Drei Dinge braucht ein erfolgreiches Unternehmen

Feature | 16. Mai 2012 von Perry Manross 0

(Foto: SAP)

„Wenn Sie zwischen 18 und 24 Jahre alt sind, dann haben Sie eher ein Mobiltelefon als einen Job“, so McDermott während seiner Eröffnungsrede in Orlando. Vor rund 22.000 Besuchern und Tausenden von Online-Teilnehmern ging er darauf ein, wie neue Technologien Unternehmen dabei helfen können, ihre Geschäftsabläufe zu optimieren und das Leben von Menschen zu verbessern – trotz einer immer noch schwierigen Weltwirtschaft.

Diese Vision umzusetzen ist das Ziel der SAP. „Wir können etwas für die Gesellschaft tun und ihr ein höheres Maß an Wohlbefinden und Wohlstand ermöglichen“, erklärte Bill.

Den Kunden im Publikum machte er deutlich: „Sie gehen die größeren Probleme in der Welt an, wenn Sie moderne Technik dazu nutzen, die Kosten für das Gesundheitswesen zu senken, das Bildungswesen neu zu gestalten, Arbeitsmärkte und Produktion neu zu beleben, Sozialprogramme zu überarbeiten, so dass sie wieder funktionieren… Und diese Veränderung beginnt bereits hier und heute – auf der SAPPHIRE NOW.“

Über 22.000 Besuchern sind vor Ort auf SAPPHIRE NOW 2012 (Foto: SAP)

Schnelligkeit, Einfachheit, Personalisierung

Im Gespräch mit Moderatorin Mika Brezezinski vom Fernsehsender MSNBC erzählte McDermott, wie die SAP im Sinne ihrer Vision eine neue Strategie entwickelt hat, um ihre führende Position bei Anwendungen und Analytik zu stärken und gleichzeitig neue Märkte in Kategorien wie mobile Lösungen, Cloud-Lösungen sowie Datenbanken und Technologie zu erobern.

Heute, zwei Jahre nach Bekanntgabe dieser Pläne, seien SAP-Kunden dank der Umsetzung der Strategie mittels neuer Technologien in der Lage, ihre Klienten in dreierlei Hinsicht besser zu bedienen:

Schnelligkeit: McDermott – „Es muss sofort geschehen – in Nanosekunden.“
Einfachheit: McDermott – „Die Anwendung muss schön und einfach zu bedienen sein – ansonsten geht gar nichts.“
Personalisierung: McDermott – „Der Kunde möchte so bedient werden, als wäre er der einzige Konsument auf der Welt.“

„Die Ziele der SAP sind die Ziele unserer Kunden“, fügte er hinzu. „Und dabei dreht sich alles um das Geschäftsergebnis.“ So wichtig die Technik auch sei, sie lenke oft von den eigentlichen Ergebniszielen ab oder sie schmälere den Ertrag sogar – was noch schlimmer sei. Im Durchschnitt bestehe die IT-Landschaft eines Kunden zu 85 Prozent aus Hardware und zu 15 Prozent aus Software. Ein besseres Verhältnis wäre 50:50.

„Bei der Technik ist es wie mit dem Cholesterin: Es gibt gutes und es gibt schlechtes“, erklärte McDermott. „Rechenzentren, gerammelt voll mit kaum genutzter oder gar völlig nutzloser Hardware, ergeben keinen Sinn. Was Unternehmen tun müssen, ist Software einzusetzen, mit der sie ihre Kundenbeziehungen verbessern, ihre Umsätze steigern und ihre Aktionäre zufriedenstellen. Das nenne ich Effizienz!“

McDermott wies auch darauf hin, dass Unternehmen weltweit eine Bilanzsumme von 7,75 Billionen US-Dollar aufwiesen, davon allein drei Billionen in den USA. Und innovative Unternehmen stellten zusätzliche Mitarbeiter ein.

„Reden Sie nicht wie ein Verlierer. Wenn es da draußen schwierig ist, müssen Sie Innovationen hervorbringen, mit Ihren Kunden reden und sich mit dieser [mobilen, sozialen] Revolution, die da draußen tobt, auseinandersetzen. Sie müssen Ihr Geld zusammenhalten, damit Sie den Wert Ihres Unternehmens für Aktionäre steigern – auf neuen Märkten, mit neuen Produkten. Und Sie müssen neue Probleme lösen. So können auch Sie dazu beitragen, das Leben von Menschen zu verbessern.“

(Foto: SAP)

v.l.n.r. Ray Griffith, CEO von Ace Hardware, Scott DiValerio, Präsident von Redbox und CFO Coinstar, Angela Ahrendts, CEO von Burberry, Bill McDermott, Co-CEO von SAP, und Moderatorin Mika Brezezinski (Foto: SAP)

