Silberstreif am Compliance-Horizont

Feature | 8. August 2005 von admin 0

In Zeiten intensiven Wettbewerbs und hoher Erwartungen der Aktionäre geraten CEOs leicht in Versuchung, Compliance-Fragen eine niedrige Priorität zuzuweisen. Aber sie kommen nicht darum herum, die tausenden von Seiten obskurer gesetzlicher Bestimmungen einzuhalten, wollen sie nicht die Schließung ihres Unternehmens und – in extremen Fällen – eine Verhaftung riskieren.
Die demnächst stattfindende zweiteilige Reihe von Webinars zum Thema Corporate Compliance & Governance wird sich näher mit den Risiken – und dem verborgenen Nutzen – befassen, die mit der Einführung solider Compliance-Prozesse verbunden sind. Die Teilnehmer erhalten die seltene Gelegenheit, aus der Sicht eines Insiders zu erfahren, wie clevere Unternehmen es schaffen, Passivität durch aktives Handeln zu ersetzen und Compliance in einen strategischen Vorteil gegenüber Wettbewerbern umzumünzen. Bei den in Echtzeit ausgestrahlten Webinar-Internetsendungen können die Teilnehmer Diskussionen verfolgen und sich an Frage-und-Antwort-Sitzungen beteiligen. Einzelne Internetsendungen werden bei Bedarf komplett oder in Form bearbeiteter Segmente per Internet zur Verfügung gestellt.
“Die Reihe bietet Führungskräften die Gelegenheit, die Meinung von Fachleuten zur Einhaltung der Compliance-Vorschriften im Finanzbereich zu hören und zu erfahren, wie eine solide IT-Plattform für die Zukunft aufgebaut werden kann”, mein Neetin Datar, Direktor Produktmarketing für SAP Trade and Compliance Applications.. “Wir konnten eine beeindruckende Gruppe von Fachleuten aus sämtlichen Fachgebieten gewinnen. Diese Reihe ist ein Muss für jeden, der ernsthaft von Corporate Compliance profitieren will.

Unternehmensfinanzen: Eine neue Perspektive für informationsintensive Vorschriften

“Unternehmensfinanzen”, der erste Teil der Reihe, findet mit Unterstützung von SAP und dem Business Finance Magazine www.businessfinancemag.com statt. Führende Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft, Consulting, Recht und IT referieren über Compliance-Fragen einschließlich Sarbanes Oxley (SOX), Basel II, dem National Do-Not-Call Registry in den USA, der EG-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte, dem Clean Air Act der USA, dem Protokoll von Kyoto und der Denied Persons List.
“Die strengen Bestimmungen für Ablage, Berichtswesen und Dokumentation sind für Führungskräfte im Unternehmen nichts Neues”, erläutert Data. “Was neu ist, ist das riesige Archivierungsvolumen, das die neueren Vorschriften, insbesondere SOX, verursachen. Unternehmen, die die richtigen IT-Werkzeuge nutzen und die richtigen Compliance-Prozesse einführen, befolgen nicht nur die Gesetze, sondern erzielen ungeahnte Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen im gesamten Unternehmen.

Automatisierung: Zwei Seiten einer komplexen Compliance-Gleichung

Der zweite Teil der Webinar-Reihe, “Automatisierung” www.managingautomation.com, geht auf die zweifache Herausforderung ein, vor der Fertigungsunternehmen stehen: Sie müssen einerseits die Compliance-Vorschriften einhalten und diese andererseits mit den Fertigungs- und Finanzprozessen synchronisieren. Die Internetsendungen im Rahmen dieser Webinar-Reihe decken wichtige Themen ab wie SOX, den “Health Insurance Portability and Accountability Act” (HIPAA), die Vorschriften der Federal Drug Administration (FDA) zu elektronischer Archivierung und elektronischen Signaturen (21 CFR Teil 11), den Tread Act, die EG-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte und den USA PATRIOT Act.
Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich mit den Fachleuten über vielfältige Themen auszutauschen, wie die Planung einer IT-Strategie für die Automatisierung, die Integration einer Compliance-Strategie in die IT-Architektur, die Entscheidung über die richtigen System- und Softwareinvestitionen und die Verwaltung von Kosten und Personal.
“Die Integration beider Seiten der Gleichung ist für Fertigungsunternehmen von entscheidender Bedeutung”, sagt Datar. “Die IT kann die notwendige Infrastruktur bereitstellen. Compliance ist nur dann effektiv, wenn Fertigung und Finanzen eng integriert werden. Das bedeutet, dass Prozesse und Systeme auf einer stabilen und flexiblen Plattform wie NetWeaver aufsetzen müssen, damit Unternehmen Compliance-kritische Informationen in allen Bereichen des Unternehmens wieder verwenden können.

