SAP wächst im 1. Halbjahr um 17% auf 2,34 Mrd. EUR

Pressemitteilung | 20. Juli 1999 von SAP News 0

Walldorf/FrankfurtDie SAP AG hat im 1. Halbjahr 1999 ihren Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17% auf 2,34 (2,00) Mrd. EUR gesteigert. Der Gewinn nach Steuern gab geringfügig um 4% auf 240 (250) Mio. EUR nach. Der Gewinn vor Ertragsteuern ging leicht um 5% auf 420 (441) Mio. EUR zurück. Im 2. Quartal wuchs der Umsatz um 13% auf 1,26 (1,11) Mrd. EUR. Der Gewinn nach Steuern verringerte sich um 7% auf 142 (152) Mio. EUR, und der Gewinn vor Ertragsteuern ermäßigte sich um 7% auf 248 (268) Mio. EUR.

"Angesichts der grundlegenden Veränderungen im Markt für Geschäftssoftware
durch das Internet bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", sagt Hasso Plattner,
Vorstandssprecher der SAP AG, "insbesondere, weil sich die SAP auf diese
schnellen Veränderungen bestens vorbereitet hat."

Höchstes Wachstum in Europa
Das höchste Wachstum im 1. Halbjahr verzeichnete die Region Europa,
Naher Osten und Afrika (EMEA) mit einem Plus von 25% auf 1.153 (920) Mio. EUR.
In der Region Amerika stiegen die Erlöse um 11% auf 969 (872) Mio. EUR; zu
gleichen Wechselkursen vom 1. Halbjahr 1998 wären sie um 16% gestiegen. Im
asiatisch-pazifischen Raum (APA) erhöhte sich der Umsatz um 5% auf 214 (204)
Mio. EUR. Insgesamt wäre das Wachstum von 17% zu konstanten Wechselkursen um 2
Prozentpunkte höher ausgefallen.

"Vor allem in Europa verlief das Geschäft erfreulich", kommentiert
Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. "Dank unserer forcierten
Ausrichtung auf Lösungsprojekte beim Kunden und unserer umfassenden
Kostenkontrolle sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr
erreichen zu können", so Kagermann weiter.
Der Hauptanteil der Umsatzerlöse entfiel im 1. Halbjahr 1999 erneut auf den
Produktumsatz, der um 4% auf 1,35 (1,30) Mrd. EUR anzog. Der Software-Umsatz
verringerte sich um 3% auf 1,08 Mrd. EUR. Dabei verteilt sich der
Software-Umsatz auf Erlöse aus dem Verkauf neuer Software-Lizenzen und dem
Vertrieb neuer Software-Releases. Die servicebezogenen Wartungserlöse legten um
42% auf 272 Mio. EUR zu. Deutlich stärker stieg der Beratungsumsatz, und zwar
um 57% auf 741 (471) Mio. EUR. Die Schulungserlöse legten um 9% auf 216 (199)
Mio. EUR zu. Der Anteil des Produktumsatzes an den Gesamterlösen ging auf 58%
nach 65% im 1. Halbjahr 1998 zurück.

"Mit mySAP.com Marktführerschaft ausbauen"
"Mit der konsequenten Fokussierung auf das Internet durch
mySAP.com haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, unsere Marktführerschaft
dauerhaft auszubauen", betont Hasso Plattner. "Schon heute profitieren
unsere Kunden von den technologisch und betriebswirtschaftlich überlegenen Lösungspaketen
der SAP, die die Grundlage unseres künftigen Wachstums sind", sagt
Plattner weiter.

Höhepunkte 2. Quartal
Zu den Höhepunkten im 2. Quartal 1999 zählen:

  • Mittlerweile wurden weltweit schon rund 700 ausgelieferte Systeme des Business
    Information Warehouse
    (SAP BW), das seit Ende März in der
    zweiten Version 1.2 verfügbar ist. Mehr als 10% dieser Kunden sind bereits
    mit BW produktiv. Zu den Kunden, die diese Software für die Analyse von
    Geschäftsabläufen einsetzen, zählen Eastman Kodak, Pirelli Informatica
    und Mitsubishi.

  • Das SAP Knowledge Warehouse, die SAP-Software zur Wissensvermittlung und
    -verwaltung, ist bereits rund 350 mal ausgeliefert worden. Voraussichtlich
    Mitte September wird das Knowledge Warehouse in der neuen Version 4 verfügbar
    sein. Zu den Kunden zählen derzeit Compaq, John
    Deere und Pfleiderer.

  • Seit Ende März ist die neue Internet-Software SAP
    Business-to-Business-Procurement (SAP B2B Procurement)
    allgemein verfügbar.
    Zu den neuen Kunden, die sich für SAP-Software für den Einkauf über das
    Internet entschieden haben, zählen u.a. Lockheed Martin und Anheuser-Busch.

