SAP Business Suite: Wie SAP Partner unterstützt

5. April 2013 von Jacqueline Prause 0

Photo: iStockphoto

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Im Januar hat die SAP mit der Einführung der SAP-HANA-Version der SAP Business Suite einmal mehr die Weichen auf dem Markt für Unternehmenssoftware neu gestellt. „Die SAP Business Suite powered by SAP HANA wird nicht nur die Unternehmensabläufe der Kunden grundlegend verändern, sondern auch unsere Partnerschaften, denn sie eröffnet völlig neue Geschäftschancen“, sagte Eric Duffaut, Leiter SAP Global Ecosystem & Channels, kürzlich in einem Gespräch mit SAP.info. „Als SAP-Partner verfügen Sie nun über die attraktivste Lösung auf dem Markt. Und damit über einen immensen Wettbewerbsvorteil.“

Sobald die Partner mit der Technologie vertraut sind, können sie ihren Kunden neue Services wie eigene Supportleistungen anbieten und Add-ons entwickeln, die bislang aufgrund technologischer Beschränkungen der Datenbank nicht möglich waren. „Das Geschäftsmodell ist für Partner sehr attraktiv, da es viele neue Möglichkeiten eröffnet“, erläutert Claus Grünewald, Vice President SAP Ecosystem & Channels Go-To-Market, SAP Business Suite powered by SAP HANA, der die Markteinführung von SAP Business Suite powered by SAP HANA verantwortet. „Diese Möglichkeiten beschränken sich nicht mehr nur auf klassische Implementierungen oder die Migration von Datenbanken, sondern beinhalten auch viele andere Geschäftsbereiche und bringen daher neue Möglichkeiten mit sich.“

Hier ein kurzer Überblick über die Ressourcen, die die SAP selbst und die SAP-Servicepartner für Systemhäuser rund um die In-Memory-Version der SAP Business Suite bereitstellen.

Welche Neuerungen gibt es für Systemhäuser?

Erstmals werden auch Systemhäuser an der Ramp-up-Phase beteiligt. Sie haben die Möglichkeit, ihre Kunden für den Ramp-up der SAP Business Suite powered by SAP HANA anzumelden. Ist die Anmeldung erfolgreich und der Partner zum Verkauf von SAP Business All-in-One und SAP HANA berechtigt, kann er seinen Kunden die Technologie anbieten. Verfügt er darüber hinaus über eine Zertifizierung als Systemintegrator, kann er sofort die ersten Projekte in Angriff nehmen. Erste indirekte Kunden von SAP haben diesen Prozess bereits erfolgreich durchlaufen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Bootcamps, Webinare und E-Learning-Kurse für Systemhäuser

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten rund um SAP Business Suite powered by SAP HANA erhalten Systemhäuser in dem Beitrag „2 New Opportunities to Expand Your Business“ auf SAP Business Trends.

Ressourcen für die Vertriebsunterstützung
Neben der Teilnahme an der Ramp-up-Phase haben Systemhäuser außerdem die Möglichkeit, ihr Know-how mithilfe der folgenden vertriebsunterstützenden Angebote zu vertiefen:

1. Interaktive Bootcamps: Das SAP Solution Center bietet gemeinsam mit SAP Partner Service Delivery weltweit über 40 interaktive „Bootcamps“ für Partner an, die sich über SAP Business Suite powered by SAP HANA informieren möchten. In den Bootcamps lernen die Partner, wie sie die neue Lösung positionieren können, machen sich mit den Geschäftsszenarien vertraut und erfahren alles über Verkauf, Preisgestaltung, Lizenzierung und Entwicklung einer Demo-Umgebung. Sie lernen außerdem den Umgang mit Vertriebstools wie den Business Scenario Recommendations for SAP Business Suite powered by SAP HANA, mit denen sie den konkreten Nutzen der neuen Technologie für einen bestimmten Kunden ermitteln und herausstellen können. Die Bootcamps funktionieren nach dem Train-the-Trainer-Prinzip, d. h. die teilnehmenden Partner geben das erworbene Wissen an ihre Kollegen weiter. Termine für die nächsten Bootcamps in ihrer Region finden Partner im SAP Learning Navigator für SAP-Partner oder erhalten sie auf Anfrage von ihrem Partner Service Advisor.

