SAP unterstützt Europäische Kommission bei der Modernisierung des Rechnungswesens

Feature | 25. April 2005 von admin 0

Funktionen der Branchenlösung SAP for Public Sector unterstützen die Organisation jetzt bei der Buchführung, gewährleisten einen besseren Überblick über Finanzetats und garantieren die Einhaltung internationaler Vorgaben für die Rechnungslegung. Das neue Buchführungssystem enthält Funktionen zur periodengerechten Abgrenzung von Finanzströmen und zur Mittelüberwachung aus der Branchenlösung SAP for Public Sector.

Mit der Anpassung an moderne Bilanzierungsrichtlinien übernimmt die Europäische Kommission eine Vorreiterrolle unter den Regierungsinstitutionen der EU-Mitgliedsstaaten. Das Projekt verhilft der Kommission zu einem besseren Einblick in ihre Finanzdaten sowie einer besseren Kontrolle über Budgets. Darüber hinaus wird der Vergleich von Bilanzdaten vereinfacht und eine effizientere Nutzung des Buchführungssystems ermöglicht. Durch die höhere Transparenz bei der Abwicklung von Budgetverwaltungsprozessen stärkt die Europäische Kommission das Vertrauen der Steuerzahler in ein solides Finanzmanagement ihrer Institution.

„Mit diesem Projekt präsentiert sich die Europäische Kommission als ein Trendsetter unter den Verwaltungsbehörden in aller Welt“, kommentiert Brian Gray, Chief Accountant und stellvertretender Leiter der Generaldirektion Haushalt bei der Europäischen Kommission. „Es ist uns gelungen, ein duales System zu implementieren, mit dem sich die Hauptbuchhaltung nach dem Prinzip der Periodenabgrenzung abwickeln lässt und Budgets auf Grundlage von Einnahmen- und Ausgabenrechnungen gesteuert werden. Dies garantiert uns die Einhaltung der IPSAS-Standards. Darüber hinaus wird das neue System unsere Anwender intuitiv durch die unterschiedlichen Phasen der Kontierung und Zahlung führen.“

Bessere Einhaltung aktueller Rechnungslegungsvorgaben

Der Jahreshaushalt der Europäischen Kommission beläuft sich auf etwa 100 Milliarden Euro. Mit Entscheidung vom 24. Juli 2002 hat sich die Europäische Kommission verpflichtet, den Haushalt gemäß internationalen Standards nach dem Prinzip der Periodenabgrenzung zu verwalten. Die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) etablieren Richtlinien für das Rechnungswesen von Behörden sowie öffentlichen Institutionen und zielen darauf ab, das Finanzmanagement öffentlicher Haushalte zu verbessern und mehr Transparenz in der Mittelverwendung zu schaffen.
Die Europäische Kommission hat sich für SAP for Public Sector entschieden, um die Hauptbuchhaltung, die Budgetverwaltung und die analytische Buchführung zu integrieren – Aufgabenbereiche, die bei der Modernisierung aller öffentlichen Einrichtungen eine Rolle spielen. Das neue System ist über ein Java-Frontend an alle 36 Generaldirektionen der Kommission angebunden. Diese können ohne größere Veränderungen der bisherigen Arbeitsabläufe nun auch Rechnungen verschlüsseln, Haushaltsmittel verwalten und Zahlungen autorisieren. Die Lösung behebt auch bisherige Probleme in der Einnahmen- und Ausgaben-orientierten Budgetverwaltung mehrjähriger Projekte, in denen nur Belege und Ausgaben verbucht werden. Beispielsweise wird die Etatkontrolle von Fischereiabkommen sowie von Struktur- und Forschungsfonds wesentlich vereinfacht.

„Regierungsorganisationen und öffentliche Verwaltungen jeder Art müssen sich genauso den Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Effizienz stellen wie Privatunternehmen“, erklärt Tom Shirk, President SAP Public Services. „Die erfolgreiche Umstellung des Rechnungswesens der Europäischen Kommission mit SAP erlaubt die Einhaltung neuer gesetzlicher Auflagen wie IPSAS. Gleichzeitig werden Prozesse vereinfacht, die Produktivität erhöht und die Betriebskosten gesenkt. Bei der Implementierung des neuen Systems konnten wir auf das umfassende Public Sector-Know-how von IBM Business Consulting Services zählen.“

Quelle: SAP AG

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