SAP im Plus bei Umsatzerlösen

Feature | 2. Februar 2009 von admin 0

Bilanzpressekonferenz SAP präsentiert gute Zahlen und einen verhaltenen Ausblick. Auf die Weltwirtschaftskrise reagiert SAP mit der Streichung von Arbeitsplätzen.

SAP_Locations_Walldorf

Erläuterungen zur Bilanz:

Alle veröffentlichten Zahlen sind vorläufig und basieren auf dem aktuellen Stand der Kaufpreisallokation für die Akquisition von Business Objects, die noch nicht abgeschlossen ist.

US-GAAP =
SAP-Betriebsergebnis/Gesamtumsatz.

Non-GAAP=
SAP-Betriebsergebnis/Gesamtumsatz, bereinigt um einmalige Abschreibungen aus der Akquisition von Business Objects und akquisitionsbedingte Aufwendungen.

Währungsbereinigter Umsatz: Das Ergebnis der aktuellen Betriebsperiode wird mit den durchschnittlichen Wechselkursen der Vorjahresperiode umgerechnet.

Auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz nach 27 Jahren SAP zog Vorstandssprecher Henning Kagermann auch für das vergangene Jahr ein positives Resümee, das allerdings die aktuellen Schwierigkeiten nicht verschwieg: „2008 war ein Jahr mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften. Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr begann am Ende des dritten Quartals die schlimmste Finanz- und Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte.“

Die für die Zukunft vorsichtig machende Entwicklung im Jahreslauf 2008: Das Wachstum der Produktumsätze ging von 28 Prozent (erstes Halbjahr) auf 22 Prozent (drittes Quartal) und schließlich auf acht Prozent in Quartal vier zurück – was in der Jahresbetrachtung währungs- und abschreibungsbereinigt einen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber 2007 um 19 Prozent bedeutet.

Das Jahr 2008

Das Betriebsergebnis (US-GAAP) legte im Geschäftsjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent (2,84 Mrd. Euro) zu, der um einmalige Abschreibungen bereinigte Gesamtumsatz (Non-GAAP) um 18 Prozent (3,31 Mrd. Euro). Die operative Marge (US-GAAP) erreichte 24,6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie stieg um 16 Prozent.

Kagermann nannte neben dem Großkundengeschäft weitere Motoren für das Wachstum 2008:

  • Nach Umsatz: SAP Business -All-in-One
  • Nach Innovation: SAP Business ByDesign

„Wir erzielten zweistellige Wachstumsraten bei den software- und softwarebezogenen Serviceerlösen und erhöhten unseren Marktanteil gegenüber anderen Anbietern von Core Enterprise Applications“, so Kagermann. Zum Jahresende 2008 hielt SAP unter allen Anbietern in diesem Bereich fast ein Drittel (32,8 Prozent) Marktanteil.

Das vierte Quartal 2008

Mit einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal stellten die letzten drei Monate 2008 einen deutlichen Einbruch dar. Dennoch war dieser Zeitraum nicht nur von der Wirtschafts- und Finanzkrise bestimmt, sondern markierte mit mehreren Höhepunkten zugleich die fortwährende Innovationskraft des Unternehmens. Kagermann führte hier unter anderem an:

  • Das vierte Erweiterungspaket für SAP ERP (SAP Enhancement Package 4)
  • Den Startschuss für die „Best-Run Now“-Initiative
  • Die Zusatzlösungen von SAP-Partnern für SAP Business ByDesign
  • SAP EcoHub, den Online-Marktplatz für SAP-Partnerlösungen
  • Die integrierte Business-Intelligence-Plattform von SAP BusinessObjects

Ausblick 2009

Für die kommenden Monate erwartet die SAP-Vorstandsebene schwierige Marktbedingungen. Das bereits im Oktober 2008 initiierte Programm zu Kostensenkung wird deshalb weiter fortgeführt – unter anderem wird die Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende „unter konsequenter Ausnutzung natürlicher Fluktuation“ um 3.000 auf 48.500 reduziert.

Aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds wird SAP keine spezifische Prognose für Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services geben. Ausgehend davon, dass die Produkterlöse (Non-GAAP) zwischen dem Vorjahreswert und bis zu ein Prozent unter dem Vorjahreswert liegen werden, erwartet der Konzern für 2009 eine operative Marge (Non-GAAP) zwischen 24,5 Prozent und 25,5 Prozent.

„Es ist nicht das erste Mal, dass wir durch schwierige wirtschaftliche Zeiten gehen und wir sind überzeugt, dass wir gut gerüstet sind, um die Krise zu überstehen“, so Léo Apotheker, Vorstandssprecher der SAP. „Wir werden unseren Kunden weiterhin Produkte liefern, die ihnen dabei helfen, die Krise zu überstehen. Kunden brauchen jetzt mehr unternehmerische Flexibilität und Transparenz als je zuvor.“

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