Flirt per Software

Feature | 2. November 2010 von Andrea Ackermann 0

SAP Community Network. (Foto: Facemakr for iPad/iPhone)

StreamWork: Weltweites Netzwerk fürs Büro (Foto: Facemakr for iPad/iPhone)

Sie werden immer mehr zur Plattform für Diskussionen und gemeinschaftlichen Austausch: soziale Netzwerke wie Facebook & Co. Anfang des Jahres hat SAP dieses Modell mit StreamWork in die klassische Firmenumgebung gebracht.

Mit der On-Demand-Software können mehrere Mitarbeiter gleichzeitig oder auch zeitversetzt an einem Projekt – StreamWork Activity genannt – arbeiten. Wie in einem Internetforum können sie dabei Informationen sammeln und austauschen, diskutieren, Analysen durchführen und abstimmen. Der Prozess wird gespeichert, so dass einzelne Entwicklungen stets nachvollziehbar bleiben und als Muster für zukünftige Projekte zur Verfügung stehen.

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Schneller Austausch über die Chat-Funktion (Foto: SAP)

Schneller Austausch über die Chat-Funktion (Screenshot: SAP)

StreamWork 2.0 mit neuen Funktionen

Seit September 2010 ist nun die erweiterte Version StreamWork 2.0 auf dem Markt und bietet diverse neue Services: Über die Chat-Funktion können sich Nutzer jetzt noch schneller austauschen. Wird dabei eine brillante Idee entwickelt, können einzelne Passagen aus dem Chat kopiert und gespeichert werden. Und sollte sich in den Austausch doch mal ein kleiner Flirt eingeschlichen haben, keine Sorge: Dieser Part kann sofort gelöscht werden.

Beim Start des Programms erscheint ein Dashboard, das dem Anwender die Aktivitäten seiner Kontakte anzeigt. Excel-Tabellen lassen sich komplett in das System hineinkopieren. Ein Vollbildmodus stellt komplexe Grafiken anschaulich dar. Aktivitäten, die hohe Priorität haben, können mit einem Stern versehen werden und der Nutzer hat die Möglichkeit, digitale To-Do-Listen anzulegen. Um die Arbeit zu sichern, speichert StreamWork die Inhalte selbstständig alle 30 Sekunden.

Als Cloud-basierte Applikation ist StreamWork 2.0 eine vergleichsweise günstige Software, die keine zusätzliche Hardware benötigt und einfach zu installieren ist. Die Anwendung wird über den Internet-Browser bedient – unterstützt werden Internet Explorer (ab Version 7) und Mozilla Firefox (ab Version 3.0). Zudem muss der Adobe Flash Player in der Version 10.0 oder höher installiert sein.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Beta Version der “Enterprise Edition”

Die Beta-Version der "Enterprise Edition" (Screenshot: SAP)

Die Beta-Version der "Enterprise Edition" (Screenshot: SAP)

Beta Version der „Enterprise Edition“

StreamWork gibt es in drei Editionen, die zur Zeit nur in englischer Sprachversion verfügbar sind: die „Basic Edition“, „Professional Edition“ sowie die Beta-Version der „Enterprise Edition“. Die Basic Edition ist kostenlos, Lizenzcodes für die Professional Edition können online gekauft oder über den SAP-Vertrieb bezogen werden. Der Preis der Jahreslizenz beträgt in Europa 97 Euro, in Asien 128 US-Dollar und im Rest der Welt 108 US-Dollar (ohne Mehrwertsteuer).

Anmeldungen für die Beta-Phase der Enterprise Edition nimmt SAP aktuell unter http://sapstreamwork.com/enterprisebeta/ entgegen. Die Version lässt sich in bestehende SAP-Systeme direkt integrieren und kann auf vorhandene Daten zugreifen. Zudem kann die Software an fremde Systeme angedockt oder mit eigenen Anwendungen verbunden werden.

Die Enterprise Edition verfügt über erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Single Sign-On. Nutzer, die bereits SAP-Software wie ERP oder CRM nutzen und eine besonders sichere Verbindung wünschen, können StreamWork über einen Proxyserver integrieren. Nicht-SAP-Kunden beziehen die Software einfach über das Internet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Neue Optionen für Administratoren

Auf einen Blick: Die Aktivitäten aller User (Screenshot: SAP)

Auf einen Blick: Die Aktivitäten aller User (Screenshot: SAP)

Neue Optionen für Administratoren

Neu in der Enterprise Edition sind auch verschiedene Optionen für Administratoren. Auf einem übersichtlichen Dashboard befinden sich alle Tools, mit denen der Administrator das System konfiguriert. Alerts zeigen an, wenn Updates verfügbar sind. Im Bereich „Audit Reports“ kann der Administrator die Aktivitäten der Nutzer verfolgen und Arbeitsprozesse dokumentieren. Accounts von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, werden schnell und einfach gelöscht.

Im Bereich „Update Management“ lässt sich die Software automatisch oder manuell updaten. Hier werden dem Administrator auch automatisch Fehlerquellen angezeigt oder er kann manuell danach suchen. „Diagnosis“ ist die Plattform, auf der Fehler behoben werden. Von hier aus hat der Administrator die Möglichkeit, sich direkt mit einer anderen On-Demand-Hilfesoftware in Verbindung zu setzen.

StreamWork als Strategie

Eine mobile Version ist für 2011 geplant, so dass die Software auch auf dem iPhone und Blackberry genutzt werden kann. Zusätzlich sollen die Profile aus anderen Netzwerken wie Facebook, Xing oder LinkedIn im kommenden Jahr in StreamWork integriert sein.

Die Kollaborationssoftware ermöglicht produktiveres Arbeiten – SAP verfolgt mit StreamWork zudem ein strategisches Ziel: Nicht nur Informatiker, sondern sämtliche Mitarbeiter eines Unternehmens sollen beim Thema Software zuerst an SAP denken. Wenn sie mit einer Webanwendung wie StreamWork gute Erfahrungen machen, erschließt sich ihnen auch der Nutzen anderer SAP-Produkte leichter. Somit könnte StreamWork den Weg zur ERP-Software über Business Intelligence bis zum CRM-Modul aufzeigen.

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