Schritt für Schritt zur Enterprise Services Architecture

Feature | 25. Juli 2005 von admin 0

Standards

Standards

“Real-time Business” heißt das Gebot der Stunde. Geschäftsprozesse sollen sich in Echtzeit gestalten, abbilden und kontrollieren lassen damit Unternehmen auf die Anforderungen des Marktes, der Kunden oder der Geschäftspartner möglichst ohne Zeitverzug reagieren können. Doch hierfür sind eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen.
So sollten die Prozesse, die sich in der Regel über mehrere Software-Anwendungen erstrecken, nicht nur im Unternehmen integriert werden, sondern bei Bedarf auch bei Lieferanten und Kunden. Technische und industriespezifische Standards sind gerade im Datenaustausch mit anderen Geschäftspartnern unerlässlich. Ein Content-Management ist nötig, damit sich unstrukturierte und strukturierte Daten aus den Applikationen zu einem verwertbaren Bild aufbereiten lassen. Mitarbeiter sollen auf ihre Bedürfnisse und Rollen angepasste Informationen zur rechten Zeit am richtigen Platz im Zugriff haben.

Ausrichtung auf das Unternehmen

Ausrichtung auf das Unternehmen

Sich wiederholende Abläufe müssen als allgemein verfügbare Shared Services definiert werden und damit für neu aufzusetzende Prozesse abrufbar sein. Das Orchestrieren und die Wartung eines abzubildenden Prozesses benötigt ein Software Lifecycle Management. Nur weil Anwendungen geändert oder neu aufgesetzt werden, darf es keine Betriebsunterbrechungen mehr geben.

Kunden erkunden ESA

Textbox ESA Roadmap

Textbox ESA Roadmap

Um all diese Anforderungen umzusetzen, entwickeln Anbieter von Anwendungen und Infrastruktur auf Basis service-orientierter Architekturen (SOA). Diese erlauben es, Web-Services als technologische Programmbausteine zu verwenden und mit ihnen Prozesse zu implementieren. IT-Anbieter verfolgen seit längerer Zeit den Ansatz service-orientierter Architekturen. Doch wie lassen sie sich in den Unternehmen verwirklichen?
Darauf hat SAP mit SAP NetWeaver die Antwort gefunden. Eine service-orientierte Architektur ist zum Teil schon heute mit applikationsübergreifenden Lösungen über SAP xApps möglich, die auf SAP NetWeaver basieren. Im Jahr 2003 hat SAP sein auf SOA ausgerichtetes, umfassendes Konzept einer Enterprise Services Architecture (ESA) vorgestellt. Die Prozesse werden in wiederverwendbaren Enterprise Services abgebildet, die beispielsweise innerhalb von mySAP ERP bereit gestellt werden. Damit lassen sich Prozessschritte konfigurieren und – in Ergänzung der Web-Services – die Gestaltung unternehmensübergreifender Prozesse auch betriebswirtschaftlich unterstützen. Durch Enterprise Services werden geschäftsbezogene Abläufe zusammenhängend definiert und über verschiedene IT-Systeme ausgeführt. Enterprise Services lösen beispielsweise starre Lieferketten auf und verwandeln sie in flexibel erweiterbare Kooperations-Netzwerke. ESA wird entwickelt, um Strategien der Spezialisierung und Konsolidierung in der IT um die notwendige Flexibilität zu erweitern.

Der Weg zum Real-time Business

Flexibilität durch Enterprise Services

Flexibilität durch Enterprise Services

SAP hat das “Enterprise Services Architecture Adoption Program” (ESA Adoption Program) entwickelt, dass es jedem Kunden ermöglicht, seine eigene IT-Strategie für ein Real-time Business Schritt für Schritt aufzusetzen. In einer Evaluierungs-Phase wird dabei zunächst in gemeinsamen Workshops zwischen SAP und Kunden heraus gefunden, wie ESA die spezifischen Geschäftsprozesse des Kunden unterstützen kann. Dann wird eine auf das jeweilige Unternehmen ausgerichtete ESA-Roadmap definiert. Auf Basis der bestehenden Architektur eines Kunden zeigt die ESA-Roadmap konkrete Maßnahmen zur phasenweisen Einführung einer service-orientierten Architektur über die kommenden Jahre auf. In einer anschließenden Implementierungsphase werden diese Maßnahmen umgesetzt. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, dass die service-orientierte Architektur eingeführt wird, ohne Betriebsunterbrechungen hervorzurufen. Werkzeuge stehen zur Verfügung, die die durch Implementierung der Enterprise Services Architecture ausgelösten Ergebnisse unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten messen und in Bezug zum Return on Investement (ROI) setzen. Einen weiter gehenden Einblick in das ESA Adoption Program erhalten Kunden und Partner der SAP im SAP Developer Network (SDN).

Enterprise Services schon heute erfahren

Damit sich Partner und Kunden einen Eindruck von den Enterprise Services machen und sich an der weiteren Entwicklung beteiligen können, hat SAP jüngst das “ESA Preview System” vorgestellt. Es enthält derzeit 500 vordefinierte Enterprise Services für wichtige Geschäftsprozesse etwa aus den Bereichen ‚Financial and Management Reporting’ oder ‚Sales Analytics’. Zu ihnen zählen beispielsweise die Enterprise Services ‚Alert Management’ mit Warnfunktionen oder ‚General Ledger Processing’, um Bilanzen und Steuern zu ermitteln. Ein anderes Beispiel sind Liefer- oder Beschaffungsprozesse wie ‘procure-to-pay’ oder ‘order-to-cash’. Im ESA Preview System wird gezeigt, wie Enterprise Services solche Prozessschritte behandeln und dabei den gesamten Workflow für alle beteiligten Anwender automatisiert unterstützen. Das reicht von der Erkennung eines Problems bis zu dessen Lösung. Ein Enterprise Service hat etwa die Aufgabe, eine fehlgeleitete Lieferung zurück zu holen und ordnungsgemäß abzuwickeln.
Mit dem ESA Adoption Program und dem ESA Preview System bietet SAP umfassende Beratung und maßgeschneiderte Lösungen zur Einführung der Enterprise Services Architecture bei seinen Kunden – ganz gleich, welche Unternehmensgröße diese besitzen. Mit SAP NetWeaver wiederum lässt sich schon heute die Grundlage für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, Unternehmenserfolg und Real-time Business legen.

Lutz Jäger

Lutz Jäger

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