Hardware für SAP HANA

Feature | 8. November 2011 von Christiane Stagge 0

Server für SAP HANA: HP Pro Liant DL 580 G7 (Foto: Christiane Stagge)

Server für SAP HANA: HP Pro Liant DL 580 G7 (Foto: Christiane Stagge)

Als im vergangenen Jahr  SAP-Technikchef Vishal Sikka auf der TechEd SAP HANA ankündigte, konnten sich wohl die Wenigsten etwas Konkretes darunter vorstellen. Spätestens nach Hasso Plattners Auftritt in Orlando auf der Hausmesse SAPPHIRE NOW haben viele eine Ahnung davon bekommen, welches gigantische  Ausmaß das neue SAP-Produkt einnehmen könnte.

HANA wurde vom Hasso-Plattner-Institut in Potsdam maßgeblich gestaltet und entwickelt. Es ist ein System aus Software mit entsprechender Hardware (Servern), das sich das Prinzip der In-Memory-Technologie zu Nutze macht: Mit SAP HANA werden Daten statt auf der Festplatte oder in der Datenbank im Arbeitsspeicher vorgehalten und können so schneller abgerufen werden. Das ermöglicht Datenauswertung in Sekundenschnelle – quasi in Echtzeit.

Am ersten Tag der TechEd war nicht nur die Warteschlange am Eingang gewaltig lang, als sich um 8 Uhr die Tore öffneten. SAP HANA  war das Thema, das die Besucher am meisten interessierte. So bildete sich bei der Session “Roadmap SAP HANA” eine  Menschentraube von über 50 Leuten. Für diejenigen, die in der letzten Reihe standen, war es unmöglich, ein Wort zu verstehen. Doch für  alle, die  im Mai auf der SAPPHIRE NOW in Orlando gewesen sind, war das auch nicht mehr unbedingt notwendig, denn dort wurde bereits eine Roadmap zu SAP HANA präsentiert, siehe Artikel „Roadmap SAP HANA“.

Im Gegensatz zur vergangenen TechEd wurde es in diesem Jahr konkret. Lesen Sie auf den nächsten Seiten:

Keine Warteschlange vorm Buffet, sondern großer Andrang in den SAP HANA Sessions. (Foto: Christiane Stagge)

Keine Warteschlange vorm Buffet, sondern großer Andrang in den SAP HANA Sessions. (Foto: Christiane Stagge)

Viele Areas

Demo-Sessions, Workshops und Keynotes in fünf Hallen (Foto: Christiane Stagge)

Für den Einsatz von SAP HANA gibt es vier verschiedene Möglichkeiten:

1.       Accelerator Szenario – für eine schnellere Datenauswertung

Bei diesem Szenario wird HANA eingesetzt, um die Datenauswertung zu beschleunigen. Dabei ist eine traditionelle Datenbank, die auf ABAP basiert, erforderlich. Auf diese Datenbank greifen Anwendungen wie SAP CRM, SAP ERP oder Business Suite zu. Als Verbindungselement dient der SAP Application Server. Zusätzlich zur klassischen Datenbank läuft SAP HANA. Damit können Daten in SAP HANA eingelesen und verarbeitet werden.

2.       SAP HANA im Application Server

Für dieses Szenario ist SAP NetWeaver Business Warehouse 7.3 unbedingte Voraussetzung. Die Tabellen und Daten, die in SAP HANA ausgewertet werden sollen, müssen manuell definiert werden. Für große Datentabellen bietet SAP hierfür spezielle Data Modelling Services an, um das Einspielen der Daten in HANA zu erleichtert. Im SAP HANA Studio können Administratoren außerdem die Applikationen und Tabellen markieren, die synchronisiert werden sollen.

3.       Datenauswertung HANA

Echtzeitauswertungen sind insbesondere bei BI-Analysen und Reportings sinnvoll. SAP HANA kann bereits mit BI-Software wie Business Objects BI 3.0 und 4.0 eingesetzt werden. Zusammen mit dem BusinessObjects Explorer funktioniert HANA jedoch nicht.

4.       Applikationen, die auf SAP HANA basieren

Während bei den anderen drei Szenarien HANA als Katalysator fungiert, laufen im letzten Szenario die Applikationen vollständig allein auf HANA.  SAP NetWeaver ist hierbei nicht notwendig.

Speicher

In-Memory-Technologie: Datenauswertung im Arbeitssepicher (Foto: Christiane Stagge)

HP

HP, Cisco, Dell, Fujitsu, IBM - fünf Server für SAP HANA (Foto: Christiane Stagge)

Am SAP HANA-Stand gab es außerdem fünf neue Server zu sehen, die für den Betrieb von HANA ausgelegt sind:

  • Fujitsu Primery RX 600 S6, Intel E7-4870, 20 cores, 256 GB RA,  für kleine SAP HANA-Anwendungen
  • Dell Power Edge R 910, Intel E7 480, 32 Cores, 512 GB RAM, für mittelgroße SAP HANA-Anwendungen
  • IBM System 3850 XS, für kleine und mittelgroße SAP HANA-Anwendungen
  • Cisco, Intel E7 4870, 40 Cores, 512 GB RAM, für mittelgroße SAP HANA-Anwendungen
  • HP Pro Liant DL 580 G7, Intel E7 4870, 40 Cores, 512 GB RAM, für mittelgroße SAP HANA-Anwendungen

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Großer Andrang am Eröffnungstag der TechEd. (Foto: Christiane Stagge)
Großer Andrang am Eröffnungstag der TechEd. (Foto: Christiane Stagge)

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