SAP und SWIFT vereinfachen Banktransaktionen für Firmenkunden

Feature | 9. Oktober 2006 von admin 0

SWIFTNet, eine IP-basierte Messaging-Plattform, verbindet fast 8.000 Finanzinstitute aus mehr als 206 Ländern und Gebieten. Unternehmen weltweit können so die Kommunikation mit ihren Banken vereinfachen und die damit verbundenen Kosten reduzieren. Die Ankündigung erfolgte anlässlich der Sibos-Konferenz für Finanzdienstleistungen, die vom 9. bis 13. Oktober in Sydney, Australien stattfindet.
Die Kosten für Bankenkommunikation belasten die IT-Budgets von Unternehmen ernorm: Unternehmen pflegen im Schnitt zehn oder mehr Bankbeziehungen, und die Kosten für eine proprietäre Bankschnittstellen belaufen sich durchschnittlich auf 25.000 Euro pro Jahr und Anbindung. Darüber hinaus existiert zwischen Unternehmen und Banken oft keine nahtlose Integration in Form einer Überleitung der Transaktionsdaten in die Finanzbuchhaltung – das so genannte Straight-Through-Processing – sodass Kontoauszüge für jede Bank gesondert importiert werden müssen. Dies führt zu einem Produktivitätsverlust, erhöhtem Aufwand für die Behandlung von Abweichungen und fehlender Transparenz der Zahlungsströme. Außerdem müssen Unternehmen zunehmend mehr behördliche Auflagen einhalten und mit regulatorische Änderungen vor allem in der europäischen Bankenlandschaft zurechtkommen.
SAP Integration Package for SWIFT unterstützt Unternehmen dabei, diesen Herausforderungen zu begegnen. Die vorkonfigurierte Software hilft Unternehmen, die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken, einen besseren Überblick über den Cashflow zu erhalten und die Betriebsmittel effizienter einzusetzen. Ab Januar 2007 laufen Pilotprojekte mit ersten Kunden, die ERP-Standardsoftware von SAP einsetzen.

Multiple Bankenkommunikation über einen Kanal

Mit SAP Integration Package for SWIFT können Unternehmen über eine einzige Verbindung mit mehreren Banken interagieren und über diesen Kommunikationskanal alle Zahlungs- und Abrechnungsdaten als SWIFT-Nachricht in Echtzeit über das SWIFTNet austauschen. Die Software liefert ein vorkonfiguriertes Nachrichten- und Prozess-Mapping zwischen den Anwendungsschnittstellen und der Geschäftslogik von SAP Financial Supply Chain Management, mySAP ERP Financials und der SWIFT-Infrastruktur.
„Mit SAP Integration Package for SWIFT wird es für unsere Geschäftskunden einfacher und kostengünstiger, Informationen über Zahlungen, Geldmittel und Finanzdispositionen mit ihren Banken auszutauschen“, erläutert Johan Kerstens, Marketingleiter und Vorstandsmitglied bei SWIFT. „Banken und Unternehmen profitieren von der Sicherheit und Zuverlässigkeit von SWIFT. Sie nutzen die SWIFT-Standards, um Prozesse zu vereinfachen und mit den ERP-Systemen von SAP zu integrieren. Ein Gewinn für alle Parteien.“
SAP Integration Package for SWIFT wurde entwickelt als Reaktion auf den steigenden Bedarf nach einer standardisierten Software für die Integration zwischen Unternehmen und Banken sowie zur Einbindung von Partnern und Kunden in die Finanzmanagementprozesse einer Organisation. Diese offene, auf Standards basierende Kommunikationslösung hilft Finanzabteilungen, technische Barrieren in der Zusammenarbeit mit ihren Banken zu überwinden. Auf der Basis der SAP-NetWeaver-Plattform liefert die Software eine umfassende und kostengünstige Lösung für das Design, den Betrieb und die Überwachung sämtlicher Payment-to-Reconciliation-Prozesse, von der Zahlung bis zum Ausgleich der Bücher. SAP Integration Package for SWIFT bietet unter anderem folgende Funktionen:

  • Unterstützung von FIN- und FileAct-Nachrichtenservices, sodass Unternehmen MT- und MX-basierte Nachrichten senden und empfangen können
  • Unterstützung der neuen ISO20022-Zahlungsstandards, die kompatibel sind mit der bevorstehenden Single Euro Payments Area (SEPA), die ab 1. Januar 2008 in Kraft tritt
  • Message-Mapping für positive und negative Bestätigungen sowie Zustellungsbenachrichtigungen

Im Zusammenspiel mit weiteren SAP-Anwendungen wie SAP Bank Relationship Management oder SAP In-House Cash kann die Softwarelösung Zahlungen in allen Phasen überwachen sowie den Aufbau einer „Payment Factory“ unterstützen.

Niedrigere Kosten und mehr Effizienz

„Die enge Integration von betriebswirtschaftlicher Software mit SWIFTNet bietet eine Reihe von Vorteilen“, erklärt Thomas Balgheim, Senior Vice President Financial Services, SAP AG. „Mit einer einzigen Verbindung an SWIFTNet vereinfacht SAP Integration Package for SWIFT die Zahlungsinfrastruktur von Unternehmen erheblich. Dies führt zu Kostenersparnissen beim Support und der Wartung, sowie zur Senkung der Gesamtbetriebskosten. Verbessertes Straight-Through-Processing gewährt eine höhere Transparenz der Zahlungsprozesse und unterstützt Kunden bei der Einhaltung von behördlichen Auflagen.“

Quelle: SAP AG

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