Facebook für Unternehmer

Feature | 31. August 2010 von Gerd Scheuerer 0

Social Media für Unternehmen - dafür gibt es passende SAP-Software. (Bild: SAP AG)

Social Media für Unternehmen - dafür gibt es passende SAP-Software. (Bild: SAP AG)

Ob Facebook, Twitter oder LinkedIn: Was früher der Marktplatz in der Stadt war, sind heute soziale Plattformen im Internet. Hier werden Gespräche geführt und  Märkte gesteuert. Über soziale Medien informieren sich Menschen über Produkte, Dienstleistungen und Inhalte beziehungsweise tauschen Meinungen und Erfahrungen untereinander aus.

Die Zahl der aktiven Anwender wird  immer größer. Facebook hat bundesweit  rund zehn  Millionen Nutzer. In Deutschland gibt es  circa vier Millionen Mitglieder beim Business-Netzwerk Xing.

Auch die Firmen sind mittlerweile dabei: Sie schreiben Kurznachrichten auf Twitter, verfassen Artikel in Wikipedia, bewerten und empfehlen Geschäftspartner in Communities und pflegen Geschäftskontakte über LinkedIn oder Xing. Dabei lassen sich die gewonnen Daten und Informationen oft noch nicht in die Geschäftsprozesse integrieren. Es fehlt an angepassten Prozessen und offenen IT-Lösungen. Die Kommunikation der Firmen ist weiterhin auf One-to-One ausgelegt, also Telefon, Telefax, Brief oder E-Mail. Ganz gleich, ob es sich um eine Auftragsbestätigung, einen Lieferavise oder eine Urlaubsgenehmigung handelt. Hingegen wird in sozialen Netzwerken meist One-to-Many kommuniziert.

Software für Social Media

Einige Softwareanbieter haben auf diesen Trend bereits reagiert. Erste Lösungen bieten SAP mit SAP StreamWork oder Microsoft mit der Outlook-Anbindung von sozialen Netzwerken an.

SAP hat als einer der ersten großen Softwarehersteller Social-Media-Tools im Angebot. Mit SAP Friend Network Optimizer können Sie beispielsweie Ihre Facebook-Seite koordinieren, das heißt Ihren Aktivitätsstatus prüfen und mit andere Firmen vergleichen. Über die SAP Facebook-App haben wir bereits ausführlich berichtet. Näheres dazu lesen Sie hier.

Auf der nächsten Seite stellen wir Ihnen weitere SAP-Software für Social Media vor.

SAP NetWeaver Business Client (Screenshot: Steeb)

SAP NetWeaver Business Client (Screenshot: Steeb)

SAP NetWeaver Business Client – die neue SAP-Oberfläche

Die neue Benutzeroberfläche bietet allen SAP-Usern eine einheitliche Umgebung für den zentralen Zugriff auf SAP- und anderen Anwendungen. Sie ist anmutender, lässt sich leicht bedienen und kann von den Anwendern individuell gestaltet werden. So können Anwender zum Beispiel Gadgets einbauen oder auch soziale Medien einbinden. Darüber hinaus können Firmen über die Oberfläche alle notwendigen Anwendungen zur Abwicklung von Geschäftstransaktionen und zum Informationsaustausch integrieren. Der SAP NetWeaver Business Client hilft auch Entscheidungen zu beschleunigen, indem Geschäftstransaktionen mit integrierten Werkzeugen analysiert werden können. Anwender haben über ihre personalisierte Benutzeroberfläche direkten Zugriff auf Daten aus Unternehmensanwendungen, Analysen oder Web-Services. Das vereinfacht nicht nur die Nutzung bestehender Softwarelösungen, sondern steigert auch die Transparenz und damit letztlich die Effektivität des Geschäftsbetriebs.

SAP StreamWork – oder Facebook fürs Büro

Die On-Demand-Anwendung verbindet Teammitglieder, Informationen und bewährte Formen der Zusammenarbeit. Dadurch sind Teams in der Lage, ihre gemeinsamen Aufgaben effizienter zu gestalten und ihre Ziele besser zu erreichen. Anwender brauchen weder Training noch technisches Wissen, um SAP StreamWork zu nutzen. Die meisten Unternehmen nutzen E-Mail, Collaboration-Tools, Business-Software und Web 2.0-Applikationen. Die Folge: Die Zusammenarbeit ist oft unübersichtlich, schwer nachvollziehbar und führt selten zu klaren Entscheidungen. Mit SAP StreamWork können Teams Auswertungen durchführen, Strategien entwickeln und besser Entscheidungen treffen. Dazu werden umfassende Aufzeichnungen angelegt, die die Arbeitsschritte dokumentieren.

Wir haben SAP StreamWork bereits getestet. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Einsatzgebiete

SAP Friend Network Optimizer

SAP Friend Network Optimizer

Gesichter hinter den Produkten

Zum Einsatz kommen soziale Plattformen vor allem in der Personalbeschaffung, Marketing, Service und Vertrieb – und damit an den Schnittstellen zu Geschäftspartnern. Das Geschäft wird wieder persönlicher. Firmen bekommen Gesichter, mit denen die Geschäftspartner in Dialog treten können. Mitarbeiter können so einfach, schnell und persönlich kommunizieren. Sie erhöhen die eigene Präsenz, steigern die Wahrnehmung ihres Arbeitgebers und können  Meinungsprozesse positiv beeinflussen. Auch die Kundenkommunikation lässt sich mittels der sozialen Medien strukturieren und kann in betrieblichen Entscheidungsprozesse oder bei geschäftlichen Transaktionen mit einbezogen werden. Dies schafft nachhaltigen Mehrwert für Mitarbeiter und für Firmen.

Steeb: Web 2.0-Software für den Mittelstand

Das Software- und Beratungshaus Steeb wird sich dem Thema auf seinem Mittelstandsforum vom 20. bis 21. September 2010 in Hanau widmen. Dabei setzt der SAP-Partner folgende Schwerpunkte:

  1. Da das Internet als Kommunikationsplattform weiter an Bedeutung zunehmen wird, muss die Breitbandtechnologie deutschlandweit ausgebaut werden. Denn ohne leistungsstarkes Netz können Anwender die neuen Applikationen nicht nutzen. Darüber hinaus müssen Firmen ein einfaches, aber sicheres Access Management in ihre IT implementieren. Im Idealfall können Anwender über mobile Endgeräte künftig auf alle Applikationen zugreifen.
  2. Die Softwareanbieter und Service Provider müssen mehr Web Services entwickeln und diese über so genannte Application Stores wie Apple iTunes an die Kunden herantragen. Je mehr Web Services am Markt verfügbar sind, desto größeren Mehrwert können die Anwender daraus generieren.
  3. Die Firmen müssen alle relevanten Geschäftsprozesse digitalisieren und in bestehende Abläufe einbinden. So können sie die Geschäftsprozesse ausbreiten und auch neue Prozesse einfach integrieren. Ein Beispiel dafür sind Lieferantenanfragen über Facebook, die von Mitarbeitern über das soziale Medium beantwortet und in einer SAP-Lösung abgebildet werden müssen.

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