SAP und Sybase: Fusion im Arbeitsspeicher

Feature | 23. August 2010 von Benjamin Blaume 0

Zukunft kabelloses Unternehmen: Software von SAP und Sybase

Zukunft kabelloses Unternehmen: Software von SAP und Sybase (Foto: Frank Völkel)

In Frankfurt am Main und Boston sprachen die SAP-Vorstände Jim Hagemann Snabe, Bill McDermott, Vishal Sikka sowie der Sybase-CEO John Chen erstmals über Strategien, Roadmaps und neue Produkte, die aus dem Kauf von Sybase hervorgehen sollen. McDermott versprach eine mobile Plattform, die innerhalb von neun Monaten auf den Markt kommen und auf allen gängigen Smartphone-Betriebssystemen wie iOS, Symbian, Android und Blackberry OS verfügbar sein werde.

Dazu werde man die SAP-Technologien NetWeaver Mobile und BusinessObjects Mobile in die Sybase Unwired Plattform integrieren. Das Ziel: Den Trend zum Überallzugriff auf Unternehmensdaten vorantreiben und die Marktführerschaft im Bereich „Mobile Enterprise“ ausbauen.  SAPs Chef-Technologe Vishal Sikka sieht im Wandel zum kabellosen Unternehmen einen Trend, der nur einmal pro Generation passiere und vergleicht ihn mit der Einführung des Server-Client-Prinzips. Mit dem Zukauf von Sybase werde man laut McDermott auf einen Schlag zum Marktführer im Bereich Mobile Enterprise.

Derzeit nutzen 900 Mobilfunkanbieter und ihre 4 Milliarden Nutzer Sybase-Produkte. Der Kauf von Sybase sei demzufolge auch eine sehr große Chance für SAP-Partner neue Kundenfelder zu erschließen.

In-Memory Datenbanken

Seit dem SAPPHIRE-Auftritt von Hasso Plattner wird SAP nicht müde das Thema In-Memory-Datenbanken anzusprechen. Sybase verfüge über leistungsstarke Datenbanken, die in Zukunft mit den sich derzeit bei SAP in Entwicklung befindenden In-Memory-Technologien, erweitert werden sollen. Zudem wird das SAP-Flaggschiff Business Suite 7 auf die Sybase Datenbank ASE15 portiert. Eine erste Betavariante soll in der zweiten Jahreshälfte 2011 veröffentlicht werden. ASE15 ist bereits für SAP BusinessObjects XI und Crystal Reports zertifiziert. Trotz des Fokus auf die Sybase-Datenbanken werde SAP am eigenen Ökosystem festhalten und weiterhin alle führenden Datenbanken von Oracle, IBM und Co. unterstützen.

Sybase bleibt eigenständig

Die Firmenvorstände von SAP und Sybase betonten erneut, dass Sybase nach der Übernahme als eigenständiges Unternehmen bestehen bleibt. Sybase habe in den letzten Jahren hervorragend gewirtschaftet und sei schneller als die Konkurrenz gewachsen. Die Sales-Teams beider Firmen werden jedoch, da wo es sinnvoll ist, auch die Produkte des anderen Unternehmens verkaufen.

Zielgruppe iPad-Nutzer: Software für überall

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