Product Lifecycle Management

Feature | 8. August 2007 von admin 0

Im Laufe der nächsten drei Jahre wird die SAP-PLM-Lösung kontinuierlich ausgebaut. Unternehmen können so die Einführung neuer Produkte beschleunigen, den Markterfolg gezielt optimieren und mit Partnern, Lieferanten und Kunden effizienter zusammenarbeiten. Die Lösung verknüpft zudem die Entwicklungsprozesse nahtlos mit allen weiteren relevanten Geschäftsprozessen. So können Unternehmen das volle Geschäftspotential ihrer PLM-Anwendung ausschöpfen und dem schnellen Wandel einer globalisierten Wirtschaft nachhaltig begegnen.

Die zukünftigen Versionen von SAP PLM basieren auf SAP ERP und nutzen konsequent die Vorzüge einer serviceorientierten Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA): Die flexible Anwendung kann Web-Services verwenden und hilft damit Unternehmen, mit ihren Lieferanten, Kunden und Partnern auch über heterogene IT-Systeme hinweg eng verzahnt zusammenzuarbeiten und neue Produkte schneller und effizienter zur Marktreife zu bringen.

„Software für den Produktlebenszyklus wurde früher hauptsächlich von Ingenieuren genutzt“, erklärt Marc Halpern, Research Director beim Marktforschungsunternehmen Gartner. „Heute wissen Manager, dass sie PLM-Technologien über alle Produktionsabläufe hinweg einsetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine immer größere Zahl von Herstellern nutzen PLM, um Produkt- und Prozessinnovationen gezielt voranzutreiben und optimal umzusetzen. So sind sie in der Lage, neue Produkte trotz kürzerer Lebens- und Marktzyklen erfolgreich einzuführen und zu vermarkten.“

Neue Anforderungen an PLM

Innovation und Effizienz bei Entwurf, Entwicklung und Auslieferung von Produkten helfen einem Unternehmen, im globalen Wettbewerb zu bestehen. Angesichts der zunehmenden Komplexität einer vernetzten Wirtschaft ist dazu ein offenes, durchgängiges PLM-System notwendig, das End-to-End-Geschäftsprozesse von der Idee über die Entwicklung und Herstellung unterstützt und auch Dienstleistungen rund um das Produkt mit abdeckt, die im Umsatzmix eine zunehmend größere Rolle spielen.

Kunden profitieren von der engen Integration mit allen Anwendungen der SAP Business Suite, die einen nahtlosen Daten- und Prozessfluss zwischen SAP PLM und anderen Unternehmensanwendungen wie SAP ERP, SAP Customer Relationship Management (SAP CRM) und SAP Supply Chain Management (SAP SCM) ermöglicht. Die Anwendung unterstützt PLM-Prozesse aus verschiedenen Branchen – die entwicklungsgetriebene Einzelfertigung ebenso wie Konsumgüter- und Prozessindustrien, die stärker auf Produkt- und Portfolioplanung fokussieren.
„Bei Kongsberg Automotive arbeiten wir mit SAP PLM, um unsere Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Wir sind davon überzeugt, dass uns die neuen Funktionen helfen werden, unsere führende Rolle im Automotive-Markt zu behaupten“, kommentiert Per Högberg, Business System Senior Project Manager des norwegischen Automobilzulieferers Kongsberg Automotive. „Als Fertigungsunternehmen hängt unser Erfolg von innovativen Produkten und Lösungen ab. SAP PLM liefert uns die dafür relevanten Prozesse.“

