Weniger Kosten, schnellere Upgrades dank Cloud

26. August 2013 von Uta Spinger 0

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Foto: ArcelorMittal

Für den weltweit größten Stahlproduzenten ArcelorMittal mit Niederlassungen, Stahlwerken und Minen in über 60 Ländern sind standardisierte und  effiziente Prozesse enorm wichtig. Denn es geht um viel Geld: Die Ausgaben für Einkauf und Beschaffung der Rohmaterialien belaufen sich auf 60 Milliarden US-Dollar.

Deswegen nutzt das Unternehmen bereits seit langem die Supplier-Relationship-Management-Lösung von SAP (SAP SRM). Pro Monat verarbeitet der Konzern via SAP SRM 5800 Bestellungen über Freitext  und 8371 Bestellungen via Kataloge sowie 5000 Ausschreibungen.  Da ArcelorMittal auf allen Märkten vertreten ist, gerade auch in den Wachstumsmärkten, wo die Baubranche boomt und der Hunger nach Stahl groß ist, ist die angebotene Produktpalette außerdem sehr umfangreich. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Prozess- und IT-Landschaft äußerst komplex ist.

Aus diesem Grund hat ArcelorMittal mit seinem Integra-Projekt begonnen, das eine unternehmensweite Standardisierung der fragmentierten Procurement-Prozesse zum Ziel hatte. Weltweit setzt ArcelorMittal  nun auf ein einheitliches Procurement-System mit SAP SRM 7, das der Konzern als Ramp-up-Kunde 2011 an den meisten Standorten einführte. IT-Chef (Global Purchasing & Sourcing, Logistics, back office IT applications) Anurag Tiwary erläutert das Projekt: „Mithilfe unseres Integra-Projekts, in dessen Fokus SAP SRM steht, konnten wir trotz unterschiedlicher Sprachen, Länder und Produkte einen Standardprozess für unsere komplexen Beschaffungsprozesse einführen. SAP SRM ist für uns ein strategisches Tool, das uns ermöglicht,  Self-Service Procurement als Best Practice umzusetzen.“ Begonnen hat der Stahlkonzern bereits mit der Version SAP SRM 2. Das Team um IT-Manager Anurag kennt also die Lösung sehr gut – sowohl die Stärken als auch die Schwächen. So berichtete der Manager beispielsweise, dass die Anwender mit der Usability und dem Look & Feel von SRM 5 sowie mit der Anbindung ans Enterprise Portal zunächst unzufrieden gewesen seien.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: User Experience mit Upgrade auf SRM 7 verbessert

Mit dem Upgrade auf SRM 7 letztes Jahr habe sich die User Experience für die rund 10.000 Anwender nun aber deutlich verbessert, so Anurag. Wirklich begeistert ist ArcelorMittal aber vom Self-Service-Procurement-Modul und der Integration mit  e-Catalog Management und SAP Contract Lifecycle Management OnDemand (SAP CLM OnDemand). „Die Anwender lieben die Cloud-Lösung SAP CLM“, erzählt Tiwary. „Sie können beispielsweise das CLM-Portal einfach an ihre Bedürfnisse anpassen.“ Deswegen, so Anurag, habe ArcelorMittal Pläne, weiter in Cloud-Lösungen zu investieren, etwa beim Ausschreibungsprozess. Etwa 126 Kataloge werden derzeit mit der Cloud-basierten E-Catalog-Lösung  verwaltet, die in die Procurement-Platform mit einem Ausgabevolumen von 70 Millionen US-Dollar integriert ist.

