Stadtwerke Karlsruhe führen Energiedatenmanagement ein

Feature | 1. Dezember 2006 von admin 0

Rückfragen von Lieferanten können schneller beantwortet werden. Früher mussten die Daten aus den separaten Anwendungen für SAP EDM und Abrechnung mit deutlich höherem Aufwand zusammengesucht und miteinander abgeglichen werden. Zeiteinsparungen werden die Stadtwerke Karlsruhe ebenfalls bei der Mehr- oder Mindermengenberechnung erzielen. In Zukunft wird dies für alle Lieferanten eine Sache von wenigen Stunden sein. Auch der Versand der Bilanzierungsergebnisse und Lastprofildaten an die Marktpartner hat sich erheblich vereinfacht; sie werden zukünftig aus SAP EDM heraus per MSCONS automatisch übermittelt. MSCONS ist ein vom Verband der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW) entwickelter EDIFACT-Kommunikationsstandard zur Übermittlung von Zählerwerten.
Mit der Umstellung möchten die Stadtwerke Karlsruhe unter anderem den verschärften Vorgaben der Bundesnetzagentur (BNA) hinsichtlich der Anforderungen an den Datenaustausch noch vor Ablauf der Umsetzungsfristen gerecht werden. So wäre die Einhaltung der neuen Forderungen mit einer dezentralen Datenhaltung kaum noch möglich. Aber auch einige der Lieferanten fordern bereits zeitnah die Lastprofildaten ihrer Kunden, um ihre Angebote an das tatsächliche Verbrauchsverhalten anzupassen. Diese Daten müssen daher revisionssicher und konsistent abgelegt sein.
Eine besondere Herausforderung des Projektes war die automatische und ausnahmslose Übernahme der gemessenen Lastgänge (RLM) in SAP EDM. Dazu Dr. Roland Trauth, stellvertretender Leiter Netzmanagement bei den Stadtwerken Karlsruhe: „Bei der Umsetzung eines Projektes dieser Art ist es unbedingt ratsam, neben dem IT-Know-how aus dem eigenen Hause auch die Unterstützung durch einen erfahrenen externen Berater hinzuzuziehen. Die Zusammenarbeit mit der cormeta verlief für alle Beteiligte reibungslos und war mit ausschlaggebend für die erfolgreiche Datenübernahme und Produktivsetzung.“ Zum 1. Juli 2006 bilanzierten die Karlsruher das erste Mal mit der neuen Software.

Quelle: cormeta ag

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