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Startschuss für die Africa Code Week

6. Oktober 2015 von Robin Meyerhoff 0

Diese Woche läuft die Africa Code Week, ein IT-Ausbildungsprogramm, das 20.000 junge Menschen in ganz Afrika für die digitale Arbeitswelt fit machen soll.

Vergangene Woche verabschiedete die UN-Vollversammlung die neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Entwicklungspolitik einzelner Länder und die gesamte politische Agenda in den nächsten Jahren prägen sollen. Eine zentrale Forderung liegt allen 17 Zielen zugrunde: Niemand soll zurückgelassen werden. Die Bekämpfung der Armut und mehr Bildungschancen für alle stehen ganz oben auf der Agenda.

Da passt es mehr als gut, dass letzte Woche der Startschuss zur Africa Code Week fiel. Im Rahmen der Initiative, die jungen Menschen digitale Kompetenzen vermitteln soll, werden vom 1. bis 10. Oktober Onlinekurse und Hunderte kostenloser Programmierworkshops durchgeführt. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen acht und 24 Jahren in insgesamt 17 Ländern, darunter Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Marokko, Nigeria, Ruanda, Senegal, Südafrika, Togo, Tunesien und Uganda.

Teilnehmer der Africa Code Week

Teilnehmer der Africa Code Week

Die Weltbank erwartet, dass in den nächsten zehn Jahren jährlich elf Millionen Jugendliche in den afrikanischen Arbeitsmarkt eintreten werden. In den nächsten 25 Jahren wird sich die Bevölkerungsgruppe im erwerbsfähigen Alter voraussichtlich auf eine Milliarde verdoppeln. Damit wird Afrika selbst China und Indien hinter sich lassen. Und obwohl 122 Millionen Menschen bis 2020 ins Berufsleben starten, suchen Unternehmen händeringend nach Mitarbeitern, die über ausreichende digitale Kompetenzen verfügen. Schätzungen zufolge verfügt in ganz Afrika weniger als ein Prozent der Jugendlichen, die die Schule verlassen, über grundlegende Programmierkenntnisse.

Die Africa Code Week gehört zu einer Reihe von Initiativen, mit denen die SAP Bildungslücken schließen und nachhaltiges Wachstum in Afrika fördern möchte. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen auch das Ausbildungsprogramm „SAP Skills for Africa“ ins Leben gerufen, das Hochschulabsolventen betriebswirtschaftliches Know-how und IT-Kenntnisse vermittelt. Mit der Africa Code Week schließt die SAP nun den Kreis: Jugendliche sollen bereits während der Schulzeit die Möglichkeit haben, sich das nötige Know-how anzueignen. „Das Besondere an der Afrika Code Week ist, dass wir eine Bewegung von unten in Gang setzen, die eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Organisationen zusammenbringt“, erklärt Rebecca Nicholson, Head of SAP Corporate Social Responsibility für die Region Europa, Naher Osten und Afrika. „Dies ist keine einmalige Initiative. Wir haben Lehrkräfte in ganz Afrika geschult und zahlreiche Unterrichtsmaterialien ins Internet gestellt – dies wird über Jahre hinweg einen Multiplikatoreffekt haben.“

Die Africa Code Week wurde von SAP initiiert und wird von immer mehr Ländern, internationalen und lokalen Bildungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Softwareunternehmen auf der ganzen Welt unterstützt. Zu den Partnern gehören Simplon.co, AMPION, das Galway Education Centre, das Cape Town Science Centre und die King Baudouin Foundation. Auch Google hat sich der Initiative als strategischer Partner angeschlossen und unterstützt die Veranstalter vor Ort bei der Organisation der Informatikkurse und Programmierworkshops, die in ganz Afrika stattfinden. Seit Juni haben IT-Experten der SAP ehrenamtlich rund 1.500 Eltern, Lehrer und Behördenmitarbeiter darin geschult, Kindern und Jugendlichen Programmierkenntnisse zu vermitteln.

Die meisten Workshops im Rahmen der Africa Code Week finden in den nächsten zehn Tagen in afrikanischen Städten statt. Zusammen mit AMPION (einer Non-Profit-Organisation, die junge IT-Unternehmen in Afrika unterstützt), und kommunalen Behörden schickt SAP zusätzlich Busse nach Ruanda und in die südafrikanische Provinz Western Cape, damit auch Kinder in ländlichen Gebieten an den Workshops teilnehmen können. In diesen mobilen Workshops kommt das vom MIT Media Lab entwickelte Lernsystem Scratch zum Einsatz, das jungen Leuten auf spielerische Weise das Programmieren nahebringt.

Die Digitalisierung trägt dazu bei, auf dem afrikanischen Kontinent neue Arbeitsplätze zu schaffen. Durch eine frühe und intensive Förderung junger Menschen wollen SAP und ihre Partner qualifizierte Arbeitskräfte heranbilden, die zum Wachstum Afrikas beitragen.

 

Bildquelle: SAP

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