2. Webinare: An diesen virtuellen Schulungen können Partner auf der ganzen Welt unabhängig von ihrem Standort teilnehmen. In den Webinaren werden jeweils bestimmte Themen wie Preisgestaltung, Supportangebote der Systemhäuser und geeignete Szenarien behandelt. Die Partner erhalten außerdem zusätzliches Material, das sie herunterladen und bei Kundenprojekten verwenden können. Termine und Themen der nächsten Webinare finden Sie im Partner Enablement Calendar (Suche nach dem Stichwort „Suite on HANA“) im SAP Partner Enablement Center.

3. E-Learning-Kurse: Diese Online-Schulungen werden als Self-Services bereitgestellt und vermitteln dieselben Inhalte wie die Bootcamps und Webinare, bieten den Partnern jedoch die Möglichkeit, ihr Lerntempo selbst zu bestimmen. Die Kurse können heruntergeladen und zu einem beliebigen Zeitpunkt absolviert werden. Rund 3.000 Berater haben diese E-Learning-Kurse im vergangenen Jahr genutzt, um ihre Kenntnisse zu SAP HANA zu vertiefen. 840 von ihnen haben sich zudem für die Plattform zertifizieren lassen. Im SAP Learning Navigator für SAP-Partner findet sich ein Überblick über rollenbasierte Schulungen für Berater, Vertriebsmitarbeiter und Administratoren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Vertriebsunterstützung für Systemintegratoren

Vertriebsunterstützung für Systemintegratoren

1. Bootcamps für Servicepartner: Diese Bootcamps sind speziell auf den Informationsbedarf von technischen Beratern und Implementierungsberatern zugeschnitten. Themen der stark technisch ausgerichteten Workshops sind die Migration und der Umgang mit sowie die Optimierung von kundenspezifischen Entwicklungen und Add-ons, damit diese unterbrechungsfrei ausgeführt werden können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist mindestens ein Bootcamp pro Region geplant (Termine sind im SAP Learning Navigator für SAP-Partner zu finden).

„Wir führen im Rahmen dieser Bootcamps auch einen Design-Thinking-Workshop durch“, so Grünewald. „Sehr oft haben wir beispielsweise bei SAP R/2, SAP R/3 und der SAP Business Suite erlebt, dass Kunden eine neue Technologie einführen und mit ihrer Hilfe anschließend ihre Geschäftsprozesse völlig neu gestalten. Aus diesem Grund geht das Design Thinking Hand in Hand mit den tiefgreifenden Veränderungen, die solche Projekte bewirken können.“

2. Job Shadowing: Job-Shadowing-Möglichkeiten stehen allen Partnern offen, sind jedoch insbesondere für Systemintegratoren interessant. Die Partner können damit während eines Projekts ihre Kenntnisse vertiefen und werden durch die neueste SAP-Technologie unterstützt. „Unser Development Angel Support ist ein Service, bei dem unsere Entwickler Partner vor Ort bei Projekten unterstützen“, erklärt Grünewald. „Ein weiteres Angebot ist unser SAP HANA Adoption Room, eine Supportzentrale, über die unsere Entwickler und Solution Manager kritische oder strategische Projekte begleiten.“ Weitere Informationen hierzu finden sich unter SAP PartnerEdge Interactive.

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Welche Voraussetzungen sollten Partner erfüllen, bevor sie mit der SAP Business Suite powered by SAP HANA beginnen? Die wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme an der Ramp-up-Phase ist die Zertifizierung für SAP ERP, SAP Business All-in-One oder SAP HANA (nähere Einzelheiten zu Schulungen und Zertifizierungen finden Sie unter SAP Education). Die Partner sollten außerdem einen Ramp-up-Koordinator bestimmen, der als Hauptansprechpartner für die Zusammenarbeit mit SAP fungiert. Und natürlich ist es ratsam, die Schulungen für SAP HANA zu absolvieren (zusätzliches Schulungsmaterial steht in der SAP HANA Partner Resource Library zur Verfügung.)

Darüber hinaus empfiehlt Grünewald das SAP Business Suite powered by SAP HANA Partner Handbook als Hilfestellung für Vertrieb und Implementierung. „Genau das ist der Zweck der Ramp-up-Phase: in dieser Zeit erhält der Partner umfassende Unterstützung von SAP. Die Partner profitieren von Shadowing-Möglichkeiten, bei denen man in der Regel am meisten lernen kann. Doch es bleibt nicht nur beim Lernen, sondern die Partner sind dann bereits nah am Thema und mitten im Geschäft.“

Mehr Informationen erhalten Partner auf der SAP-PartnerEdge-Seite für SAP Business Suite powered by SAP HANA.

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