SAP übernimmt Business Objects an

Feature | 8. Oktober 2007 von admin 0

Durch den Zusammenschluss sollen einzigartige Lösungen für Business User geschaffen werden, die schnelle und genaue Entscheidungen ermöglichen. Nach Maßgabe des Tender Offer Agreements wird der Angebotspreis an die Aktionäre der Business Objects S.A. 42,00 € je Aktie betragen; der Angebotspreis je ADS wird dem US$-Gegenwert des Angebotspreises je Aktie auf der Basis des Wechselkurses zum Zeitpunkt des Vollzugs des Angebots entsprechen. Das Transaktionsvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der Transaktionsnebenkosten auf etwas mehr als 4,8 Mrd. €. Der Verwaltungsrat von Business Objects hat der Vereinbarung zugestimmt und geht davon aus, dass er den Aktionären von Business Objects die Annahme des Angebots empfehlen wird, sobald bestimmte regulatorische Voraussetzungen erfüllt sind.

Gemeinsam werden SAP und Business Objects wertschaffende Lösungen für prozess- und betriebswirtschaftlich orientierte Anwender anbieten. Diese Lösungen werden Unternehmen in die Lage versetzen, Entscheidungen schneller treffen zu können, den Mehrwert für ihre Kunden zu erhöhen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch multidimensionale Business Intelligence in Echtzeit zu erlangen.

SAP und Business Objects sind davon überzeugt, dass die Kunden durch die Kombination neuer, innovativer Lösungen bei unternehmensweiten Business Intelligence-Lösungen sowie in transaktionale Anwendungen eingebetteten Analysewerkzeugen einen deutlichen Mehrwert gewinnen. Auf Basis der leistungsfähigsten Geschäftsprozessplattform wird das gemeinsame Ökosystem von Partnern die beste Enterprise Information Management-Plattform für SAP- und Nicht-SAP-Kunden auf den Markt bringen.

SAP ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Mehr als 41.200 Kunden in mehr als 120 Ländern haben SAP-Anwendungen im Einsatz. Das Portfolio der SAP umfasst Geschäftsanwendungen für große Unternehmen und für kleine und mittelgroße Firmen. Eine der wichtigsten Komponenten in der Wachstumsstrategie der SAP ist es, den Umsatz mit neuen Produkten zu steigern und dabei insbesondere die wachsende Nachfrage im Markt der Business User zu bedienen.

„Die nächste Generation von Anwendungen für die Business User hat für uns eine enorme Bedeutung“, sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. „Sowohl unsere Kunden, Interessenten, Partnern, Mitarbeiter als auch Aktionären deutlich von den Stärken beider Unternehmen in dieser Kombination profitieren. Bei SAP freuen wir uns sehr über die Aussicht, Business Objects als Mitglied der SAP-Gruppe begrüßen zu dürfen.“

“Die Übernahme von Business Objects spiegelt die bereits 2005 ankündigte Strategie der SAP wider, das Marktpotenzial bis 2010 zu verdoppeln“, sagte Kagermann. „Die SAP wird durch die Übernahme ihr Wachstum im Bereich des Business User beschleunigen und zugleich den Weg des erfolgreichen organischen Wachstums weiter beschreiten. Nach der Bereitstellung der ersten Geschäftsprozess-Plattform, der raschen Marktdurchdringung von SAP NetWeaver, unserer Plattform für Enterprise SOA sowie dem erfolgreichen Start unserer ersten, vollständigen On-Demand-Lösung für den Mittelstand, SAP Business ByDesign, bietet sich SAP nun die Möglichkeit, sich auf einen weiteren Wachstumsmarkt der Branche zu konzentrieren, indem wir unser Angebot im Markt für Business User ausbauen und beschleunigen“, sagte Kagermann.

Mit Hauptsitz in Paris gilt Business Objects als Pionier im Bereich der Business Intelligence (BI)-Lösungen. Mit 44.000 Kunden ist Business Objects heute das weltweit führende Unternehmen im Bereich BI-Software mit Lösungen, die die Ermittlung, die Bereitstellung und das Management von Informationen, sowie weitergehende Analysen und Performance Management abdecken.

“Business Objects unterstützt Unternehmen dabei, ihre Arbeitsweise durch den Einsatz intelligenter Informationen weiterzuentwickeln“, sagte Bernard Liautaud, Chairman und Gründer von Business Objects. “Durch die Zusammenführung von Business Objects und SAP können wir die Reichweite der Business Intelligence um ein Vielfaches erweitern– und zwar auf allen Ebenen eines Unternehmens. John Schwarz und ich freuen uns sehr darauf, dass die harte Arbeit unserer Mitarbeiter und Partner sich auszahlt und bald durch das Portfolio, die Expertise und die Marktstellung von SAP massiv unterstützt wird. ”

SAP erwartet für die Geschäftsjahre ab 2009 positive Auswirkungen auf das gemäß US GAAP ermittelte Ergebnis je Aktie

