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SAP steckt auch in ShAkesPeare

Feature | 17. März 2017 von Kesja Cichowski 0

Sein oder Nichtsein? SAP oder nicht SAP? Mit Shakespeare-Aufführungen ermöglicht Shaun Brown Obdachlosen kulturelle Bildung.

Erste Szene: Shakespeare im Park

[Shaun tritt auf; Ort: Schiller Park, Columbus, Ohio]

Ein Mann auf der Bühne. Neugierige Menschen versammeln sich im Park und schon sind die ersten Zeilen aus Shakespeares Hamlet zu hören. SAP-Mitarbeiter Shaun Brown ist Mitglied des Actors’ Theatre of Columbus, einem professionellen Ensemble, dessen Ziel es ist, eine möglichst breite Öffentlichkeit anzusprechen. Mit Shakespeare-Inszenierungen und anderen klassischen Werken möchten die Schauspieler den Menschen Kunst und Literatur näherbringen. Viele der Zuschauer sind Obdachlose – Frauen und Männer mit oder ohne Bildung –, die sonst keine Gelegenheit hätten, ein Shakespeare-Stück anzuschauen. „Wir möchten sie mit Shakespeare in Berührung bringen und gestalten die Aufführung interaktiv, sodass sie sich als Teil des Geschehens fühlen.“ Den 3.000 anwesenden Zuschauern bietet das Ensemble professionelle Unterhaltung. „Es geht darum, die breite Öffentlichkeit durch Shakespeare-Stücke zu Diskussionen anzuregen, beispielsweise zum Thema soziale Ungerechtigkeit. Und natürlich geht es auch darum, Spaß zu haben“, erklärt Shaun.

Der Senior Manager im Bereich HR Operations Cloud Services tritt in seiner Freizeit unentgeltlich als Schauspieler auf. Seit der High School ist Shaun begeisterter Schauspieler und nutzt jede Gelegenheit aufzutreten, sogar in seinem Job bei der SAP. Durch die Schauspielerei ist er selbstbewusster geworden. Bestätigt wird ihm dies durch positive Rückmeldungen von Kunden. Sie profitieren von Shauns Präsentationsgeschick. Seine Bühnenpräsenz kommt ihm zugute, insbesondere bei seinen Demos auf Employee Central, das momentan nur von SuccessFactors genutzt wird. Mit einem Informatik-Studium ist Shaun so etwas wie eine Ausnahmeerscheinung in der Schauspielerei. Doch für ihn ist das nicht überraschend. „Viele Menschen in technischen Berufen sind wirklich kreativ“, betont er und kämpft somit gegen ein Klischee an. „Aus nichts etwas entstehen zu lassen, erfordert Kreativität.“ Shaun ist das beste Beispiel dafür, dass Technologie und Kunst sehr gut miteinander vereinbar sind. „Viel Zeit mit Reden zu verbringen, ist meine Leidenschaft und auch mein Beruf.“ Dank der Flexibilität des mobilen Arbeitens kann Shaun SAP-Telefonate und -Besprechungen in den Pausen zwischen den Proben führen – in der Umkleide hinter der Bühne.

Zweite Szene: Der nächste Martin Scorsese

[Ort: The 48 Hour Film Project, Ohio]

Shauns Begeisterung für darstellende Kunst geht über das Bühnenerlebnis hinaus. Einmal pro Jahr, wenn der internationale Filmwettbewerb The 48 Hour Film Project startet, schlüpft Shaun in die Rolle des Executive Producer. Dieses Jahr nimmt er zum siebten Mal an diesem Wettbewerb teil. Jahr für Jahr nimmt er die Herausforderung an und agiert als Co-Produzent eines Independent-Films, der innerhalb von 48 Stunden fertiggestellt werden muss. Diese außergewöhnliche Erfahrung ist „eine schöne Übung, um zu lernen, wie man unter Zeitdruck arbeitet“, bemerkt er. Einmal spielte er sogar die Hauptrolle in seinem Film.

Dritte Szene: Ein lebender Dummy für das Pflegepersonal

[Ort: Mount Carmel College of Nursing, Ohio]

Andere Szene, andere Rolle, aber derselbe Schauspieler: Shaun liegt auf einem Bett. Um ihn herum stehen mehrere Krankenschwestern. Es geht ihm aber gut. Shaun arbeitet ehrenamtlich bei einer Krankenpflegeschule und hilft angehenden Krankenpflegern mit seinem schauspielerischen Können. Eine der Lehrerinnen fragte ihn, ob er bereit wäre, mit ihr gemeinsam das Programm „The Red Yoder“ zu starten – eine Initiative speziell für Krankenpfleger, die eine Ausbildung zur Pflegedienstleitung absolvieren. „Ich bin glücklich, wenn ich etwas an die Gemeinschaft zurückgeben kann. Also habe ich nicht lange gezögert. Man fühlt sich wie ein Teil ihrer Ausbildung“, sagt er und begründet damit seine Entscheidung. Shauns Aufgabe ist es, Notfallsituationen darzustellen, damit die Krankenpfleger das richtige Verhalten unter realistischen Bedingungen üben können. „Ich habe keine Schauspielausbildung“, erklärt Shaun. Aber sein Talent möchte er auf möglichst vielfältige Weise mit der Gemeinschaft teilen.

[Shaun geht ab]

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