Auf die Plattform kommt es an

Feature | 6. November 2007 von admin 0

Autor: Perry Manross

„Wir sind das erste Unternehmen überhaupt, das die Enterprise SOA konzipiert hat und diese auch ausliefert“, sagte Kagermann am 18. Oktober auf der SAP TechEd ’07 in München. Der SAP-Vorstandssprecher ging in seiner Keynote besonders auf zwei aktuelle Entwicklungen in der Wirtschaft ein.

Zunächst erläuterte Kagermann, was unter „Business Network Transformation“ zu verstehen ist: die volle Ausschöpfung eines Netzwerks aus Mitarbeitern, Lieferanten, Kunden, Partnern und Verteilern, um Produktivitätssteigerungen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Zwar handele es sich hierbei keineswegs um einen neuen Trend, wie Kagermann betonte, doch stehe nun die Technologie zur Verfügung, die Business Network Transformation erst möglich macht. So bietet Enterprise SOA auf der Basis von SAP NetWeaver ein umfassendes Enterprise Services Repository, die modellbasierte Entwicklungsumgebung SAP NetWeaver Composition Environment und eine Integrationsplattform.

Neue Funktionen nach Wahl

Als zweiten wichtigen Aspekt nannte Kagermann das rasante Tempo, in dem sich Veränderungen vollziehen: „Alle zwei Minuten wird im US-Patentamt ein Antrag für eine neue Anwendung eingereicht, und im E-Commerce wird alle sechs Minuten mit Beträgen in Höhe von einer Million US-Dollar gehandelt.“ Laut Kagermann besteht die Herausforderung für SAP darin, Veränderungen in den einzelnen Unternehmen und Branchen unterschiedlich schnell durchzuführen: „Jedes Unternehmen tickt anders. SAP muss Innovationen ohne Unterbrechung des Geschäftsbetriebs bieten – und das für Unternehmen, die sich in unterschiedlichem Tempo weiterentwickeln.“ SAP begegnet dieser Herausforderung mit Enhancement Packages und dem so genannten Switch Framework, aus denen die Kunden die neuen Funktionen auswählen. Dieses Konzept setzt sich durch: Laut Kagermann stieg die Zahl der produktiven SAP-NetWeaver-Installationen in gut einem Jahr von 5.800 auf 24.900.

Kreativität entfalten

Anschließend erläuterte Klaus Kreplin, Corporate Officer und Leiter der Product & Technology Unit SAP NetWeaver, genauer die Voraussetzungen, die Informationstechnologie erfüllen muss, um Business Network Transformation zu ermöglichen. Laut Kreplin können Innovationen ohne Unterbrechung des Geschäftsbetriebs nur dann eingeführt werden, wenn die Prozesskomposition flexibel ist. Um eine zentrale konsolidierte Plattform zu erhalten, muss diese standardisiert und offen sein. Und vorhandene IT-Investitionen lassen sich nur dann nutzen, wenn Unternehmen in der Lage sind, Anwendungsbausteine wieder zu verwenden.

Kreplin unterstrich die besondere Rolle, die SAP NetWeaver im Zusammenwirken mit den Prozesskomponenten der Anwendungen bei der Bildung der leistungsstarken Geschäftsprozessplattform spielt. Er erläuterte, auf welche Weise SAP NetWeaver Composition Environment die Entwickler in die Lage versetzt, neue, innovative Prozesse zu schaffen, ohne die stabilen Kernanwendungen in ihrer Funktionsweise zu beeinträchtigen. Kreplin schloss seine Ausführungen auf der TechEd mit einem Appell: „Jetzt können die Entwickler die ihnen heute zur Verfügung stehenden Werkzeuge nutzen, ihre ganze Kreativität entfalten und so ein immenses Potenzial umsetzen.“

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