamera. Die Beats pro Minute respektive der tägliche Fahrzeugausstoß lassen sich sehr fein regeln. Möglich macht das ein neues Logistikkonzept, das die Montage eng mit dem Materialfluss, der Logistiksteuerung und der Personaleinsatzplanung verzahnt.

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