Der Erfolg des Kunden ist der Erfolg der SAP

Im zweiten Teil seiner Keynote holte McDermott drei Kundenvertreter auf die Bühne und sprach mit ihnen darüber, wie sie ihre Wachstums- und Innovationsstrategie umgesetzt haben. Ray Griffith, CEO von Ace Hardware; Angela Ahrendts, CEO von Burberry und Scott DiValerio, President von Redbox und Corporate CFO Coinstar erklärten dem Publikum, wie sie mit einer SAP-Implementierung ihren Kunden ein großes Stück näher gekommen sind. Darüber hinaus erläuterten die Spitzenmanager, wie sie Kosten senken konnten und auf welche Art und Weise sie diese Einsparungen in Innovationen und neue wertsteigernde Aktivitäten investiert haben.

So hat das britische Luxus-Modehaus Burberry vor sechs Jahren SAP eingeführt. Das Unternehmen wünschte sich eine einheitliche IT-Landschaft, die es ihm ermöglichen sollte, schnell weltweit zu wachsen. Inzwischen basiert 90 Prozent des Geschäfts auf diesem einen Unternehmenssystem. „Hätten wir das System nicht eingeführt, wären wir nicht in der Lage gewesen, so viele digitale Frontend-Innovationen zu nutzen“, erklärte Ahrendts.

Burberry überträgt seine Modenschauen live mit 200 Medienpartnern. Das System dient auch als virtuelle Handelsplattform. Der Nutzer kann 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche aus einer riesigen Palette an Artikeln wählen – und dies in acht verschiedenen Sprachen. „Ohne eine Plattform, die all dies unterstützt, hätten wir das Unternehmen nicht so weit nach vorne gebracht“, fügte Ahrendts hinzu.

Sie verwies auf ein Projekt, das Burberry und SAP in enger Zusammenarbeit durchführen. Dabei geht es um die Pläne von Burberry, in naher Zukunft auch In-Memory-Technologie und mobile Lösungen einzusetzen. Die Vorstandssprecherin hatte viel Gutes über SAP HANA zu berichten. McDermott nahm den Ball auf und nannte das Produkt „die atemberaubendste Big-Data-Erfindung in der Geschichte der IT.“

Ray Griffith beschrieb, wie sein Unternehmen Altsysteme durch SAP-Software ersetzte, um flexibler zu werden und bessere Steuerungsmöglichkeiten zu erhalten. „SAP hat diese Erwartungen erfüllt“, betonte er. Er sei schon überrascht gewesen, wie schnell sein Unternehmen Daten und Know-how aus diesem System habe nutzen können, um Kunden und Communitys noch effizienter zu kontaktieren. „Die Datenanalysen helfen uns, unsere Kunden besser zu verstehen und der jüngeren Generation entgegen zu kommen. All‘ dies über Kanäle, die wir nie zuvor genutzt haben“, erläuterte er.

Redbox, der US-amerikanische Vertreiber von DVD-Leihgeräten, führte SAP im Jahr 2011 ein. Laut Vorstandssprecher Scott DiValerio bestand das oberste Ziel des Unternehmens darin, die zahlreichen Altsysteme durch eine einheitliche Plattform zu ersetzen, um in den nächsten zwei Jahren auf neue Geschäftschancen gut vorbereitet zu sein. DiValerio plant die Einführung eines SAP-CRM-Systems, damit Redbox das Verhalten seiner Kunden besser einschätzen und seine Verleihautomaten entsprechend ausstatten kann.

Für die Zukunft von Redbox spiele SAP HANA eine wichtige Rolle, so DiValerio. Monat für Monat würden über eine Milliarde Menschen an einem Redbox-Verleihautomaten vorbeigehen. Zu Spitzenzeiten würden mehr als 40 DVDs pro Sekunde ausgeliehen. Durch den Einsatz von SAP CRM und SAP HANA werde Redbox künftig in der Lage sein, das Kundenverhalten detailliert zu analysieren. Dann könne Redbox sein Inventar entsprechend anpassen.

„In den vergangenen 40 Jahren hat die SAP die Geschäftsabwicklung revolutioniert und zu einem Umdenken geführt“, erklärte McDermott. „Nun haben wir die einmalige Chance, gemeinsam daran zu arbeiten, die Abläufe in der ganzen Welt zu verbessern. Wir wollen das Leben von Menschen verbessern und ihre Arbeit leichter machen – in den nächsten 40 Jahren und auch darüber hinaus.“

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