SAP startet Enterprise Services Community für Kunden und Partner

Feature | 19. April 2006 von admin 0

Gemeinsam mit SAP werden die Teilnehmer der Community Richtlinien für die Entwicklung und den Einsatz von Software entwerfen. Die Community ist fest in das SAP-Partnerprogramm integriert, das mit über 1000 neuen Mitgliedern allein im vergangenen Jahr zu den am schnellsten wachsenden Partnerprogrammen der Branche zählt. Zu den Gründungsmitgliedern zählen über 60 Kunden und Partner. Die Enterprise Servies (ES) Community entwickelt Ideen und Innovationen zu Enterprise Services, mit denen Unternehmen Geschäftsprozesse über einzelne Softwareanwendungen und Infrastrukturprodukte sowie über Unternehmensgrenzen hinaus modellieren können. Dies gelingt aufgrund der Business-orientierten, universellen Semantik der Enterprise Services. Die Grundlage bildet die Enterprise Services Architecture (ESA), das SAP-Konzept einer Geschäftsprozesse unterstützenden, serviceorientierten Architektur (SOA).
Zu den Gründungsmitgliedern der ES Community gehören unter anderem Adobe, Arcway, CA, Cisco, F5 Networks, GlobeRanger, Infosys, Juniper Networks, Mercury Interactive Corporation, Open Text, OSIsoft, Research in Motion (RIM), T3Ci, die Universität St.Gallen, Vendavo sowie die SAP-Kunden Colgate-Palmolive und Halliburton. “Die Community fördert den Ideenaustausch und die Zusammenarbeit unter den beteiligten Unternehmen und ermöglicht es so, zentrale Geschäftsanforderungen zu diskutieren und Best Practices auszutauschen”, erklärt Ed Toben, Chief Information Officer von Colgate-Palmolive. “Dieses Forum ist wichtig, damit Kunden den größtmöglichen Nutzen aus Enterprise Services und aus der Erfahrung des SAP-Partnernetzwerks ziehen können.”

Stärkere Prozess- und Anwendungsorientierung

Die ES Community bietet den Teilnehmern alle Vorteile klassischer Partnernetzwerke. Ein solides rechtliches Regelwerk unterstützt die gemeinsamen Zielsetzungen und schützt die Urheberrechte der Mitglieder. Alle beteiligten Unternehmen erhalten detaillierte Informationen über vorhandene und geplante Enterprise Services. Darauf können sie frühzeitig zugreifen und so Composite Applications entwickeln, die ihre spezifischen Geschäftsanforderungen adressieren.
Die ES Community hat die Möglichkeit, mittels Feedback der Mitglieder direkten Einfluss auf die Geschäftsanforderungen und die technischen Grundlagen der SAP-Plattform zu nehmen. Durch die Nutzung der Potenziale dieser Plattform können unabhängige Softwareanbieter (ISVs) ihre Entwicklungszyklen verkürzen, Integrationshindernisse beseitigen und neue Innovationspotenziale erschließen. Systemintegratoren können auf vorhandene Enterprise Services aufbauen und sich damit über die reine IT-Integration hinaus auf die Integration von Geschäftsprozessen fokussieren. Anbieter von Infrastrukturlösungen, die die branchenübergreifende Plattform sowie die Branchen-spezifischen Lösungen von SAP nutzen, können ihre Angebote anwendungs- und prozessorientierter gestalten.
“Die Community-Mitglieder erkennen den Nutzen, Geschäftsanforderungen gemeinsam zu lösen und neue Technologien zu erschließen”, bestätigt Zia Yusuf, Executive Vice President und zuständig für die Entwicklung des Plattform-Ecosystems von SAP. “Zentrale Aufgabe ist die Geschäftsprozessintegration, jenseits aller traditionellen Verfahren der Anwendungs- und Infrastruktur-Integration. Unternehmen können so das volle Leistungspotenzial der Enterprise Services ausschöpfen und entscheidende Wettbewerbsvorteile erzielen.”

Bestehende SAP-Netzwerke werden erweitert

Kunden und Partner können im Rahmen der ES Community an unterschiedlichen Arbeitsgruppen teilnehmen, in denen zentrale Herausforderungen ihrer Branchen oder ihres Technologiebereichs erörtert werden. In so genannten “Definition Groups” geht es vordringlich darum, die technologischen Anforderungen zu formulieren und dafür entweder neue Enterprise Services vorzuschlagen oder vorhandene Services zu überprüfen. Die “Advisory Groups” geben Feedback zur Community und ihrer Arbeitsweise sowie zu Best Practices rund um ESA. Nach Erfüllung ihrer jeweiligen Aufgaben lösen sich die einzelnen Arbeitsgruppen wieder auf.
Die ersten drei Definition Groups befassen sich mit den jeweils spezifischen Anforderungen die im Bankensektor, von RFID Technologie und geographischen Informationssystemen (GIS) an Enterprise Services gestellt werden. Zudem überprüfen sie erste Services für Mobiltechnologie. Die RFID-Gruppe wird an Lösungen arbeiten, die Echtzeitinformationen zu Lagerbeständen und -prozessen über sämtliche Infrastruktur-, Soft- und Hardware-Layer hinweg liefern. Weitere Arbeitsgruppen werden im Laufe der nächsten Wochen etabliert.
Die ES Community erweitert bestehende SAP-Netzwerke anstatt sie zu ersetzen. So beteiligen sich an der ES Community zum Beispiel unabhängige Softwarehersteller und Systemintegratoren aus den SAP Industry Value Networks (IVNs). Sie können branchenspezifische Lösungen und Integrationsszenarios beisteuern, wie zum Beispiel aus dem kürzlich von SAP vorgestellten IVN for Banking. Weitere IVNs werden ihre Arbeit im Laufe des Jahres aufnehmen.
Software- und Technologiepartner können als Community-Teilnehmer ihre Produkte als “Enterprise Services Ready” zertifizieren lassen. Hierfür werden die Einsatzfähigkeit, Anpassbarkeit und Kompatibilität entsprechend den Community-Richtlinien für Enterprise Services überprüft. Eine IT-Landschaft aus “ES Ready”-zertifizierten Anwendungen und Infrastrukturlösungen kann heterogene Systeme problemlos integrieren, sorgt für kostengünstige Skalierbarkeit und bedarfsorientierte Anpassung an veränderte Geschäftsanforderungen.
Weitere Informationen zur ES Community

Quelle: SAP AG

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