Soccer team in a huddle

Studie von SAP und Ovum stellt mangelnde Integration von Kernsystemen bei Versicherern fest

1. Oktober 2015 von SAP News 0

Die Versicherungsbranche leidet an einem Wettbewerbsnachteil und muss sich gegen neue Konkurrenten behaupten – so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Analystenhauses Ovum, die von SAP gesponsert wurde. Der Grund: Da sie weiterhin fragmentierte, unflexible und kostspielig zu verwaltende Systemlandschaften nutzen, mangelt es vielen Versicherern noch immer an integrierten Kernsystemen.

In der Studie „Core Operations Modernization in the Global Insurance Industry“ zeigte sich, dass die Mehrheit der Versicherungsgesellschaften trotz erheblicher Investitionen in Modernisierungsprojekte für die Kerngeschäftsprozesse noch immer mehrere, fragmentierte Systeme betreiben. Dies erschwert es, die Konformität von Produkten und Prozessen mit regulatorischen Vorgaben sicherzustellen. Damit sind die Versicherer auch angreifbarer gegenüber neuen Marktteilnehmern, die sich mit höherer digitaler Kompetenz zu positionieren suchen.

Trotz erheblicher Investitionen in Modernisierungsprojekte über viele Jahre nutzen mehr als 40% der Versicherungsunternehmen für ihre Kerngeschäftsabläufe noch immer mindestens elf verschiedene Plattformen. Bei fast einem Viertel der US-Versicherer sind sogar 20 oder mehr Plattformen im Einsatz. SAP und Ovum haben außerdem festgestellt, dass 42% der Versicherer ein „integriertes Channel-Modell“ als optimale Architektur zur Unterstützung ihrer Wachstumsstrategie betrachten. Bei diesem Modell sind digitale Kanäle und Kernprozessfunktionen auf einer zentralen Plattform integriert. Dennoch agieren modernisierte, digitale Kundenportale weiterhin im Wesentlichen isoliert von der Kernprozessumgebung, und 46% der Versicherungsunternehmen benötigen mindestens zwei Jahre, um das ideale integrierte Channel-Modell zu implementieren.

„Die heute genutzten Umgebungen für Kerngeschäftsprozesse sind den Herausforderungen, vor denen die Branche steht – seien es starke neue Konkurrenten, agile Startups oder die Unfähigkeit, auf sich ändernde Kundenerwartungen einzugehen –, einfach nicht gewachsen“, sagt Charles Juniper, Principal Analyst für Financial Services Technology bei Ovum. „Dadurch sind viele etablierte Versicherer echten Wettbewerbsbedrohungen ausgesetzt.“

Die Trennung zwischen digitalen Kanälen und Kernprozessen stellt nach wie vor ein erhebliches Hindernis für den Kundenservice bei Versicherungsunternehmen dar. Tatsächlich wurde die Verbesserung der Kundenfreundlichkeit als wichtigstes Ziel von Kernprozess-Modernisierungsprojekten angeführt. Angesichts des hohen Standardisierungsgrads neuer Geschäftsmodelle werden einer mangelhaften Kundenerfahrung von der Mehrheit der Versicherer die gravierendsten Auswirkungen über die nächsten 24 Monate zugeschrieben.

Die mangelnde Umsetzung erfolgreicher Technologiestrategien bedeutet ebenfalls einen Wettbewerbsnachteil der Versicherungsgesellschaften gegenüber neuen Marktteilnehmern, die Produkte über einen „integrierten Channel“ anbieten. Laut der Studie implementieren 23% der Versicherer in Schwellenmärkten aggressiv Software-as-a-Service- und Cloud-Technologien, um ihre Kerngeschäftsmodelle rasch zu transformieren und die Bedrohungen durch die neuen Konkurrenten besser abzuwehren.

Die vollständige Studie ist hier abrufbar [PDF, auf Englisch]. Wenn Sie mehr über die Lösungen und die Kernprozess-Software für Versicherer von SAP erfahren möchten, besuchen Sie uns im Internet unter www.sap.com/germany/solution/industry/insurance . Weitere Informationen finden Sie im SAP News Center. Folgen Sie SAP auf Twitter unter @sapnews.

Methodik

Im Juli und August 2015 befragte Ovum 530 IT-Entscheidungsträger im Versicherungssektor weltweit. Die Umfrageteilnehmer waren überwiegend als IT-Vorstand, Leiter der IT-Strategie oder Leiter der IT-Architektur tätig und waren maßgeblich an den Entscheidungen über die IT-Strategie ihres Unternehmens beteiligt. Bei den Unternehmen aller Teilnehmer handelte es sich um Versicherungsgesellschaften unterschiedlicher Größe (gemessen am jährlichen Prämienaufkommen) sowohl aus dem Lebens- als auch aus dem Sachversicherungssegment mit Präsenz in verschiedenen Regionen. Krankenversicherungen, Rückversicherer sowie Versicherungsvermittler wurden bei der Umfrage nicht berücksichtigt.

Ansprechpartner für die Presse:
Birgit Dolny, +49 (6227) 7-61664, birgit.dolny@sap.com, MEZ

 

Foto: Shutterstock

Tags:

Leave a Reply