SAP University Alliances treffen sich in Walldorf

Feature | 17. Oktober 2008 von admin 0

Hochschulprofessoren bei SAP / Hasso Plattner zu University Alliances Video von SAP TV

Am 11. und 12. September fand am SAP-Hauptsitz in Walldorf und St. Leon-Rot das Treffen der SAP University Alliances statt. Neben circa 300 Hochschulprofessoren und -dozenten aus aller Welt waren auch die südafrikanische Bildungsministerin Naledi Pandor und der baden-württembergische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg vor Ort und informierten sich über die neuesten Themen aus Forschung und Lehre.

In der Eröffnungsrede betonte SAP-Mitbegründer und Aufsichtsratsmitglied Prof. Hasso Plattner, wie wichtig gute Bildungseinrichtungen für eine erfolgreiche Zukunft sind. „Wenn wir das Niveau halten wollen, dessen wir uns heute erfreuen, müssen wir das Tempo von Innovationen erhöhen.“ Die größte Herausforderung hier sieht er im Schaffen der richtigen Voraussetzungen: „Wenn wir weiterhin ein ernstzunehmendes Mitglied der Weltwirtschaft sein wollen, ist Bildung die Vorbedingung.“

Bildung als Investition

Während der zwei Veranstaltungstage erörterten die Teilnehmer, wie sich Bildung als Investition in die Zukunft konkret darstellen und verbessern lässt. Südafrikas Bildungsministerin Naledi Pandor ist Schirmherrin des SAP-University-Alliances-Programms in Afrika. Sie wies besonders auf das Problem der unzureichenden technischen Anbindung vieler afrikanischer Universitäten hin. Es herrsche zudem großer Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften, um mit dem Wirtschaftswachstum Schritt halten zu können. Bei der Lösung dieses Problems spielten die Universitäten eine tragende Rolle und mit ihnen die SAP University Alliances. „Das Programm öffnet ein Fenster für Wachstum und Entwicklung in Afrika.“

Auch in anderen Ländern suchen Unternehmen verzweifelt nach IT-Nachwuchs. Mit dem University-Alliances-Programm versuchen Hochschulen weltweit, in Zusammenarbeit mit SAP den wachsenden Bedarf an praxisnah ausgebildeten Absolventen zu bedienen. Diese müssen nicht mehr nur über reine IT-Kenntnisse verfügen, sondern auch über ein profundes Verständnis betrieblicher Abläufe; Business und IT gehören zusammen.

Neue Herausforderungen für Hochschulen

SAP University Alliances
Mit diesem Programm fördert SAP eine praxisnahe Ausbildung, indem sie Dozenten, Lehrbeauftragen und Studenten weltweit Zugang zu den neuesten SAP-Technologien ermöglicht. SAP University Alliances richtet sich an Hochschulen und berufliche Schulen, die SAP-Software aktiv in die Lehre prozessorientierter Betriebswirtschaft und Informatik integrieren wollen. SAP arbeitet im Rahmen des Programms mit über 700 Bildungsinstitutionen in Forschung und Lehre zusammen. Mehr als 150.000 Studenten rund um den Globus profitieren von der Initiative.

In dieser Verknüpfung liegt die Herausforderung einer praxisbezogenen Studiengestaltung. Das Treffen gab den Hochschulen denn auch die Möglichkeit, Erfahrungen über unterschiedliche Curricula auszutauschen. Dr. Lisa Seymour von der Universität Kapstadt scheint zum Beispiel genau den Nerv der Wirtschaft getroffen zu haben – „Hinterher schreiben mir viele Ehemalige, wie sehr sie im Berufsleben von meinen Lehrveranstaltungen profitiert haben.“ Seymours Kurse waren Bestandteil des beruflichen Erfolgs. Kollegen aus aller Welt gibt sie nun ihre Erfahrungen weiter.

Doch die Verknüpfung von Prozessverständnis und IT-Wissen ist keine leichte Aufgabe, weder für die Hochschulen, noch für die Studenten. Professor Dr. Helmut Krcmar, Leiter des SAP University Competence Center an der Technischen Universität München, wies darauf hin, dass die Vorstellungen und Erwartungen der Studenten häufig sehr vom tatsächlichen Studienaufbau abweichen. Wichtig ist demnach gute Information vorab und eine sorgfältige Auswahl der Studenten, um Frustrationen und hohe Abbrecherquoten von vornherein zu vermeiden. Nur so könne es Hochschulen gelingen, die steigende Nachfrage des Arbeitsmarktes zu bedienen.

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