SAP und Business Objects planen, alle zusätzlichen Umsatzmöglichkeiten und Synergieeffekte auszuschöpfen. Weitere Details zu den Produkten, der Marktausrichtung und weiteren Aspekten werden nach Abschluss der Transaktion bekannt gegeben. Keines der beiden Unternehmen plant signifikante Restrukturierungen im Zuge der Transaktion.
Es wird erwartet, dass die Transaktion im ersten Quartal 2008 abgeschlossen werden kann. Unter dieser Prämisse erwartet die SAP für die Geschäftsjahre ab 2009 positive Auswirkungen auf das gemäß US GAAP ermittelte Ergebnis je Aktie. Wegen akquisitionsbedingter Einmaleffekte rechnet die SAP für das Geschäftsjahr 2008 mit einem negativen Einfluss auf das gemäß US GAAP ermittelte Ergebnis je Aktie im mittleren, einstelligen Eurocent-Bereich.

Business Objects bleibt eigenständige Geschäftseinheit − Gemeinsame Geschäftsleitung und Ressourcen

Beide Unternehmen haben angekündigt, dass Business Objects als eigenständige Geschäftseinheit im SAP-Konzern agieren soll. Die Kunden von Business Objects werden weiterhin von den offenen, breit gefächerten und integrierten Business Intelligence-Lösungen profitieren – unabhängig von deren Datenbanken und Anwendungen. Gleichzeitig werden sie von der Ausrichtung der Anwendungen an die Business Analytics profitieren. Business Objects wird dabei sein Business Intelligence-Portfolio deutlich durch die Mitarbeiter, das Wissen und das Netzwerk von SAP erweitern können.

SAP sieht in den Lösungen und der Expertise von Business Objects ein Komplementärangebot zu den bestehenden Angeboten von SAP für Business User – darunter zum Beispiel die Führerschaft im Bereich Governance, Risk and Compliance, die Business Intelligence in der SAP-Plattform sowie die Angebote für Corporate Performance Management, zu denen auch die Lösungen zählen, die durch die jüngsten Übernahmen von Outlooksoft und Pilot Software dem Portfolio hinzugefügt wurden.

Nach Abschluss der Transaktion wird John Schwarz weiterhin CEO der Geschäftseinheit Business Objects bleiben und voraussichtlich Mitglied des Vorstands der SAP AG werden. Doug Merritt, Corporate Officer des Bereichs Business User bei SAP, wird Business Objects beitreten und dabei direkt an John Schwarz berichten. Weiterhin beabsichtigt der Aufsichtsrat nach Abschluss der Transaktion der nächsten Hauptversammlung vorzuschlagen, Bernard Liautaud, den Gründer von Business Objects, in den Aufsichtsrat der SAP AG zu wählen. Bis dahin wird Liautaud Henning Kagermann in Fragen der Strategie und Integration beraten.

Details des Übernahmeangebots, weitere Bekanntmachungen

Die Übernahme soll durch ein öffentliches Angebot nach französischem Recht und ein paralleles öffentliches Angebot nach US-amerikanischem Recht erfolgen, gerichtet auf Erwerb aller Aktien der Business Objects S.A. und aller American Depository Shares, die Aktien von Business Objects S.A. vertreten (“ADS”), sowie aller von Business Objects S.A. ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen (“Wandelschuldverschreibungen”) und aller von Business Objects S.A. ausgegebenen Optionsscheine (“Optionsscheine”). Der Preis pro Wandelschuldverschreibung wird bei 50,65 € liegen. Nach Maßgabe des Tender Offer Agreements wird der Angebotspreis an die Aktionäre der Business Objects S.A. 42,00 € je Aktie betragen; der Angebotspreis je ADS wird dem US$-Gegenwert des Angebotspreises je Aktie auf der Basis des Wechselkurses zum Zeitpunkt des Vollzugs des Angebots entsprechen.

Das Angebot steht zur Annahme bereit, sobald die französische Finanzaufsichtsbehörde Autorité des marchés financiers (AMF) und das französische Finanzministerium ihr Einverständnis abgegeben haben. Das Angebot steht unter folgenden Vorbehalten: Die im Rahmen des Angebotes angedienten Business Objects Wertpapiere repräsentieren unter Berücksichtigung jeglicher Kapitalverwässerung mindestens 50.01 Prozent aller Stimmrechte, und die Zustimmung der zuständigen europäischen und amerikanischen Kartellbehörden ist erfolgt.

Die vollständigen Angebotsunterlagen nach französischem und US-amerikanischem Recht mit weiteren Einzelheiten zum Angebot werden bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde Autorité des Marchés Financiers (AMF) bzw. bei der US-amerikanischen Securities Exchange Commission (SEC) eingereicht.

Goldman Sachs ist als Finanzberater von Business Objects tätig; Deutsche Bank Securities Inc. berät SAP in dieser Transaktion.

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