Arbeitsgruppe für Enterprise Support

Feature | 7. November 2008 von admin 0

Neue Arbeitsgruppe für SAP Enterprise Support Foto: SAP AG

Daraufhin rief der Dachverband der SAP-Anwendergruppen zusammen mit SAP eine Arbeitsgruppe für SAP Enterprise Support ins Leben. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es,

  • Kundenreaktionen zu sammeln,
  • den Informationsaustausch zu fördern sowie
  • den Nutzen des Angebotes zu messen.

„Wir sind gemeinsam gefordert, die Differenzen zwischen SAP und den Anwendern auszuräumen und sicherzustellen, dass den höheren Wartungsgebühren ein entsprechender Mehrwert gegenübersteht“, erklärte Matthias Herzog, SUGEN-Vizevorstand und Executive Sponsor der Arbeitsgruppe.

Nutzen und Qualität greifbar machen

Im Rahmen der Arbeitsgruppe entwickelt ein gemeinsames Team von SAP und SUGEN wichtige Leistungsparameter (Value Key Performance Indicators / KPIs) für den SAP Enterprise Support. Diese werden regelmäßig mit den Kundenerwartungen abgeglichen. Gleichzeitig wird auch die Einführung des SAP Enterprise Support entsprechend angepasst, um diese Qualitätsziele zu erreichen.


Um die Zusammenarbeit zu festigen und die nächsten Schritte vorzubereiten, diskutierten SUGEN-Vertreter auch mit Léo Apotheker, Vorstandssprecher der SAP. „SUGEN und die dort vertretenen Anwendergruppen sind für SAP ein wichtiges Sprachrohr ihrer Mitglieder und helfen uns, unsere neuen Initiativen zu überprüfen“, so Apotheker. „Basierend auf dem offenen Feedback, werden wir SUGEN und unsere Kunden dabei unterstützen, den Mehrwert von SAP Enterprise Support zu erschließen. Wir halten an unserem neuen Support-Angebot fest und freuen uns auf den Dialog.“

Bewusstsein schärfen

Gemeinsam arbeiten SAP, SUGEN und Anwendergruppen kontinuierlich an Materialien und Aktionen, die den Wert des SAP Enterprise Support messen und fördern. Erst kürzlich initiierte SAP gemeinsame Kunden-Workshops mit einer Anzahl von Anwendergruppen, um das Bewusstsein für den Bezug und den Nutzen des SAP Enterprise Support zu schärfen.

Auch eine Reihe neu entwickelter Informationsveranstaltungen soll das Angebot besser an die Kunden kommunizieren. Mit Kundenbefragungen werden SAP und SUGEN zudem regelmäßig überprüfen, wie gut die SAP-Anwender das Support-Angebot kennen und wie zufrieden sie damit sind.

Das SUGEN-Führungstrio Mike Stoko (Vorstand), Matthias Herzog und Per Högberg (stellvertretende Vorstände) sieht diese Aktivitäten im Einklang mit der Satzung der Arbeitsgruppe. „Wir gehen davon aus, dass unser kontinuierlicher Dialog mit SAP zu positiven Ergebnissen für alle SAP-Kunden führt, die den SAP Enterprise Support weltweit nutzen“, sagte Stoko.

Neue Wartungsstrategie, mehr Dienstleistungen

Neben der engeren Zusammenarbeit mit den Anwendergruppen setzt SAP zudem auf eine neue Wartungsstrategie und erweiterte Dienstleistungen für den SAP Enterprise Support. Die zentralen Punkte sind:

  • Verlängertes Supportangebot bis einschließlich 2017: Damit bietet SAP den längsten Wartungshorizont in der Branche. Die verlängerte Wartungsstrategie gilt für die neueste Version von SAP ERP sowie zukünftige Kernanwendungen der SAP Business Suite.
  • Unterstützung für kundeneigene Entwicklungen (Custom Code): Für kundeneigene Anpassungen bietet SAP kurzfristige Fehlerquellenanalysen bei Meldungen der Dringlichkeitsstufen „sehr hoch“ und „hoch“. SAP bietet auf Basis der entsprechenden Dokumentation pro Lösung und Jahr zwei Analysen, um Konflikte zwischen geplanten Modifikationen und SAP-Erweiterungspaketen zu vermeiden.
  • Steigerung der Testeffizienz: Vorkonfigurierte Testbeispiele im SAP Solution Manager unterstützen Kunden beim Testen von SAP- und Fremdsystemen.
  • SAP Enterprise Support Report: Jährlicher Bericht mit Empfehlungen für eine bessere Nutzung und höhere Wertschöpfung des SAP Enterprise Support.
  • Anleitungen für Konfiguration und Betrieb von zukünftigen Produkten und Lösungen.
  • Für den Mittelstand erarbeitet SAP im engen Austausch mit Anwendergruppen und Partnerfirmen derzeit eine Roadmap für den Wechsel von SAP R/3 auf die Architektur von SAP ERP 6.0., für das Konzept der Erweiterungspakete und für den SAP Enterprise Support.

Begrüßt werden die SAP-Aktivitäten auch von der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG). Diese hatte die gegenwärtige Unzufriedenheit der SAP-Anwender mit dem neuen Support-Modell immer wieder zur Sprache gebracht. „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Anforderungen und die Kritik der Anwender bei SAP angekommen sind“, sagte DSAG-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Karl Liebstückel. Trotz des bisher Erreichtem hält die DSAG an ihrer Forderung nach einem optionalen Modell fest.

SAP User Group Exceutive Network (SUGEN)

SUGEN ist eine Vereinigung von zwölf Anwendergruppen. Das Netzwerk wurde im Jahr 2007 gegründet, um den offenen, ehrlichen Dialog zwischen seinen Mitgliedern und der SAP zu erleichtern. Die gemeinsame Zusammenarbeit befähigt SUGEN-Mitglieder dazu,

  • zentrale Aufgaben strategisch zu beeinflussen und gemeinsam mit SAP zu lösen,
  • effektive und effiziente Kommunikationswege zwischen Anwendergruppen und SAP zu schaffen und
  • Best Practices für beiderseitigen Nutzen zu teilen.

Aktuelle SUGEN-Mitglieder sind ASUG (Nordamerika), ASUG Brasilien, ASUG Mexiko, AUSAPE (Spanien), DSAG (Deutschland, Österreich, Schweiz), JSUG (Japan), SAPSA (Schweden), SAUG (Australien), SAP UK & Ireland User Group, SUG-MENA (Europa/Naher Osten/Afrika), USF (Frankreich) und VNSG (Niederlande).

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