HANA in der Cloud

10. November 2011 von Christiane Stagge 0

SAP HANA wird auch auf Cloud-Anwendungen laufen. (Foto: Christiane Stagge)

SAP HANA wird auch auf Cloud-Anwendungen laufen. (Foto: Christiane Stagge)

Mobility, Cloud, In-Memory – am letzten Tag der SAPPHIRE NOW und TechEd dreht sich alles um Technologien und Zukunftsvisionen. Vishal Sikka, SAP Executive Board Member Leading Technology and Innovation, zieht eine Bilanz des vergangenen Jahres und spricht über Neuerungen,  auf die sich Kunden im nächsten Jahr freuen dürfen:

In-Memory: HANA auf Business One in 2012

Über kein anderes SAP-Produkt wird derzeit mehr geredet als SAP HANA. Am Tag zuvor hat Jim Hagemann Snabe in seiner Keynote versprochen, dass SAP HANA künftig für alle Anwendungen zur Verfügung stehen soll, siehe Artikel “SAP HANA für alle”. Vishal Sikka wurde heute konkreter.

SAP HANA ist eine Kombination aus Software und Hardware, die sich die In-Memory-Technologie zu Nutze macht. Große Datenmengen können somit im Arbeitsspeicher vorgehalten und jederzeit abgerufen werden. Das ermöglicht Datenauswertung in Echtzeit.

BusinessObjects BI 4.0 unterstützt bereits SAP HANA. Damit können Unternehmen hohe Datensätze in Sekundenschnelle analysieren und Prognosen treffen. Im nächsten Jahr soll Business One auf SAP HANA laufen. In naher Zukunft unterstützten auch andere Anwendungen wie SAP ERP, CRM und native Apps die In-Memory-Technologie-Software. In seiner Keynote kündigte Vishal Sikka an, dass auch Cloud Applikationen und der Solution Manager auf HANA laufen sollen.

RedBull und Colgate: Erfahrungen mit HANA

Mit HANA sollen IT-Landschaften vereinfacht werden. Als Erfolgsprojekte stellte Sikka die HANA-Implementierungen bei Colgate und Red Bull vor. Bei Colgate basiert die Anwendung Controlling Profitability Analysis (Co-Pa) auf HANA. Daten könne direkt im Arbeitsspeicher ausgewertet werden.

Bei RedBull läuft das Business Warehouse auf SAP HANA. Das Unternehmen hat einen Intel-Server, auf der die SQL-Datenbank läuft. Außerdem ist NetWeaver Business Warehouse 7.01 im Einsatz. Daneben existieren eine HANA Applikation von Fujitsu sowie eine HANA-Datenbank, die mit NetWeaver Business Warehouse 7.3 zusammenarbeitet. Bei Red Bull war die SAP HANA-Anwendung innerhalb von zwei Wochen implementiert. Die Datenbank konnte dabei um 80 Prozent komprimiert werden.

Wer sich mit dem Thema noch mehr vertraut machen möchte, für den hat Vishal Sikka eine neue Website vorgestellt: SAP Experiences. Hier können Sie sich über In-Memory genauer informieren, Implementierungsanleitungen nachlesen oder sich Demos anschauen, wie SAP HANA in der Praxis funktioniert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: EMC – schlaflos in Boston

Neue Website: Auf Experience SAP HANA gibt es Informationen zu Implementierung, Anwendung und Hintergrundwissen. (Foto: Christiane Stagge)

Neue Website: Auf Experience SAP HANA gibt es Informationen zu Implementierung, Anwendung und Hintergrundwissen. (Foto: Christiane Stagge)

Kunden disktutieren über ihre Erfahrungen mit SAP HANA. (Foto: Christiane Stagge)

Kunden diskutieren über Erfahrungen mit SAP HANA. (Foto: Christiane Stagge)

EMC: Schlaflos in Boston

Ob Cloud Computing oder In-Memory-Technologie – ohne die richtige Hardware würde nichts funktionieren. SAP arbeitet daher schon lange eng mit führenden Hardware-Anbietern wie IBM, HP, Dell, Fujitsu, Cisco und Lenovo zusammen. In seiner Keynote kündigte Sikka mit Hitachi einen neuen Partner an.

In Sachen Cloud Computing gelten VMware und EMC als engste Partner. Der CIO von VMware wurde live per Satellit in die Keynote hinzugeschaltet. Sogar EMC-Chef Pat Gelsinger ließ es sich nicht nehmen, mit Vishal Sikka per Satellitentelefon zu sprechen, obwohl es in Boston um diese Zeit bereits vier Uhr morgens war.

Angekündigt: EHP für NetWeaver 7.3

Trotz des Hypes um SAP HANA betonte Sikka auch die Wichtigkeit der bestehenden Technologie-Plattform SAP NetWeaver. Momentan gebe es über 65000 SAP NetWeaver-Kunden. Mehr als 16.000 Anwender nutzen SAP Business Warehouse und 100.000 NetWeaver Portal. 180 Kunden arbeiten bereits mit der neuen Version NetWeaver 7.3. Für Ende 2011 kündigte Sikka ein Enhancement Package für NetWeaver 7.3 an. Der ABAP-Application-Server soll künftig SAP HANA unterstützen.

Vishal Sikka auf der SAPPHIRE NOW und SAP TechEd in Madrid. (Foto: Christiane Stagge)

Vishal Sikka auf der SAPPHIRE NOW und SAP TechEd in Madrid. (Foto: Christiane Stagge)

Tags: , , , , , ,

Leave a Reply