SAP steigert Softwarelizenzumsatz um 16 Prozent

Feature | 21. Juli 2005 von admin 0

Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz stieg um 16 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 576 Mio. Euro (2004: 497 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz ebenfalls um 16 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 13 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 2,02 Mrd. Euro (2004: 1,8 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Gesamtumsatz um 14 Prozent.
  • Der Softwarelizenzumsatz in den USA erhöhte sich um 24 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 174 Mio. Euro (2004: 140 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in den USA um 27 Prozent.
  • In der Region EMEA stieg der Softwarelizenzumsatz im zweiten Quartal 2005 um 9 Prozent auf 289 Mio. Euro (2004: 266 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz um 8 Prozent.
  • Der Softwarelizenzumsatz in der Region APA erhöhte sich um 23 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 85 Mio. Euro (2004: 69 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in der Region APA um 20 Prozent.

Marktanteile

Auf Grund des starken Wachstums bei den Softwarelizenzumsätzen, die in US-Dollar umgerechnet bei etwa 696 Mio. US$ weltweit und 210 Mio. US$ in den USA lagen (zweites Quartal, basierend auf dem US-Dollar/Euro-Wechselkurs zum Quartalsende), hat SAP im Vergleich zu den drei größten Wettbewerbern erneut Marktanteile weltweit und in den USA gewonnen. Betrachtet man den Durchschnitt rollierend über vier Quartale, so betrug der Marktanteil der SAP im Vergleich zu ihren Wettbewerbern 58 Prozent zum Ende des zweiten Quartals 2005 gegenüber 57 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2005 und 54 Prozent zum Ende des zweiten Quartals 2004. In den USA lag der Marktanteil der SAP gemessen am Softwareumsatz rollierend über vier Quartale zum Ende des zweiten Quartals 2005 bei 41 Prozent gegenüber 40 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2005 und 36 Prozent zum Ende des zweiten Quartals 2004.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im zweiten Quartal um 18 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 460 Mio. Euro (2004: 391 Mio. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 16 Prozent auf 496 Mio. Euro (2004: 428 Mio. Euro).
  • Die operative Marge erhöhte sich im zweiten Quartal 2005 um 0,8 Prozentpunkte auf 22,8 Prozent (2004: 22,0 Prozent). Die Pro-forma-operative-Marge verbesserte sich im gleichen Zeitraum um rund 0,6 Prozentpunkte auf 24,6 Prozent.
  • Das Konzernergebnis lag im zweiten Quartal 2005 bei 289 Mio. Euro (2004: 249 Mio. Euro) oder bei 0,93 Euro je Aktie (2004: 0,80 Euro je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 314 Mio. Euro (2004: 273 Mio. Euro) oder 1,01 Euro je Aktie (2004: 0,87 Euro je Aktie).

Umsätze in den ersten sechs Monaten 2005

  • Der Softwarelizenzumsatz stieg in den ersten sechs Monaten 2005 um 16 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 1,0 Mrd. Euro (2004: 867 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz um 17 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 12 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 3,7 Mrd. Euro (2004: 3,3 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Gesamtumsatz um 13 Prozent.

Ergebnisse in den ersten sechs Monaten 2005

  • Das Betriebsergebnis stieg in den ersten sechs Monaten 2005 um 15 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode auf 834 Mio. Euro (2004: 724 Mio. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 877 Mio. Euro (2004: 760 Mio. Euro).
  • Die operative Marge erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2005 um 0,6 Prozentpunkte auf 22,3 Prozent. Die Pro-forma-operative-Marge verbesserte sich im gleichen Zeitraum ebenfalls um rund 0,6 Prozentpunkte auf 23,4 Prozent.
  • Das Konzernergebnis lag in den ersten sechs Monaten bei 543 Mio. Euro (2004: 478 Mio. Euro) oder bei 1,75 Euro je Aktie (2004: 1,54 Euro je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 573 Mio. Euro (2004: 502 Mio. Euro) oder 1,85 Euro je Aktie (2004: 1,61 Euro je Aktie).

Cashflow

Das Unternehmen erzielte einen operativen Cashflow von 777 Mio. Euro (2004: 1,2 Mrd. Euro). Der Free Cashflow lag bei 665 Mio. Euro (2004: 1,087 Mrd. Euro) und betrug damit in Prozent vom Umsatz 18 Prozent (2004: 33 Prozent). Zum 30. Juni 2005 verfügte SAP über liquide Mittel in Höhe von 3,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2004: 3,2 Mrd. Euro).