  • Die seit Ende 1998 verfügbare Software für die Steuerung und Optimierung
    von logistischen Prozeßketten ist mittlerweile weltweit mehr als 190 mal
    ausgeliefert worden. Zu den ersten Kunden, die SAP Advanced Planner and
    Optimizer (SAP APO)
    produktiv einsetzen, zählen Eastman Chemical und
    Wacker Siltronic. Die nächste, erweiterte Version 2.0 von SAP APO wird
    bereits im Oktober an den Markt kommen.

  • Mit der Verfügbarkeit des SAP Internet Pricing and Configurator
    als Schlüsselkomponente für die Kundenbindung im elektronischen Handel
    stimmt SAP ihre Softwarelösung zur Betreuung des kompletten Customer
    Relationship Managements (SAP CRM)
    auf die Gesamtstrategie mySAP.com ab.
    Erste Geschäftsszenarien aus SAP CRM werden derzeit weltweit bei ersten
    Kunden eingeführt, darunter Viega und Zeneca.

Wichtige Kennzahlen auf einen Blick (in Mio. EUR)
SAP Konzern

 

 

1. Halbjahr 1999

 

1. Halbjahr 1998

Veränd. abs.

Veränd. in %

Umsatz

2.336

1.996

+ 340

+ 17

Ergebnis vor Steuern

420

441

– 21

– 5

Ergebnis nach Steuern

240

250

– 10

– 4

Mitarbeiter

(30. Juni)

20.880

16.976

+ 3.904

+ 23

– davon in Deutschland

8.275

6.805

+ 1.470

+ 22

 

Gewinn- und Verlustrechnung 2. Quartal 1999 SAP Konzern (in Mio. EUR)

 

 

 

 

2. Q. 1999

2. Q. 1998

Veränd.

Produkterlöse

736

726

1%

Beratungserlöse

398

262

52%

Schulungserlöse

106

107

-1%

Serviceerlöse

504

369

37%

Sonstige Erlöse

20

19

5%

Umsatzerlöse

1.260

1.114

13%

Kosten Produkt

-107

-79

35%

Kosten Service

-417

-305

37%

Forschungs- und Entwicklungskosten

-170

-152

12%

Vertriebs- und Marketingkosten

-278

-265

5%

Allgemeine Verwaltungskosten

-59

-53

11%

Sonstige betrieblichen Auf-
wendungen und Erträge

-6

-4

50%

Summe Kosten

-1.037

-858

21%

Ergebnis aus der gewöhnlichen Betriebstätigkeit

223

256

-13%

Sonstige Aufwendungen und Erträge

-7

7

-200%

Finanzergebnis

32

5

540%

Ergebnis vor Ertragsteuern

248

268

-7%

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-105

-116

-9%

Auf Anteile im Fremdbesitz entfallender Gewinn/ Verlust

-1

0

n.a.

Konzernergebnis

142

152

-7%

DSO (in Tagen)

108

102

 

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Halbjahr 1999 SAP Konzern (in Mio. EUR)

 

 

 

1. Hj. 1999

1. Hj. 1998

Veränd.

Produkterlöse

1.351

1.301

4%

Beratungserlöse

741

471

57%

Schulungserlöse

216

199

9%

Serviceerlöse

957

670

43%

Sonstige Erlöse

28

25

12%

Umsatzerlöse

2.336

1.996

17%

Kosten Produkt

-203

-156

30%

Kosten Service

-806

-568

42%

Forschungs- und Entwicklungskosten

-308

-260

18%

Vertriebs- und Marketingkosten

-503

-469

7%

Allgemeine Verwaltungskosten

-101

-101

0%

Sonstige betrieblichen Auf-
wendungen und Erträge

-18

-16

13%

Summe Kosten

-1.939

-1.570

24%

Ergebnis der gewöhnlichen Betriebstätigkeit

397

426

-7%

Sonstige Aufwendungen und Erträge

-13

7

-286%

Finanzergebnis

36

8

350%

Ergebnis vor Ertragsteuern

420

441

-5%

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-179

-191

-6%

Auf Anteile im Fremdbesitz entfallender Gewinn/ Verlust

-1

0

n.a.

Konzernergebnis

240

250

-4%

DSO (in Tagen)

108

102

 

Bilanz 1. Halbjahr 1999

SAP Konzern (in Mio. EUR)

AKTIVA

 

 

 

30.06.1999

31.12.1998

 

 

Immaterielle Vermögensgegenstände

97

75

Sachanlagen

728

645

Finanzanlagen

263

184

 

 

ANLAGEVERMÖGEN

1.088

904

 

 

Vorräte/Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände

1.813

1.676

Wertpapiere/Liquide Mittel

654

670

 

 

UMLAUFVERMÖGEN

2.467

2.346

 

 

LATENTE STEUERN

225

114

 

 

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

71

21

 

 

BILANZSUMME

3.851

3.385

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PASSIVA

 

 

 

30.06.1999

31.12.1998

 

 

EIGENKAPITAL

1.968

1.818

 

 

ANTEILE FREMDER GESELLSCHAFTER

9

7

 

 

RÜCKSTELLUNGEN

657

653

 

 

VERBINDLICHKEITEN

678

600

 

 

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

539

307

 

 

BILANZSUMME

3.851

3.385

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