Testumgebung für Einstieg in SOA

Feature | 8. April 2009 von Bernhard Krebs 0

Wer kauft schon gerne die Katze im Sack? Das Bild mag provozieren, trifft aber im Kern ein Dilemma, vor dem gerade Nutzer komplexer Software-Anwendungen stehen: Sie wissen vor dem Kauf nicht bzw. kaum, was in der Praxis auf sie zukommt.

SAP Discovery System V3 Enhanced ist ein gemeinsames, exklusives Angebotspaket von SAP und Fujitsu. Der gegenüber früheren Versionen erheblich vergrößerte Leistungsumfang basiert auf einer erweiterten Entwicklungsumgebung mit der vorinstallierten, technologischen Plattform SAP NetWeaver 7.1 als Fundament.

Ebenfalls vorinstalliert und zwar auf PRIMERGY-Servern (TX300 S4, basierend auf Intel Quad Core CPU): SAP Geschäftsszenarien, die sofort getestet und z. B. in einer SOA genutzt werden können.

SAP.info: Sehr geehrter Herr Bechtel, eigentlich klingt die Möglichkeit, eine Anwendung vor dem Erwerb zu testen, etwas banal …

Bechtel: … und ist es keineswegs. Eine komplexe Softwarelösung für ein Unternehmen ist ja kein Produkt wie ein PC-Spiel, das ich in einem Laden einfach unter Realbedingungen ausprobieren kann. Und es ist auch kein Programm in einem Standard-Paket wie zum Beispiel eine Textverarbeitung.

Vielmehr stehen wir in unserem Fall vor der Herausforderung, dass ein Unternehmen höchst spezifische Eigenheiten in ihrer mitunter über lange Zeit gewachsenen Infrastruktur besitzt und zudem noch ganz eigene Ansprüche gerade hinsichtlich Geschäft und den Prozessen dahinter stecken. Für eine Testumgebung, die mehr sein will als bloße Makulatur, bedeutet dies natürlich hoch komplexe Anforderungen.

SAP.info: Und für diese Anforderungen bietet das SAP Discovery System von Fujitsu die passende Antwort?

Bechtel: Genau. Hier haben wir eine aktualisierte und erweiterte Version entwickelt, die eine leistungsfähige und sehr praxisnahe Testumgebung für den Einstieg in SOA, aber auch für Trainings oder Proof of Concept bietet.

Gemeinsam mit SAP stellen wir interessierten Konzernen, großen mittelständischen Unternehmen und SAP-Service-Partnern (Voraussetzung ist allerdings, dass eine SAP-Lizenz vorhanden ist) als exklusives Angebot die aktuellste Softwareumgebung als SAP Discovery System V3 Enhanced zur Verfügung.

SAP.info: Wenn ich mich also zum Test entschließe…

Bechtel: … dann ist unser Paket innerhalb kürzester Zeit nicht nur implementiert, sondern auch bei Bedarf voll integriert in die IT-Systemlandschaft des Kunden. Das bedeutet: Ohne großen Investitionskosten kann Ihr Unternehmen SAP Discovery System V3 Enhanced schnell nutzen. Sie können also:

  • in einer Demo-Umgebung sich auf den aktuellsten Stand von Software-Entwicklungen bringen;
  • die Fähigkeiten des neuen SAP NetWeaver 7.0 und 7.1 testen;
  • gemischte SAP-Anwendungen entwickeln oder zusätzliche Lösungen wie z. B. Duet Software integrieren;
  • Prototypen und Proof of Concepts erstellen;
  • und ganz wichtig: die Systemnutzung in vielen verschiedenen Abteilungen möglich machen.

SAP.info: Erlauben Sie die Nachfrage: Was bedeutet „ohne große Investitionskosten“?

Bechtel: Ohne Vorinstallation würden rund drei Wochen für die Installation und die SAP-Integration anfallen, was natürlich teuer ist. Bei diesem Paket bewegen wir uns preislich im untersten fünfstelligen Euro-Bereich, wobei ein Tag Workshop inklusive ist.

Und: In der Version 3 Enhanced sind alle möglichen Erweiterungen schon enthalten. Die Enhanced-Erweiterungen würden mindestens zehn Tage Aufwand bedeuten, wenn man sie händisch machen wollte.

SAP.info: Ist denn ein Workshop nötig?