“Wir freuen uns über ein weiteres erfolgreiches Quartal für SAP mit guten Wachstumsraten bei Umsatz, Betriebsergebnis und Gewinn je Aktie”, sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. “Auf Grund des starken Anstiegs der Softwarelizenzumsätze haben wir in allen Regionen weitere Marktanteile gegenüber unseren Hauptwettbewerbern hinzugewonnen und unsere Führungsposition in den USA weiter gestärkt.”
“Unsere signifikanten Investitionen in Technologie und Produkte haben der SAP einen beträchtlichen Vorsprung bei Softwarelösungen der nächsten Generation verschafft, die auf unserer Enterprise Services Architecture (ESA) basieren. Wie sehr sich diese Investitionen auszahlen, beweisen die Erfolge von SAP NetWeaver und mySAP ERP, der ersten am Markt verfügbaren ERP-Lösung, die auf eine service-orientierte Architektur ausgerichtet ist. Unserer ESA-Roadmap folgend werden wir in den nächsten Monaten die gesamte SAP Business Suite auf SAP NetWeaver ausliefern. SAP wird damit der erste Anbieter sein, der ein Produktportfolio verfügbar macht, das vollständig auf einer service-orientierten Architektur basiert. Der nächste Schritt wird dann sein, die Business Process Platform am Markt zu platzieren. Wir erwarten, dass diese Investitionen uns in das nächste Jahrzehnt führen werden und uns weiteres Wachstum ermöglichen.”

Ausblick

Die SAP hat den Ausblick, den sie im April gegeben hat, nicht geändert und gibt nach wie vor den folgenden Ausblick für das Gesamtjahr 2005:

  • SAP erwartet eine Steigerung des Softwarelizenzumsatzes in der Spanne von 10 Prozent bis 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • SAP geht von einem Anstieg der Pro-forma-operativen-Marge (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen) in der Spanne von 0 bis 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr aus.
  • SAP erwartet, dass das Pro-forma-Ergebnis je Aktie (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen und der sonstigen Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen) in der Spanne von 4,70 Euro und 4,80 Euro je Aktie liegen wird.
  • Der Ausblick basiert auf einem durchschnittlichen US-Dollar/Euro-Wechselkurs von 1,30 US$ je 1 Euro.

Aktienrückkaufprogramm

Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm der SAP sieht die Möglichkeit des Erwerbs von bis zu 10 Prozent der ausstehenden Aktien oder 30 Mio. Aktien vor. Im den ersten sechs Monaten 2005 hat SAP 2,2 Mio. Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 123,33 Euro (Gesamtbetrag: 276 Mio. Euro) zurückgekauft. In der vergleichbaren Vorjahresperiode hat die SAP 0,4 Mio. Aktien zurückgekauft. Zur Jahresmitte verfügte SAP über 6,6 Mio. eigene Aktien im Bestand, verglichen mit 5,4 Mio. eigenen Aktien zum 31. Dezember 2004. Angesichts der starken Generierung von Free Cashflow beabsichtigt die SAP, weiterhin eigene Aktien zurückzukaufen.

SFAS 123

Zum 1. Januar 2006 wird SAP die Bilanzierung ihrer aktienorientierten Vergütungen auf die neuen Vorschriften des SFAS 123R umstellen. Auf Basis der bis zum 30. Juni 2005 erfolgten Zuteilungen von aktienorientierten Vergütungen erwartet die SAP für das Geschäftsjahr 2006 einen Aufwand aus aktienorientierten Vergütungen in Höhe von etwa 55 Mio. Euro. Bei Fortdauer der bisherigen Bilanzierungsmethode (APB 25) und unter der Prämisse, dass sich die Werte für den Kurs der SAP-Aktie, den Goldman Sachs Software Index und den US Dollar/Euro-Wechselkurs bis Ende 2006 gegenüber den Ständen vom 30. Juni 2005 nicht ändern, würde der Aufwand für diese aktienorientierten Vergütungen im Geschäftsjahr 2006 etwa 10 Mio. Euro betragen. Somit resultiert aus der Einführung von SFAS 123R für die bis heute ausgegebenen aktienorientierten Vergütungen im Jahr 2006 ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von etwa 45 Mio. Euro. Der Gesamtaufwand, der im Geschäftsjahr 2006 für aktienorientierte Vergütungen anfällt, hängt noch von dem Umfang der Ausgabe aktienorientierter Vergütungen bis Ende 2006 ab.