Die Roadmap für SAP PLM

SAP plant für Ende dieses Jahres erste Erweiterungen der PLM-Kernfunktionen. Diese umfassen neue Prozesse zur Portfolioplanung für eine beschleunigte Produkteinführung. Neue Funktionen für das Ideen- und Portfoliomanagement sowie das Ressourcen- und Projektmanagement verbessern den gesamten Innovationsprozess.
In 2008 wird SAP die PLM-Benutzeroberfläche durch intelligente, rollenbasierte Zugriffsmöglichkeiten auf relevante Informationen weiter vereinfachen. Der Einsatz von SAP PLM wird damit mit weniger Produkttrainings und geringerem manuellem Anpassungsbedarf möglich. Mitarbeiter können SAP PLM nach kurzer Zeit effizient und produktiv einsetzen. Weitere neue Funktionen optimieren die globale Zusammenarbeit und helfen Unternehmen dabei, interne Kompetenznetzwerke mit externen zu verbinden und strategisch aufzustellen.

Für 2009 ist ein PLM-Erweiterungspaket geplant, das Funktionen für die verbesserte Integration sämtlicher Prozesse bei der Produktentwicklung bietet und SAP-Kunden dabei unterstützt, ihr Business nachhaltig weiter zu entwickeln. Ergänzende Funktionen ermöglichen die Verwaltung aller produktbezogenen Informationen in einem integrierten System, wie zum Beispiel Produktideen, -entwürfe und -anforderungen, Variantenkonfigurationen oder Wartungsstrukturen. Dies optimiert die Datenkonsistenz ebenso wie den Prozessfluss, von den Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen über die Fertigung bis hin zu den Vertriebs- und Serviceorganisationen.

Ein zusätzliches Erweiterungspaket, das für 2010 geplant ist, sieht die Integration so genannter „Real-World-Informationen“ – beispielsweise Echtzeit-Informationen aus anderen Geschäftsprozessen – vor. Design, Simulation und Steuerung digitaler Entwicklungs- und Fertigungsprozesse werden durch die Integration mit digitalen Fertigungstools ermöglicht. Produktinformationen können via RFID-Tags, Barcodes und Sensoren auf globaler Ebene mit Daten aus dem Produktentwicklungsprozess verknüpft werden. Dies erhöht die Transparenz und Präzision sowohl in der Fertigung wie auch bei der Einhaltung gesetzlicher Auflagen.

„Wir bei Kimberly-Clark fühlen uns verpflichtet, die Anforderungen unserer Händler und Geschäftskunden ebenso wie die der Verbraucher durch kontinuierliche Produktinnovationen zu erfüllen“, erklärt Sue Dodsworth, Vice President Enterprise Innovation Capabilities and Services des Herstellers von Hygieneartikeln Kimberly-Clark. „Dafür ist der Einsatz der richtigen Business- und Technologie-Systeme unerlässlich, um die Entscheidungsprozesse im Bereich Produktentwicklung zu unterstützen. Wir haben uns für SAP PLM entschieden, weil die Anwendung uns alle notwendigen Funktionen bietet und uns hilft, das Management des gesamten Lebenszyklus unserer Produkte zu verbessern.“

Zusammenarbeit mit Software- und Servicepartnern

Im Rahmen ihrer Strategie der Co-Innovation arbeitet SAP eng mit Partnern zusammen, um branchenweite Kundenanforderungen zu lösen. So entwickelt SAP etwa Integrationsszenarien gemeinsam mit allen großen CAD-Anbietern, um den Nutzen der SAP-Lösungen weiter zu erhöhen. Außerdem kooperiert SAP mit Servicepartnern, die Kunden bei der Implementierung und Integration ihrer Lösungen unterstützen.
„Der große Mehrwert von SAP PLM liegt darin, sämtliche Aspekte des Produktlebenszyklus umfassend steuern zu können – von der Idee über die Entwicklung und Herstellung bis zu den begleitenden Services“, erklärt Harald Stuckert, Senior Vice President und General Manager PLM, SCM and Manufacturing bei SAP. „Mit Hans Thalbauer als neuem Leiter für Solution Management PLM werden wir unsere Roadmap wie geplant umsetzen und unseren Kunden helfen, Wettbewerbsvorteile durch schnellere Innovation zu maximieren.“

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