Services nach Bedarf

Feature | 8. März 2004 von admin 0

FlexFrame besteht aus einem Satz standardisierter Hard- und Softwarekomponenten, der auf Basis der aktuellen SAP-NetWeaver-Technologie entwickelt wurde. Erstmals wird damit die Vision der SAP einer „Adaptive Computing Infrastructure“ umgesetzt, die sicherstellt, dass die SAP-Services bei Bedarf zur Verfügung stehen. Dazu werden die SAP-Komponenten von Servern, Betriebssystem, Speicherlösungen und Kontrollinstanzen entkoppelt, was die Auslastung und Flexibilität der IT-Infrastruktur steigert. Durch die Zentralisierung und gemeinsame Nutzung von Komponenten reduziert sich der Bedarf an IT-Ausrüstung beträchtlich.

Zentrales Betriebssystem

Stichwort Betriebssystem: Während in herkömmlichen Konfigurationen jeder Server mit einem eigenen Betriebssystem arbeitet, nutzt FlexFrame für die Server, auf denen die SAP-Anwendungen laufen, ein gemeinsames zentrales Betriebssystem. Werden kurzfristig weitere Server benötigt, können sie ohne teure Ausfallzeiten für die Neukonfiguration automatisch zugeschaltet werden. Durch diese Möglichkeit der Selbstkonfiguration wird das Administrationsteam entlastet, was die Betriebskosten im Netz reduziert.

Server beliebig nutzbar

In Rechenzentren noch gebräuchlich ist die starre Zuordnung von einer SAP-Anwendung zu einem bestimmten Server, was ebenso unwirtschaftlich wie unflexibel ist. Anders die FlexFrame-Architektur, die alle SAP-Programmkomponenten einmal zentral installiert und gemeinsam nutzt. Da das System dazu die Mechanismen nutzt, die aus Cluster-Konfigurationen bekannt sind, lassen sich alle SAP-Services je nach Bedarf auf jedem beliebigen Server einsetzen. Die Virtualisierung ermöglicht es, spezifischen Anwendungen die erforderlichen Hardware-Ressourcen zuzuordnen und damit Lastspitzen zu verteilen. Komponenten wie der Gehaltsabrechnung steht damit in Spitzenzeiten am Ende des Monats eine höhere Systemleistung als während des laufenden Monats zur Verfügung, wenn der Leistungsbedarf reduziert ist. Diese Ressourcen können während dieser Zeit von anderen Applikationen genutzt werden. Durch die intelligente Lastverteilung und die erhöhte Gesamtauslastung werden die Hardware-Kosten gesenkt.

Optimale Speicherauslastung

Da die Datenflut in den Unternehmen ständig steigt, ist ein starker Trend zur Datenhaltung in wenigen zentralen Speichersystemen zu erkennen. An diese werden die Server über so genannte Storage Area Networks (SAN) angebunden. Typisch dabei ist, dass jeder Server in der Regel über ein eigenes File-System verfügt. Da die Zuordnung oft statisch erfolgt, kann es zu einer Überkapazität an Speicherplatz bei einem Server oder Mangel an Speicherplatz bei einem anderen Server kommen. Die Folge: Die Kosten steigen. Im Gegensatz dazu integriert FlexFrame die Speicherlösungen des Partners Network Appliance über das normale IP-Netz in den Verbund, was die Komplexität deutlich senkt. Da alle Storage-Server ein gemeinsames Filesystem nutzen, wird kein Speicher mehr exklusiv zugeordnet: Storage-Kapazitäten werden deutlich besser ausgelastet.
Durch die Fähigkeit, sich selbst zu optimieren, kann das Speichersystem darüber hinaus selbstständig Daten auf die vorhandenen Festplatten verteilen. Für die Sicherheit der Informationen sorgen eine schnelle Datenwiederherstellung und die Back-up-Speicherung mit der Snapshot-Technik.

Autonome Agenten

FlexFrame liegt das Autonomic-Computing-Konzept von Fujitsu Siemens zugrunde, das für die Hochverfügbarkeit der IT-Infrastruktur sorgt. Im Mittelpunkt stehen die „autonomen Agenten“ als Teil des zentralen, gemeinsam genutzten Betriebssystems. Bei Erweiterung der Serverlandschaft automatisch gestartet, sorgen die autonomen Agenten dafür, dass ein neuer Server als freies System erkannt und als vakante Plattform in die SAP-Systemlandschaft integriert und dort genutzt wird. Die Agenten registrieren jeden Start einer SAP-Komponente automatisch und erkennen auch, welche Module genutzt werden. Kommt es zu einer Störung oder Unterbrechung im Ablauf der Anwendungen, sorgen sie umgehend für einen Neustart.

Hoher Kundennutzen

Darüber hinaus werden alle Server regelmäßig überprüft, die dort laufenden Software-Pakete bei einem Ausfall umgeleitet und auf dem nächsten Server zum Laufen gebracht. Auf diese Weise entsteht eine Hochverfügbarkeitsumgebung, die alle Services mit der höchstmöglichen Skalierbarkeit, einfachen Administrierbarkeit und ausgefeilten Sicherheitsmechanísmen bereit stellt. Der Kunde hat dadurch eine Reihe von Vorteilen: Er senkt die Total Cost of Ownership (TCO) spürbar, reduziert die Komplexität seiner IT-Infrastruktur und kann einen deutlichen Mehrwert generieren: Da FlexFrame modular aufgebaut und skalierbar ist, kann er schneller und einfacher auf veränderte Anforderungen reagieren und neue Module in die vorhandene SAP-Systemlandschaft integrieren.

Sibylle Hofmeyer

Sibylle Hofmeyer

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