SAP HANA implementieren

22. Dezember 2011 von Christiane Stagge 0

Ob als Accelerator, Datenbank, oder Basis für Applikationen – für SAP HANA gibt es vielfältige Einsatzszenarien. SAP HANA ist eine Appliance bestehend aus Software und Hardware. SAP arbeitet mit Server-Herstellern wie HP, IBM, Fujitsu, Cisco und Dell zusammen.

Mit Hilfe der In-Memory-Technologie kann SAP HANA einen hohen Datensatz auswerten. Dabei werden Daten beziehungsweise Datenbanken im Arbeitsspeicher vorgehalten, wo sie bei Bedarf sofort abgerufen werden. Voraussetzungen sind eine Multicore-Architektur (8 x 8-CPU), Multi-Blade-Server, Datenflussgeschwindigkeiten von 100 GB/s sowie spaltenbasierte Datenspeicherung.

SAP HANA ist als vorinstallierte Hardware-Appliance erhältlich. Ausgeliefert wird die Anwendung von SAP und speziellen Partnern. Diese sind für Administration und Monitoring, Update, Patching, Backup und Recovery zuständig.

Wie lässt sich SAP HANA in die IT-Landschaft implementieren?

Das System besteht aus der SAP HANA-Datenbank, dem Replication Server, Database Clients, SAP HANA Appliance, SAP HANA Studio, SAP NetWeaver sowie der Software, auf die auf der In-Memory-Technologie basiert, beispielsweise SAP ERP und/oder BusinessObjects BI 4.0.

Das aktuelle Release SAP HANA 1.0 SPS 02  besteht aus:

  • SAP HANA Datenbank
  • Datenbank Clients
  • SAP HANA Studio (P2  Repository)
  • Sybase Replication Server
  • SAP HANA Load Controller
  • SAP Host Agent
  • LM Structure files
  • SAPCAR
  • OS Konfiguration

Und das SL Toolset 1.0 SPS 02 für Admins umfasst:

  • Software Update Manager for SAP HANA
  • SAP JVM
  • Update Manager for SAP HANA

Admins befassen sich vorrangig mit SAP HANA Studio, Datenbank Clients, Data Service Designer, Information Designer und MS Excel 2010, während für End-User MS Excel 2010, SAP HANA Datenbank Clients und die BI-Clienst eine Rolle spielen.

Die Daten können mit drei verschiedenen Technologien repliziert werden:

  • Trigger-Based Replication
  • ETL-Based Replication
  • Log-Based Replication

Für das Laden von Daten gelten folgende Optionen:

  • Load Controller & Sybase Replication  Server (Log-based Replication)
  • SAP LT replication (Trigger-based Replication)
  • Data Services 4.0 (ETL-based replication)

Datenbanken

Zu den gängigen Datenbanken, auf denen SAP-Software basiert, gehören MSFT SQL Server Enterprise Edition, Oracle Enterprise Edition, Sybase ASE, IBM DB 2 LUW/UDB, IBM DB/2 zSerie, IBM DB 2 iSerie (Früher AS/400), IBM Informix und SAP MaxDB.

Log File Replication ist bereits auf IBM DB 2 LUW/UDB möglich. Auf MSFT SQL Server Enterprise Edition, Oracle Enterprise Edition sowie Sybase ASE ist Log File Replication geplant. Nicht möglich ist es bei IBM DB/2 zSerie, IBM DB 2iSerie, IBM Informix und SAP MaxDB.

Für seine Rechenzentren garantiert SAP höchste Sicherheit und Verfügbarkeit. Weder Erdbeben noch Stromausfälle sollen eine Gefahr für Daten und Software darstellen. Alle SAP HANA-Systeme sind redundant. Innerhalb der HANA-Landschaft gibt es immer ein System, das auf Standby läuft.

 

Hardware für HANA

Zur Zeit unterstützen folgende Server die HANA-Appliance:

  • Dell R910, 256 GB RAM
  • Fujitsu RX 600 S5, 128 GB RAM, 256 GB RAM, 512 GB RAM
  • Fujitsu RX 900 S1, 512 GB RAM, 1 TB RAM
  • HP  DL 580 G7, 128 GB RAM, 256 GB RAM, 512 GB RAM
  • HP DL 980 G7, 512 GB RAM, 1 TB
  • IBM x3690 X5, 128 GB RAM, 256 GB RAM
  • IBM x3850 X5, 512 GB RAM, 1 TB RAM
  • Cisco UCS C460 M2, 512 GB RAM
  • IBM x3690 X5, 128 GB RAM, 256 GB RAM, 256 GB RAM
  • IBM x3950 X5, 256 GB RAM; 512 GB RAM, 1 TB RAM

Szenarien für SAP HANA

SAP HANA 1.0 unterstützt SAP ERP und den Business Warehouse Accelerator (BWA). Im nächsten Schritt soll SAP HANA für SAP ERP als Basis für den BW dienen. Danach sind weitere Applikationen für HANA geplant. In ferner Zukunft soll Software wie SAP ERP vollkommen auf HANA basieren.

Will man BI 4.0 auf SAP HANA 1.0 SPS02 laufen lassen, sind gesonderte Lizenzen für BI 4.0 sowie für die Hardware erforderlich. SAP HANA 1.0 wird von den Hardware-Herstellern installiert. Der SAP HANA JDBC-Treiber muss auf dem BI 4.0-System manuell kopiert und aktualisiert werden.

BI 4.0 wird noch auf separater Hardware installiert. Bereits heute können die BI 4.0-Clients viele HANA-Instanzen für das Reporting erreichen. Release 4.1 soll bereits HANA-Datenbanken unterstützen. Künftig wird es BI-Appliances für HANA geben.

 

 SAP HANA in verschiedenen Größen

Die Größenmodelle von SAP HANA sind mit denen von T-Shirts vergleichbar: Sie reichen von S bis L. Hier die wichtigsten Fakten:

 

XS

  • 2 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 128 GB Arbeitssepicher
  • 160 GB PCIe-Flash
  • 1 TB SAS/SSD für Daten
  • Datendekomprimierung  von 256 GB zu 500 GB
  • Datenreplikation 5 GB/h

 

S

  • 2 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 256 GB Arbeitsspeicher
  • 320 GB PCIe-Flash
  • 1 TB SAS/SSD
  • Datendekomprimierung von 500 GB zu 1,25 TB
  • Datenreplikation 5 GB/h

 

S+

  • 2 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 256 GB Arbeitsspeicher
  • 320 GB PCIe-Flash
  • 1 TB SAS/SSD
  • Datendekomprimierung von 500 GB zu 2,5 TB
  • Datenreplikation 5 GB/h

M

  • 4 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 512 GB Arbeitsspeicher
  • 640 GB PCIe-Flash
  • 2 TB SAS /SSD
  • Datendekomprimierung von 1,25 TB zu 2,5 TB
  • Datenreplikation von 5 GB/h bis 20 GB/h

 

M+

  • 4 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 512 GB Arbeitsspeicher
  • 640 GB PCIe-Flash
  • 2 TB SAS/SSD
  • Datendekomprimierung von 1,25 TB zu 5 TB
  • Datenreplikation von  5 GB/h bis 20 GB/h

 

L

  • 8 x 8 Core Intel Nehalem EX
  • 1 TB Arbeitsspeicher
  • 1,2 Tb PCIe-Flash /SSD
  • 4 TB SAS/SSD
  • Datendekomprimierung von 2,5 TB zu 5 TB
  • Datenreplikation von 5 GB/h bis 20 GB/h

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