Kreditpolitik per Software

Feature | 10. Dezember 2009 von admin 0

Geld

Cormeta entwickelt Software für Bonitätsauskünfte (Foto: Jupiterimages)

Das Prinzip ist einfach wie effizient: Die geprüften Wirtschaftsinformationen werden automatisiert übernommen, als Stammdaten angelegt und sind sofort im SAP-ERP-System abrufbar. Technologische Basis ist das cormeta Gateway CGsprint, eine universelle Schnittstelle, die zusammen mit der netCCS Credit Checking System GmbH entwickelt wurde. Durch das vollkommen offene und modulare Konzept der Schnittstelle lassen sich beliebig viele Dienste andocken, werden aber alle in der Benutzeroberfläche von CGsprint angezeigt.

Die Kommunikation selbst basiert auf etablierten Webstandards, wie sie auch bei serviceorientierten Architekturen (SOA) zum Einsatz kommen: SOAP-Webservices für den Austausch von XML-Daten. Die Übertragung erfolgt mittels HTTPS-Protokoll, das von jeder gängigen Firewall akzeptiert wird. Dadurch ist eine sichere Kommunikation garantiert.

Der Anwender entscheidet, nicht die Software

Derzeit lassen sich Schufa, Coface Central Europe und Bürgel auf diese Weise anbinden, weitere Auskunfteien sind geplant. Zudem hat cormeta mit CREFOsprint Online und ZaC für die Creditreform sowie D&Bsprint für D&B weitere Module zum Abruf von gesicherten Bonitätsauskünften auf dem Markt. Firmen steht damit eine hohe Bandbreite unterschiedlicher Informationen zur Verfügung, um Debitoren noch besser zu qualifizieren. Die Abfragen sind sowohl für Geschäftsanbahnungen als auch für Bestandskunden möglich. Der Vorteil: Der Zugriff auf die Auskunftsdaten kann überall erfolgen, etwa als Debitoranzeige, im Kreditmanagement oder im Vertrieb. Wer beispielsweise mit einer Scoring-Lösung mit angeschlossenem Risikomanagement arbeitet, kann die externen Daten zusammen mit den eigenen Zahlungserfahrungen für die Risikoeinstufung, aus der das Kreditlimit resultiert, nutzen.

Bewertung: Solvenz des Kunden

Wie die Daten letztlich weiterverarbeitet werden und welche Aktionen daraus resultieren, bleibt aber immer eine Entscheidung des Unternehmens. Muss sie auch, schon allein der unterschiedlichen Rating-Kriterien wegen. So legt beispielsweise D&B seiner Bewertung andere Faktoren zugrunde als Creditreform. Somit wäre es kaum sinnvoll, in CGsprint ein automatisches Rating zu programmieren, an dessen Ende ein Ergebnis steht, wie bei einer mathematischen Formel etwa. Die Software liefert Informationen für die eigene Interpretation und stellt sie gegenüber: Wo gibt es Übereinstimmungen, wo Abweichungen? Übersichtlich in einer Bildschirmmaske dargestellt, kann sich der Anwender, ob nun Kreditsachbearbeiter oder Verkäufer, ein genaues Bild von der Solvenz seiner Kunden machen. Und damit auch mögliche Zahlungsausfälle besser erkennen.

Auskünfte aus Fernost 

Bewusst forciert die cormeta ag dieses Thema, denn ihre Kunden arbeiten nicht nur mit Creditreform, der bekanntesten Auskunftei im B2B-Geschäft, zusammen. Viele von ihnen sind international ausgerichtet und auf Informationen zu ausländischen Klienten angewiesen. Daher die Erweiterung des Portfolios um Coface mit ihrer ausgewiesenen Expertise für Osteuropa sowie D&B mit Daten zu über 130 Millionen Unternehmen aus 220 Ländern. Und: Seit die Schufa ihr Geschäftsfeld auf den B2B-Bereich ausgedehnt hat, wird sie auch hier zu einer wichtigen Adresse für qualifizierte Bonitätsauskünfte. Da lag es nahe, auch für sie ein entsprechendes Modul zu entwickeln.

Die Herausforderung besteht darin, nicht die Übersicht über die Daten zu verlieren, sondern sie gezielt für die Generierung von Umsatzpotenzial zu nutzen. Dazu müssen sie aber richtig interpretiert werden. Um die Informationen sinnvoll verarbeiten zu können, bedarf es der Unterstützung durch eine Software. Sie sollte den Sachbearbeiter in die Lage versetzen, Entscheidungen einzig und allein anhand objektiver Kriterien zu fällen, jenseits aller subjektiven Einflüsse.

Die cormeta ag bietet vor diesem Hintergrund mit Crefosprint eine Lösung für das Risikomanagement an, die zentral alle wichtigen Informationen sammelt und bewertet. „Wir verfolgen mit unserem Angebot eine ganzheitliche Strategie“, sagt Holger Behrens. „Alle Prozesse für ein aktives Debitorenmanagement werden durch eine Software unterstützt, so dass sich der Anwender auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Damit leistet er einen erheblichen Anteil an der Zukunftssicherung seines Unternehmens.“

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