Höhepunkte im zweiten Quartal 2005

  • Wichtige Verträge im zweiten Quartal 2005 beinhalten Amgen, Banco Rural, Centex, Clark County und Procter & Gamble in der Region Amerika, Altana, Burberry, Caixa d’Estalvis de Catalunya und Rabobank in der Region EMEA und Aozara Bank, Bank International Indonesia, China Petroleum & Chemical, Fuji Photo Film und United Laboratories in der Region Asien/Pazifik.
  • Mehr als 10.000 Kunden, Partner und Interessenten besuchten die SAPPHIRE-Konferenzen in Europa (Kopenhagen, 26. bis 28. April 2005) und Nordamerika (Boston, 17. bis 19. Mai 2005). Im Rahmen dieser Konferenzen präsentierte die SAP neue Produkte und Entwicklungen. Der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenzen war die Entwicklung von SAP NetWeaver.
  • SAP und Microsoft kündigten auf der internationalen Kundenkonferenz SAPPHIRE ’05 in Kopenhagen erstmals eine gemeinsame Produktentwicklung an. “Mendocino”, so der Codename, wird Prozessfunktionen aus SAP-Lösungen direkt mit Microsoft Office-Programmen verknüpfen. Anwender können damit über ihre vertraute Microsoft Office-Umgebung auf SAP Best Practice-basierte Prozesse und Informationen zugreifen. Damit eröffnen sich vollkommen neue Wege für den Zugriff auf Unternehmensdaten sowie verbesserte Möglichkeiten, Daten zu analysieren und zu nutzen.
  • SAP und Siemens gaben im April eine globale strategische Allianz im Gesundheitswesen bekannt. Gegenstand der Kooperation ist eine integrierte IT-Lösung, welche die Patientenversorgung verbessert, Effizienz und Transparenz erhöht, Wachstum fördert sowie die Gesamtbetriebskosten senkt. Die Siemens Soarian- und die auf SAP NetWeaver basierende SAP-Healthcare-Lösung wird zunächst in USA, Deutschland und Japan angeboten. Mit der neuen Partnerschaft bauen SAP und Siemens ihre seit über zehn Jahren bestehende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen weiter aus.
  • SAP gab im Mai 2005 bekannt, dass die führenden Technologieanbieter Adobe, Cisco, Computer Associates, EMC, Intel, Macromedia, Mercury, Microsoft, Symantec und VERITAS die Enterprise Services Architecture (ESA), das Konzept der SAP für eine an Geschäftsprozessen ausgerichtete service-orientierte Architektur (SOA) unterstützen. Die Partner werden ESA lizenzieren und künftig “Enterprise Services Ready“-Lösungen anbieten, die unter Einsatz von Web Services mehr Flexibilität und Leistung bei geringeren Kosten und Risiken bieten.
  • SAP kündigte im Juni 2005 eine Erweiterung des “Safe Passage”-Programms an, das Kunden der von Oracle übernommenen Softwareanbieter PeopleSoft und JD Edwards die Möglichkeit eröffnet, auf SAP-Softwareanwendungen und Dienstleistungen umzusteigen. Mit dem neuen Angebot addressiert SAP gemeinsam mit ihren mySAP All-in-One-Partnern speziell mittelständische Unternehmen. Samsonite, einer der weltweit größten Hersteller von Koffern und Lederwaren, wird im Rahmen des “Safe Passage”-Programms seine Unternehmenssoftware auf SAP-Lösungen umstellen. Ab Januar 2006 wird das Unternehmen seine JD Edwards-Anwendungen im Bereich Groß- und Einzelhandel durch Branchenlösungen auf Basis der mySAP Business Suite ersetzen.
  • Im Rahmen des weltweiten Gipfels zum Thema RFID kamen bedeutende Vertreter von Unternehmen und Regierungen bei der US-amerikanischen Handelskammer im Juni 2005 in Washington, D.C. zusammen. Die Veranstaltung wurde unterstützt von der SAP, dem US Department of Commerce und der US Chamber of Commerce’s National Chamber Foundation. Nach Veranstaltungen in Berlin und Brüssel war dieses bereits die dritte Konferenz, die von SAP unterstützt wurde.
  • Die SAP hat im Juni die Übernahme der Lighthammer Software Development Corporation mit Sitz in Exton, Pennsylvania, angekündigt. Lighthammer ist ein Softwareanbieter für Daten- und Leistungsanalysen in der Fertigung – Enterprise Manufacturing Intelligence – sowie Lösungen für die Zusammenarbeit – Collaborative Manufacturing. SAP plant, die Collaborative Manufacturing Suite (CMS) von Lighthammer als SAP xApps auf der Plattform SAP NetWeaver bereit zu stellen. Damit sind die mehr als 12.000 SAP-Kunden in der Fertigungsindustrie in der Lage, Geschäfts- und Produktionsprozesse, insbesondere auf dem Gebiet der Echtzeitanalysen über Produktionsleistung und Planungsabweichungen, besser zu verknüpfen und so eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Die Übernahme unterstreicht die Strategie der SAP, ihr Technologieportfolio mit gezielten Akquisitionen zu erweitern.
  • Die Hauptversammlung der SAP, die am 12. Mai 2005 in Mannheim stattfand, hat dem Dividendenvorschlag von 1,10 Euro je Stückaktie zugestimmt. Dietmar Hopp, einer der Mitbegründer der SAP, ehemaliger Vorstandssprecher und früherer Vorsitzender des Aufsichtsrats, legte sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung nieder.

Quelle: SAP AG

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