Technologie hilft gegen Krise

Feature | 13. Mai 2009 von Frank Völkel 0

Abendveranstaltung in Orlando: Begrüßung von Léo Apotheker durch die Redaktion SAP.info (Foto: Markus Elsen)

8.000 registrierte Online-Teilnehmer

Um bei der SAPPHIRE 2009 zumindest virtuell dabei zu sein, nutzen aktuell rund 8.000 Menschen die Online-Möglichkeiten, indem sie sich auf der Plattform der Hausmesse registriert haben. Selbst teilnehmen – hier geht es zur kostenlosen Registrierung.

Zum Auftakt der SAPPHIRE blickte Apotheker auf die wirtschaftliche Lage und neue Produkte. Dabei stellte er gleich von Anfang an klar, dass die anhaltende Wirtschaftkrise nach wie vor das bestimmende Thema in Unternehmen sei.

In seinen weiteren Ausführungen gab er dem Publikum jedoch bekannt, das SAP der Konjunkturflaute auch positive Seiten abgewinnen kann. Schließlich müssten angesichts der anhaltenden weltweiten Rezession die Unternehmen einen Weg finden, um sich im schwierigen Umfeld zu behaupten.

Dabei könnten Software-Anwendungen helfen, ein Unternehmen gerade in der Krisenzeit fit für die Zukunft zu machen – wovon wiederum auch die SAP profitiere, indem sie bestehende oder neue Kunden ausstatte.

Apotheker hofft auf eine schnellere Erholung der Märkte in Asien, vor allem von China sollten positive Signale ausgehen – während sich seiner Meinung nach die Lage in Europa und in den USA erwartungsgemäß nicht so schnell entspannen werde.

Weiterhin betonte der SAP-Vorstandssprecher, dass die Regierungen rund um den Globus für eine Stimulierung des Marktes sorgten und diese Tatsache vor allem den Unternehmen helfe, die Wirtschaft in den einzelnen Ländern am Laufen zu halten.

Ein gefragter Interviewpartner zur SAPPHIRE 2009: Léo Apotheker bei CNBC

Insgesamt würden die SAP-Kunden ihre Investitionen aber zurückfahren und das Interesse an Software sei gesunken, sagte Apotheker. In diesem Zusammenhang ist auch festzustellen, dass die Anzahl der Besucher auf der SAPPHIRE von zirka 16.000 im vergangenen Jahr auf aktuell geschätzte 10.000 zurückgegangen ist. Auch hier zeigt sich, dass einige Kunden oder Partner die Kosten für Veranstaltungen dieses Formats erst einmal auf Eis gelegt haben.

Bestimmende Faktoren zur Abbildung von Geschäftsprozessoren in Software. (Alle Fotos: Frank Völkel)

Hier appellierte Apotheker, alle Kraft in das Vertrauen zu Mitarbeitern, Kunden, Interessensvertretern und Regierungen zu setzen und letztendlich Geschäftsprozesse effizienter, flexibel und transparent zu machen. Dafür stelle SAP mit der SAP Business Suite 7 ein mächtiges Produkt zur Verfügung.

SAP BusinessObjects Explorer. Handling vergleichbar mit iTunes

Die Datenanalyse-Software SAP BusinessObjects Explorer soll sich so intuitiv wie iTunes bedienen lassen – so das Fazit von SAP-Vorstandssprecher Léo Apotheker.

Zu den echten Produktneuheiten auf der SAPPHIRE zählt die Datenanalyse-Software SAP BusinessObjects Explorer. Sie soll sich so einfach wie Apples iTunes bedienen lassen und richtet sich demzufolge an Personen ohne besondere Vorkenntnisse.

Das Ziel besteht darin, schnell und unkompliziert Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zu erhalten – wahlweise auch mit angepasster grafischer Darstellung.

Die Lösung soll vor allem IT-Abteilungen entlasten, die bisher Anfragen von Anwendern abarbeiten mussten. Mit SAP BusinessObjects Explorer soll das per Selbstbedienung möglich sein.

Wie auf der SAPPHIRE weiterhin zu hören war, plant SAP, den SAP BusinessObjects Explorer als kombinierte Hard- und Softwarelösung über Partner anzubieten. Hierzu kämen Unternehmen wie beispielsweise Dell, Fujitsu, IBM oder HP in Betracht.

Angabe von CO2-Ausstoß und Energiebilanz

Einen völlig neuen Aspekt verfolgt SAP mit dem Kauf des Unternehmens Clear Standards, der auf der SAPPHIRE bekannt gegeben wurde. Diese Firma hat sich auf die Ermittlung von Umweltkennziffern spezialisiert, welche zukünftig in die Datensätzen der SAP-Software integriert werden sollen.

So könnten beispielsweise Daten wie der Kohlendioxid-Ausstoß, der Wasser- oder Energieverbrauch zusätzlich zu einem Produkt aufgerufen werden. Bei der Präsentation gab es verschiedene Produkte innerhalb einer Kategorie zu sehen, die in Abhängigkeit von den gewählten Kriterien eine unterschiedliche Ökobilanz aufwiesen.

Besonderheiten der neuen SAP Business Suite

Struktur der SAP Business Suite.

Bei den Keynotes wurden die Besonderheiten der neuen SAP Business Suite 7 erwähnt. Sie zeigen sich vor allem in der einheitlichen Benutzeroberfläche innerhalb aller SAP-Anwendungen, so der Tenor.

In der Praxis soll das bedeuten, dass integrierte Analyse-Tools wesentliche Informationen über Nachfrage, Produktion, Warenwirtschaft, Vertriebs- und Lieferantenaktivitäten ausgeben können.

ASUG Impact Award 2009: Die Gewinner

Auszeichnung der besten SAP-Anwender mit dem ASUG Impact Award 2009: U.S. Navy (zweite Person von links), Newport Corporation (Mitte) und Hewlett-Packard (zweite Person von rechts).

Dieser Preis zeichnet diejenigen Firmen aus, die ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe der ASUG-Community verbessert haben. In der Kategorie Konzerne (large enterprise) belegte Hewlett-Packard den ersten Platz.

Bei den mittelständischen Unternehmen (small to medium enterprise) wurde die Firma Newport Corporation prämiert. Unter den staatlichen Einrichtungen bzw. Behörden (public sector) wurde die US-Marine (U.S. Navy) ausgezeichnet.

Das Gros der Teilnehmer auf der SAPPHIRE konzentriert sich auf das C-Level.

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