Bechtel: Auch wenn das System generell nach dem Prinzip der einfachen Handhabung entwickelt worden ist und wir auf Kundenseite in der Regel IT-Experten vorfinden, die ja SAP-Lösungen kennen – ist SAP Discovery System V3 Enhanced natürlich dennoch etwas Neues bzw. bietet neue, erweiterte Möglichkeiten.

Wir empfehlen deshalb den im Preis inbegriffenen Einführungsworkshop, den wir in Zusammenarbeit mit SAP Consulting anbieten. Dieser Service ist bei vielen Kunden besonders nachgefragt – einfach deshalb, weil man bei einer solchen Gelegenheit auch einen Überblick über die Test- und späteren Praxismöglichkeiten erhält.

SAP.info: Und dabei erhält man auf Bedarf einen vertieften Einblick in die Geschäftsstrategien einer SOA?

Bechtel: Genau. Sich mit SOA intensiv beschäftigen und ihre Relevanz für das eigene Unternehmen zu überprüfen, ist sicher ein großes Thema, das mit SAP Discovery System V3 Enhanced ausgiebig behandelt werden kann.

Vollkommen branchenneutral sind unsere Kunden hier Nutznießer einer Entwicklung, die nach dem Prinzip der Best Practices auch die technische Erfahrung unzähliger Anwendereinsätze beinhaltet. Und sie werfen einen Blick in eine mögliche unternehmerische IT-Zukunft: Kunden sehen und teste SAP-Upgrades, neue Applikationen, die sie vielleicht noch gar nicht kennen – und erfahren so ganz praktisch eine Menge über die Philosophie einer SOA.

SAP.info: Das klingt nach brach liegendem Potential, das sie mit SAP Discovery System V3 Enhanced überhaupt erst bekannt machen.

Bechtel: Ja. Wichtig aber ist meines Erachtens nach ein weiterer Aspekt: IT-Praktiker und -Verantwortliche in Unternehmen erhalten mit dieser Testumgebung gewissermaßen eine absolut glaubwürdige, weil unter realen Bedingungen laufende, Präsentationsmöglichkeit einer IT-Struktur, wie sie benötigt wird.

SAP.info: Und für wen ist eine solche Präsentation?

Bechtel: In erster Linie für das eigene Management und die Entscheider, die es hinsichtlich Investitionen in eine Aktualisierung bzw. Erweiterung der Software-Landschaft zu überzeugen gilt.

Die Situation ist doch ansonsten folgendermaßen: Der verantwortliche IT-Mitarbeiter geht zum Chef samt Controller und sagt: „Das brauchen wir.“ Meist bekommt er als Antworten „Warum?“, „Das ist zu teuer.“ und „Wo ist unterm Strich der Mehrwert für unser Unternehmen?“.

Dem kann man entweder mit einer langen, theoretischen Argumentationskette begegnen – oder indem man einfach die Vorteile und den Nutzen unter Realbedingungen überzeugend vorführt. Außerdem erhält man eine Vorschau auf die Kosten; aus dem Durchspielen unterschiedlichster Szenarien lassen sich viele Kundenentscheidungen ableiten – und alle Beteiligten können diskutieren und schließlich sagen: „Wir haben die geplanten bzw. möglichen IT-Erweiterungen in unserem System schon mal live gesehen.“

Und wenn man Fujitsu-Kunde ist, erhält man ferner mit jedem System noch einen Gutschein für eine Systemvermessung der bisherigen Systemlandschaft (5 SIDs) inklusive eines Inventurberichts. Damit ist man vorbereitet für weitere anstehende Veränderungen der Infrastruktur z. B. durch Konsolidierung oder Virtualisierung.

SAP.info: Und wenn sich der potentielle Kunde nun für den Kauf entscheidet, beginnt alles wieder bei Stunde Null?

Bechtel: Im Gegenteil – und zwar prinzipiell zu jedem Zeitpunkt des Tests und der Zeit danach: Mit dem Snapshot/Restore-Mechanismus von Fujitsu wird der definierte Stand in der Gesamtumgebung gesichert. Das bietet jedem Kunden die Möglichkeit, zum einen Projekte abzuschließen und zum anderen, ein System beliebig oft für unterschiedlichste Einsatzgebiete wieder zu verwenden.

Unser Discovery System bietet mit dieser Funktion weit mehr Vorteile als nur die Backup Funktion einer Datenbank.

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