SAPPHIRE NOW: Von Football, Dark Data und SAP HANA

15. Mai 2013 von Michael Zipf 0

Sapphire

Es dürften Momente wie diese gewesen sein, die SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott zum Sportler und Fan gemacht haben: Er sei einst mit seinem Vater im New Yorker Shea-Stadion beim Football gewesen, und dieser Tag bleibe ihm immer in Erinnerung, erzählte Bill zur Eröffnung der 25. SAPPHIRE NOW in Orlando. Und um allen Sport-Fans solche „unvergesslichen Erlebnisse“ zu ermöglichen, habe SAP beschlossen, „Sport und Unterhaltung“ zur 25. Branchenlösung zu erheben und zusammen mit Partnern wie der National Basketball Association (NBA) oder dem Football-Club San Francisco 49ers Lösungen für die Branche und ihre Fans zu entwickeln.

Klar, dass die rund 20.000 Besucher vor Ort – 80.000 Interessenten hatten sich angemeldet, die Show online zu verfolgen – gestern viel über erfolgversprechende Strategien hörten.  Dabei wurde deutlich, wie der einzelne Konsument, der Autofahrer, der Patient oder eben der Basketball- und Football-Fan ganz direkt von neuen SAP-Lösungen profitieren kann.

Millennials als treibende Innovationskraft

McDermott ging aber zunächst auf die sogenannten Millennials ein, also die Gruppe der Menschen, die um die Jahrtausendwende zu den Teenagern gehörte, die mit Smartphones aufwachsen und Technologie so nutzen, „dass sie ihnen ermöglicht, der zu sein, der sie sein wollen“. Diese Generation sei die treibende Kraft hinter Innovationen wie intelligenter Kleidung oder den „Connected Cars“, die in der Lage sind, ohne Umwege freie Parkplätze anzufahren und die Reservierung fürs nächste Restaurant loszuschicken. Die SAP mache diese Innovationen erst möglich, sagte McDermott. SAP HANA etwa ermögliche es, „Dark Data“, also Daten, die im Dunkeln liegen, zu entschlüsseln und in Sekundenschnelle nutzbar zu machen.

Weiter zur nächsten Seite: SAP als B2B2C-Unternehmen

Und wenn der Cheftechnologe einer Bank jeden Tag etwa zehn Millionen Hacker-Versuche unschädlich machen müsse, sei er auf verlässliche und sichere Software angewiesen. „Hinter jedem Geschäftsprozess steht ein Mensch“, sagte McDermott und machte noch einmal deutlich, dass die SAP nun ein „B2B2C-Unternehmen“ sei, das auch die Kunden der Kunden zu ihren Fans machen wolle.

Der US-Football-Experte und CBS-Sportmoderator James Brown leitete die Gesprächsrunde mit Kevin Plank, Vorstandsschef des Sportartikelherstellers Under Armour; Jed York, Vorstandsvorsitzender der San Francisco 49ers, und Adam Silver, dem zukünftigen Chef der NBA.  Silver und York erläuterten, warum ein Partner wie SAP für sie so wichtig ist. Software ermögliche es erst, das Erlebnis der Fans in den Sporthallen und Stadien so zu reproduzieren, dass auch Millionen andere, die das Spiel an den Bildschirmen oder über soziale Medien verfolgen, ihren Spaß haben könnten. 49ers-Boss York will zudem in seinem neuen, super-modernen Stadion dafür sorgen, dass die Fans nicht nur vom Platz aus ein Getränk bestellen, sondern dort auch mit ihrem Smartphone Spielanalysen in Echtzeit abrufen können.

Ariba sorgt für mehr Produktivität

„Wir benötigen mehr Echtzeit-Daten“, fand auch Kevin Plank, der mit Hilfe der SAP seine Vision von intelligenter Kleidung bei Under Armour realisieren möchte. Die, so versprach er, werde einen auf Knopfdruck wärmen oder kühlen und mit einer Handbewegung die Farbe wechseln.

Mit einem Hinweis auf die unschlagbare Kombination aus Design Thinking und Innovation beendete Bill seine Präsentation und leitete über zu Ariba-Chef Bob Calderoni. Der nutzte die Gelegenheit, der SAPPHIRE-NOW-Gemeinde sein Unternehmen vorzustellen. Noch immer würden in der Wirtschaft etwa 80 Prozent der Interaktionen „offline“ passieren, also per Telefonat, Fax oder gar auf Papier. Das Ariba-Network könne helfen, diese 650-Milliarden-Dollar-teure „Unternehmensseuche“ zu bekämpfen, indem es einem Unternehmen standardisierte Prozesse mit allen Handelspartnern biete. Das habe inzwischen auch SAP erkannt, so Bob mit einem Augenzwinkern. Denn seit kurzem heiße es „SAP runs Ariba.“

Dass Ariba erfolgreich beim Disney-Konzern eingesetzt wird, machte der SVP for Strategic Sourcing, Steve Miller, deutlich. Für ihn sind SAP und Ariba „das perfekte Paar“.

Zahlen und Fakten zur SAPPHIRE NOW 2013

  • Die Ausstellungsfläche ist so groß wie 20 Fußballfelder
  • Es wurden 22 Kilometer Teppich verlegt
  • An den Wänden hängen etwa 1100 Quadratmeter Projektionsfläche
  • In den Hallen wurden mehr als 8 Kilometer Glasfaserkabel verlegt

Aktuelle Informationen von der SAPPHIRE NOW live aus Orlando erhalten Sie über Twitter: Folgen Sie @SAPPHIRENOW, #SAPPHIRENOW.

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