Soccer team in a huddle

Startery – SAP baut die Hilfe für Start-Ups aus

Feature | 23. Mai 2016 von Elisabeth Peternek 0

Seit fünf Jahren unterstützt SAP gemeinsam mit Social Impact junge Start-Ups bei der Umsetzung sozialer Geschäftsideen. Die Partnerschaft wird nun ausgebaut – im Juni startet das erste Workshop-Camp in Walldorf.

Ein kleiner Raum, Gitter vor den Fenstern, das Gelände eingezäunt: So leben Frauen in der Untersuchungshaft. Aufgrund der Unschuldsvermutung und der relativ kurzen durchschnittlichen Dauer der U-Haft von sechs Monaten haben sie zunächst keine Arbeit im Gefängnis. Ohne Arbeit, Ablenkung und Freizeit verfallen viele Gefangene in Passivität und Depression. Damit es nicht so weit kommt, setzt sich die Initiative knasstbewusst dafür ein, mehr neues Bewusstsein für das Leben im Gefängnis zu schaffen: Gemeinsam mit Frauen aus der U-Haft entwickeln Julia Hildmann und Stephanie Hörnig  von knastbewusst Produkte und verkaufen diese außerhalb der Gefängnismauern. Jedes Produkt erzählt dabei Geschichten aus dem Gefängnisalltag, woher die Frauen kommen, wer sie sind und welche Träume sie haben. So wird schon in der U-Haft der Grundstein für Resozialisierung und das Leben nach der Haft gelegt.

Knastbewusst ist eines von vielen Projekte, die von SAP und Social Impact gefördert wurden.

Big Brother ist Watching You

Die Nachrichten sind voll davon: Überwachungsskandale, Diskussionen über Cybersicherheit und Datenmissbrauch. Wir verschicken Nachrichten und Dokumente über Kurznachrichtendienste und vertrauen auf die Verschlüsselung. Wenn wir heute ein Foto an einen Freund schicken, übernimmt ein Anbieter, beispielsweise Facebook, die Funktion des Mittelsmanns, der die Nachricht weiterleitet. Dabei wird diesem Boten Zugriff auf den Inhalt der Nachricht gewährt. Digitaler Frühling von Simon Hirscher soll diese Sicherheitslücke schließen: Seine App verzichtet auf den Mittelsmann und verbindet das eigene Handy direkt mit dem des Empfängers und überträgt die Nachricht verschlüsselt, sodass niemand mitlesen kann.

Die Kompostkönige

Sie wollen Bauern in Uganda helfen, ihre Felder effektiver zu bestellen. Diese sind oft Selbstversorger und müssen meist kämpfen, um die „Hunger Gap“ –  die Übergangsphase im Frühling, bevor neue Früchte wachsen – zu überwinden. Daniel Stojanovic und Sophie Stender kompostieren und verkaufen Terra Preta, nährstoffreiche und CO2-bindende Erde. Damit könnten die Bauern eine Ertragssteigerung zwischen 50 und 90 Prozent erzielen. Sehr arme Bauern, die sich die Erde nicht leisten können, bekommen diese im Austausch gegen Biomüll und Holzkohle, die zur Herstellung neuer Erde verwendet werden.

Drei Projekte, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch haben sie eines gemeinsam: Sie sind Stipendiaten der gemeinsamen Initiative Startery von SAP und Social Impact.

Erfahren Sie mehr über die drei Projekte im Video:

Nicht nur Sozialunternehmer willkommen

Im Rahmen der Corporate Social Responsibility unterstützt SAP Bildung und Entrepreneurship. Ein Bestandteil dieses Engagements ist das Programm Social Impact Start, bei dem jungen sozialen Start-Ups Mentoren zur Seite gestellt werden. Vor fünf Jahren begann die Partnerschaft, durch die mehr als 200 Teams in Deutschland, Österreich und Osteuropa mit ihren sozialen Geschäftsideen unterstützt wurden.

Bisher konnten vor allem Sozialunternehmer an den Social-Impact-Lab-Standorten vom Programm profitieren. „Wir möchten darüber hinaus aktiv werden und haben deshalb das neue, agilere Programm ins Leben gerufen. Mit Startery sprechen wir nicht nur Sozialunternehmer, sondern auch gemeinnützige Vereine an. Dadurch können noch mehr Menschen von unserer Hilfe profitieren. Seit dem Start des Programms haben sich über 1500 Startups mit ihren Ideen um das Stipendium beworben”, berichtet Gabriele Hartmann, Head of Corporate Social Responsibility MEE von SAP.

Das erwartet die Stipendiaten bei Startery:

Letzte Hürde: Das Startery Camp Voting

Die Bewerbungsfrist für das Startery Camp 2016 in Walldorf ging Anfang Mai zu Ende. 50 Projekte haben es in die zweite Phase, das Voting geschafft. Noch bis zum 05.06. kann auf der Homepage abgestimmt werden, welche 20 Kandidaten beim Startery Camp teilnehmen werden.

Fair gehandelter Tee aus Sri Lanka, mehr Wohnraum für Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche für Politik begeistern oder von Schulkindern aus Tansania bemalte Kleider – das sind nur ein paar Beispiele der Projekte, die es ins Finale geschafft haben. Eine Übersicht aller Projekte, die zur Abstimmung stehen, finden Sie hier.

Titelbild: Social Impact gGmbH 

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