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Talentmanagement voll in die Unternehmensplanung einbeziehen

Feature | 3. März 2014 von Anja Paschke-Hess 0

Das Finden und Binden von Mitarbeitern gewinnt an Bedeutung. Michael Repnik, Geschäftsführer beim SAP-Partner LearnChamp, erklärt, wie Unternehmen im Talentmanagement punkten.
Herr Repnik, wie wichtig ist Talentmanagement heute für die Unternehmen?
Michael Repnik, Geschäftsführer LearnChamp

Michael Repnik, Geschäftsführer LearnChamp

Michael Repnik: Sehr wichtig – und das wissen die Betriebe auch. Laut einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group stufen 76 Prozent der Unternehmen das Thema als eine der wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft ein. Das ist einerseits auf den demografischen Wandel und den daraus resultierenden Fachkräftemangel zurückzuführen. Andererseits stellt die Generation Y auch andere Ansprüche an ihre Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer von morgen sind mit mobilen Anwendungen und Endgeräten aufgewachsen und erwarten diese auch am Arbeitsplatz. Wer von künftigen Mitarbeitergenerationen Verständnis für papiergebundene Prozesse erwartet, muss damit rechnen, dass er im Kampf um die besten Talente das Nachsehen hat. Zumal junge Arbeitnehmer sich ihren Arbeitgebern immer weniger verpflichtet fühlen und dementsprechend leicht zur Konkurrenz abwandern. Für viele Branchen ein echtes Risiko. Denn immer mehr Unternehmen müssen heute um Mitarbeiter werben und nicht umgekehrt.

Trotzdem fühlt sich der Großteil der Unternehmen nicht ausreichend gerüstet, um geeignete Mitarbeiter zu finden und zu binden. Woher kommt das?

Repnik: Die Personalmanagementprozesse haben sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. Soziale Medien, mobile Anwendungen und zahlreiche weitere Treiber sorgen dafür, dass Talentmanagement als Prozess nicht nur neu gedacht, sondern neu gelebt werden muss. Wurden Personalbeschaffung, Personalplanung und Personalentwicklung früher häufig voneinander losgelöst betrachtet, wird heute ein ganzheitlicher und bereichsübergreifender Ansatz benötigt. Gleichzeitig gilt es langfristiger und flexibler zu planen. Es geht nicht mehr lediglich darum, offene Stellen zu besetzen, sondern die Mitarbeiter gezielt weiterzuentwickeln. Die Frage lautet nicht mehr: Welche Stellen müssen wir besetzen?, sondern: Welche Kompetenzen brauchen wir mittelfristig, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Integrierte Talentmanagementkonzepte helfen, derartige Fragen zuverlässig zu beantworten und entsprechende Schritte einzuleiten.

Worauf sollten Unternehmen bei der Umsetzung einer Talentmanagementstrategie achten?

Repnik: Die Entwicklung eines geeigneten Gesamtkonzepts gilt als eine der größten Herausforderungen im Talentmanagement. Deshalb sollten Unternehmen sich dafür unbedingt ausreichend Zeit nehmen und alle Beteiligten möglichst früh mit ins Boot holen. Wichtig dabei: Stets das große Ganze im Auge zu behalten, selbst wenn es zunächst darum geht, einzelne Teilaspekte umzusetzen.

Gleichzeitig sollten Unternehmen sich bei der Einführung aber nicht in Details verlieren. Viel wichtiger ist, dass sich das unternehmensweite Talentmanagement flexibel an neue Markterfordernisse und Rahmenbedingungen anpassen lässt. Ein Beispiel: Setzte man in der Personalentwicklung vor wenigen Jahren noch überwiegend auf Präsenzschulungen, ist E-Learning heute überall gang und gäbe. Immer mehr Mitarbeiter wollen entsprechende Trainingsprogramme nun aber auch über mobile Endgeräte nutzen. Unternehmen müssen also sicherstellen, dass ihre E-Learning-Angebote auf unterschiedlichsten Plattformen laufen. Neben genauer Planung und Flexibilität spielt natürlich das nahtlose Zusammenspiel mit bereits etablierten Personalmanagementprozessen und -anwendungen ebenfalls eine enorm wichtige Rolle.

Flexibilität, kurze Projektlaufzeiten, überschaubarer Investitionsbedarf – das alles spricht für einen Cloudansatz, oder?

Repnik: Das kann man durchaus so sagen. Zumal mit der HCM-Suite von SuccessFactors eine ausgereifte Lösung für das Talentmanagement zur Verfügung steht, die modular aufgebaut ist und sich nahtlos mit den Personalmanagementanwendungen von SAP verzahnen lässt. Damit steht einer schrittweisen Umsetzung einer ganzheitlichen Strategie für das Talentmanagement nichts mehr im Wege.

Wie unterstützt LearnChamp Unternehmen an dieser Stelle?

Repnik: Als unabhängiges Beratungsunternehmen für Lösungen in den Bereichen Enterprise Learning und Talentmanagement unterstützen wir Unternehmen bei der Entwicklung und Einführung individueller Talentmanagementkonzepte. Von der Definition einer strategischen HR- und Talentmanagement-Vision bis hin zur Systemimplementierung deckt unser Beratungsangebot sämtliche Aspekte ab. Zudem beschäftigen wir uns bereits seit vielen Jahren mit dem Lösungsangebot von SuccessFactors und kennen die HCM-Suite inzwischen wie unsere sprichwörtliche Westentasche. Dadurch verfügen wir über umfassendes Produkt- und Implementierungs-Know-how und können Betriebe bei der Abbildung unternehmensspezifischer Talentmanagementbedürfnisse optimal unterstützen.

Weitere Informationen:
Im LearnChamp-Blog spannende News rund um Talentmanagement und E-Learning lesen.

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