Das Streben nach nachhaltiger Compliance

Ein großer Teil der Diskussionen im Rahmen der Webinar-Reihe wird sich dem Thema “nachhaltige Compliance” widmen – ein Ansatz, der versucht, langfristig rentable Compliance-Ziele zu erreichen. Nachhaltige Compliance ist das Leitprinzip flexibler Compliance-Anwendungen und -Systeme, das Unternehmen dabei hilft, Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Die meisten großen Softwarehersteller bieten Compliance-Lösungen an. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um Standalone-Anwendungen – teure Programme, die den Ablauf störende, zeitaufwändige, angepasste Installationen benötigen, die sich nur schwer integrieren lassen. Statt Compliance als isolierten, aufgabenspezifischen Prozess anzugehen, bietet beispielsweise SAP ihren Kunden einen ganzheitlicheren Ansatz mit kombinierten Anwendungen an – Programme, die unabhängig von der Unternehmensplattform einfach auf vorhandene IT-Systeme aufgesetzt werden können. Die Integration wird stark vereinfacht, Kosten und Ausfallzeiten können erheblich gesenkt werden. Datar geht davon aus, dass Unternehmen, die sich für eine Integration ihrer Compliance-Lösung mit anderen Unternehmensbereichen entscheiden, wertvolle Synergien erzielen können.
“Was eine Compliance-Lösung auf IT-Basis leistet, hängt vom Ausmaß ihrer Integration in vorhandene Systeme ab. So können Unternehmen größere Teile ihrer vorhandenen IT-Ressourcen auch zukünftig nutzen”, erläutert Datar. “Unternehmen, die eine langfristige Compliance-Vision entwickeln, sind für die Zukunft gut positioniert.”

Eine solide Grundlage für Compliance

Je mehr Unternehmen daran interessiert sind, aus ihren Compliance-Anstrengungen Mehrwert zu schöpfen, desto wichtiger ist die Plattform, auf der eine einzelne Compliance-Lösung basiert. Flexible, systemunabhängige Plattformen wie NetWeaver von SAP gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn Unternehmen ihre Altsysteme für die Umsetzung der Compliance-Anforderungen nutzen möchten. Gleichzeitig werden flexible Compliance-Anwendungen unverzichtbar.
In einer dynamischen Regulierungsumgebung sind Unternehmen, die auf Standalone-Lösungen setzen, klar im Nachteil. Angesichts der exponentiell zunehmenden Menge Compliance-relevanter Daten, die von den unterschiedlichen Systemen im Unternehmen erzeugt werden, droht bei inflexiblen Standalone-Lösungen ein Ansteigen der Compliance-Kosten: Zwar sind sie für ein begrenztes Spektrum von Compliance-Aufgaben bestens geeignet, doch ist ihre Aktualisierung und Pflege mit hohen Kosten verbunden. “Die Fähigkeit eines Unternehmens, schnell und flexibel zu reagieren, ist in der neuen Regulierungsumgebung von entscheidender Bedeutung”, meint Datar.
Während die zweite SOX-Frist rasch näher rückt, konzentrieren sich vorausschauende Führungskräfte nicht nur darauf, die Vorschriften genau einzuhalten, sondern gleichzeitig sicherzustellen, dass die Compliance-Prozesse Mehrwert schaffen, für größere Transparenz sorgen und den Shareholdervalue steigern. “In der Anfangsphase von SOX lag das Hauptaugenmerk in der Regel auf den Investitionskosten der Compliance”, sagt Datar. “Die demnächst stattfindenden Seminare werden zeigen, wie clevere Unternehmen neue und aufregende Nutzungsmöglichkeiten für IT finden und wie sie frühere Investitionen nutzen, um nachhaltige Compliance zu schaffen und langfristig zu profitieren.
Weitere Informationen unter www.sap.com/compliance

Jeff Reich

Leave a Reply