Ein Vorteil von Cloud-Lösungen sei die Schnelligkeit, so Anurag: „Verglichen mit meinen Erfahrungen beim Upgrade von SAP SRM, der fünf Monate dauerte, brauchten wir für den Upgrade für die Cloud-Lösung SAP CLM nur eine Testphase von ein bis zwei Wochen.“

Upgrade leicht mit Cloud

Obwohl ArcelorMittal für die sensiblen Daten eine private Cloud eingerichtet hatte, herrschte im Unternehmen und bei  einigen Geschäftspartnern zunächst eine gewisse Skepsis gegenüber dem ersten Cloud-Projekt, berichtet Anurag. Als jedoch die  SAP  die Implementierung und das Hosting übernommen hatte, hätten sich die Bedenken zerstreut und es sei alles hervorragend gelaufen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Cloud-Lösung spart 20 Prozent IT-Kosten gegenüber On-Premise

Zudem konnte das IT-Team die Lösung leicht an die Geschäftsanforderungen anpassen und ersparte sich so ein umfangreiches Customizing, das beim Support zu Problemen geführt hätte.

Außerdem wichtig für ein erfolgreiches IT-Projekt: Welche Einsparungen – was Produktivität und Finanzen anbelangt – konnten erzielt werden? Hier kann Anurag nach der erfolgreichen Implementierung von SAP SRM, CLM, MDM und des Enterprise Portals Beeindruckendes vorweisen: 15 Prozent Zeitersparnis bei den Beschaffungsprozessen durch die Standardisierung und Automatisierung der Prozesse, Tools und Stammdaten und weitere Einsparungen bei den IT-Kosten. Anurag: „Gegenüber einer On-Premise-Lösung von SAP CLM sparen wir mit Cloud-Lösung rund 20 Prozent an IT-Kosten, etwa für Infrastruktur und Wartung.”

Mit SAP SRM mehr Transparenz bei Ausschreibungen

Eine weitere Verbesserung des zentralen SRM-Projekts war es auch, Transparenz über die Prozesse, etwa bei Ausschreibungen, zu erhalten. So kann die Revision nun sicherstellen, dass keine Anbieter bei der Auswahl bevorzugt werden.

Außerdem hat sich die Akzeptanz der IT-Tools durch die User deutlich verbessert – beispielsweise durch die verbesserte E-Catalog-Funktionalität. Denn zuvor mussten die Einkäufer die Kataloge umständlich hochladen. Nun können sie ihre Arbeit schneller erledigen und sind flexibler.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mobile Strategie in Vorbereitung

Automatisierte Workflows und Genehmigungsprozesse erleichtern ebenfalls die Vertragsverhandlungen: Die Mitarbeiter können nun den Status des Genehmigungsprozesses jederzeit im System abrufen, anstatt mühsam nach dem entsprechenden Papierdokument suchen zu müssen.

Das zentrale System sorgt auch für eine bessere Compliance, da die Rechtsabteilung nun die Übersicht auf lokaler, regionaler und globaler Ebene über alle Verträge des gesamten Lebenszyklus hat. Ein Dashboard verbessert zudem das Reporting. Ein Upgrade auf SAP SRM 7.03 SAP HANA ist bis Ende des Jahres geplant, und auch eine mobile Strategie hat Anurag im Auge: „Ich glaube an die Zukunft von Mobile und Cloud.“

Cloud-Lösung SAP CLM als Best Practice bei ArcelorMittal – die Eckdaten

    • Cloudbasierte Lösung: keine interne Infrastruktur erforderlich
    • Branchenführende Funktionen für Vertragseinhaltung und -überwachung (zum Beispiel Überwachung der Vertragsrisiken einschließlich Warnmeldungen, stringentere Einhaltung globaler und regionaler Verträge)
    • Datengenauigkeit und -transparenz: einheitliche und konsistente Datenbasis in allen Bereichen – Ausschreibung, Vertrag, Bestellung, Fakturierung
    • Höhere Produktivität der Einkäufer, der Rechtsabteilung und anderer Beteiligter: zum Beispiel automatisierte Online-Genehmigungs-Workflows, gestraffter Prozess für den Kauf von Produkten aus ausgehandelten Verträgen und Ee-Katalogen (Self-Service Procurement), Prozess für Online-Ausschreibungen/-Auktionen, Vertragserstellung

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