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Standardsoftware oder individuelle Anwendung?

1. Juli 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Bei der Auswahl einer neuen IT-Lösung spricht vieles für vorgefertigte Software, aber auch Individualentwicklungen haben Vorteile. Thommy Mewes, Manager Application Development bei der Ciber AG, erklärt, worauf es bei der Entscheidung ankommt.
Worum geht es beim Application Development & Management?

Mewes: Im Grunde dreht es sich um die individuelle Entwicklung von Anwendungen – entweder als eigenständige Lösung oder auf Basis von Frameworks, die auf verfügbare Plattformen aufbauen. Hinzu kommt noch das Management der Anwendungen. Knapp die Hälfte aller Unternehmen lässt ihre Software von eigenen Mitarbeitern entwickeln und betreuen. Allerdings steigt die Zahl derer, die sich zur Weiterentwicklung und Wartung professionelle IT-Dienstleister ins Boot holen.

Wer sollte statt einer Standardlösung eine individuelle Anwendung wählen?

Mewes: Das lässt sich kaum pauschalisieren. Grundsätzlich sollten Unternehmen zunächst ihre individuellen Anforderungen und Prozesse betrachten. Hierbei ergeben sich bereits häufig die ersten Schwierigkeiten: Oft ist nicht klar, wo es überhaupt hakt. Viele Kunden sehen nur, dass sie ihre Prozesse dringend optimieren sollten. Zudem spielt die Unternehmensgröße eine wichtige Rolle. Und Standardlösungen sind in Anschaffung und Betrieb nicht zwangsläufig günstiger als eine Individualsoftware. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Branchenzugehörigkeit. Beispielsweise unterscheiden sich etwa im Verlagswesen die spezifischen Anforderungen der Unternehmen sehr stark. Prozesse von Standardanwendungen können hier schon mal an ihre Grenzen stoßen. Das alles macht deutlich: Die Entscheidung, ob Standardlösung oder individuelle Anwendung, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Es lohnt sich, dabei erfahrene Berater hinzuzuziehen.

Was zeichnet einen guten Partner aus?

Mewes: Vor allem sollte er den Kunden und dessen Anforderungen verstehen und das spezifische Problem des jeweiligen Unternehmens erkennen. Erst dann lässt sich eine passende Lösung finden. Wichtig ist, dass Kunde und Berater ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Uns hilft dabei unsere langjährige Branchenerfahrung, sodass wir mit unseren Kunden wirklich auf Augenhöhe sprechen können. Natürlich muss der Partner auch über das technologische Know-how verfügen, um die angestrebten Lösungen professionell umsetzen zu können.

Ganz entscheidend sind nicht zuletzt aber auch Vertrauen und eine partnerschaftliche, offene und kommunikative Zusammenarbeit. Das wird umso wichtiger, wenn der Dienstleister die Anwendung nach der Einführung auch weiter betreut. Bei der Auswahl des Partners nur auf den Preis zu schauen, wäre daher zu kurz gedacht. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit ganz entscheidend für den Erfolg der Projekte ist. Ciber bietet von der Individualentwicklung bis hin zum Management und Anwendersupport umfassende Services.

Was sind die größten Herausforderungen im Alltagsgeschäft?

Mewes: Unsere Kunden möchten in erster Linie Lösungen für ihre ganz spezifischen Probleme. Dabei kommen nicht nur IT-Abteilungen auf uns zu, sondern oftmals auch die Fachbereiche. Meist gibt es für das konkrete Problem keine Standardlösung, die wir mal eben aus dem Ärmel schütteln können. Wir sind also gefordert, die Prozesse der Kunden vollumfänglich in eine individuelle Softwarelösung zu übersetzen. Dabei wollen wir nicht nur die Fachbereichsprozesse unterstützen, sondern vor allem auch Lösungen finden, die sich nahtlos in die vorhandene IT-Landschaft integrieren lassen. Die große Herausforderung besteht meist darin, Anwendungen zu entwickeln, die als Integrationsplattform – also als zentrales Steuerelement zwischen verschiedenen Applikationen des Unternehmens – dienen.

Welche aktuellen Trends bestimmen Application Development & Management?

Mewes: Zum einen gibt es natürlich technologische Trends. Diese sind in aller Regel marktgetrieben – dazu gehört beispielsweise das Thema In-Memory-Technologie SAP HANA, das uns sicherlich noch eine Weile beschäftigen wird. Zudem weist eine starke Tendenz weg von kompletter Individualentwicklung hin zu individuellen Lösungen basierend auf existierenden Plattformen. Das liegt auch daran, dass der Lebenszyklus von Anwendungen immer geringer wird und der Zeit- und Kostendruck in der Entwicklung entsprechend wächst. Mittlerweile verändern sich Prozesse und Technologien in rasantem Tempo. Heute liegt der durchschnittliche Lebenszyklus einer Applikation bei zwei bis maximal fünf Jahren. Das war vor ein paar Jahren noch ganz anders.

Thommy Mewes verantwortet als Manager das Team Application Development bei der Ciber AG, Heidelberg. Er kümmert sich im Wesentlichen um den Ausbau des Teams und die fachliche und technologische Orientierung. Seit insgesamt über 15 Jahren konzeptioniert und entwickelt er Software auf Basis des Microsoft Technologie-Stacks und hat eine heimliche Leidenschaft für Microsoft SharePoint, eine webbasierte Plattform zur Zusammenarbeit in Unternehmen.

Weitere Informationen:
Hier detailliert über das Ciber-Angebot rund um Anwendungsentwicklung und -pflege informieren.

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