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The Voice of Walldorf

2. November 2015 von Andrea Diederichs 0

Beim SWR3-Afterwork-Konzert rockte Rea Garvey die Kantine der SAP in Walldorf. Mitarbeiter hatten beim Musikquiz des Radiosenders mit Rea den Jackpot gewonnen.

Un-fucking-fassbar! Genau das dachten wohl einige der rund 2.500 SAP-Mitarbeiter, die das große Los gezogen hatten und Rea Garvey am vergangenen Freitag live auf der Bühne der Walldorfer Kantine erlebten. Die hat zwar schon manches musikalische Highlight bei der Weihnachtsfeier erlebt, aber bestimmt noch nie so ein Knaller-Konzert wie mit Rea.

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Rea Garvey zeigte sich beeindruckt, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen am Standort Walldorf beschäftigt sind.

Das Wort „Weihnachtsfeier“ hatte Rea an dem Tag offensichtlich schon öfter gehört. Vom Publikum bereits mit Spannung erwartet, kam er ganz in schwarz gekleidet mit seiner Gitarre auf die Bühne und erklärte das Konzert kurzerhand zur vorgezogenen Weihnachtsfeier. Sehr besinnlich ging es allerdings nicht zu, als Rea mit dem kernigen Sound von „Oh My Love“ den Abend eröffnete und damit gleich einen starken Auftakt setzte.

After-Work-Konzert vor 2.500 Mitarbeitern

Anschließend dankte er zunächst der Dietmar-Hopp-Stiftung, die ihm beim Solheim Cup einen Scheck über 100.000 Euro für seine Stiftung Clearwater überreicht hatte. Er freute sich, mit diesem Abend etwas an die SAPler zurückgeben zu können. Die waren ab 17.00 Uhr Richtung Kantine geströmt. Rea zeigte sich beeindruckt, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen am Standort Walldorf beschäftigt sind und wie gut die Zusammenarbeit offensichtlich klappt – denn sie hätten „ihn ja gewonnen“.

Dieses Miteinander hatte das Konzert überhaupt erst möglich gemacht. Erst knapp drei Wochen ist es her, dass SAP-Kollegin Karin Fent die Idee hatte, am Musikquiz des SWR3 teilzunehmen: „Am Wochenende habe ich mich auf der Website registriert und beim Vorstand um Zustimmung gebeten, und gleich am Montag kam die Zusage, dass wir für das Quiz am Dienstagmorgen in die engere Wahl kommen.“

App verhilft zum Sieg beim Quiz

Dann musste alles ganz schnell gehen: Damit möglichst viele mitmachten, mobilisierte Karin spontan zusammen mit zehn weiteren Kollegen ein großes Netzwerk innerhalb der Firma. SAP wäre nicht SAP, wenn nicht auch Software geholfen hätte. Im Laufe des Montagnachmittags hatten findige Entwickler im Bereich von Franz Färber flugs eine Web App gebaut. Beim Live-Quiz konnten die zahlreichen Mitstreiter, unter ihnen auch viele BA-Studenten, dann über die App angeben, welche Titel und Interpreten sie erkannt hatten. Eine Datenbank sortierte die Antworten nach Häufigkeit. Das Ergebnis: Mit vereinten Kräften holten die Kollegen 18 von 40 möglichen Punkten und Rea Garvey nach Walldorf!

Der machte inzwischen mit bekannten Hits wie „Can’t Say No“ oder einer Akustikversion des Klassikers „Super Girl“ Stimmung. Irgendwann klatschten, sangen oder tanzten alle mit. Beim Song „It’s a Good Life“ berichtete Rea, dass er dieses Lied für einen alten Freund geschrieben habe, dem es nicht gut gehe. Zwischen den Titeln erzählte er immer wieder kleine Geschichten aus seinem persönlichen Leben, manche witzig, andere nachdenklich. Mit Deutschland fühle er sich sehr verbunden, nicht so sehr wegen seines Erfolgs, sondern vor allem, weil er hier seine Frau kennengelernt habe, mit der er seit 15 Jahren zusammen ist. Deutschland zeige auch, dass Vielfalt funktioniert, sagte Rea und bezog sich damit auf die aktuelle Hilfe für die zahlreichen Flüchtlinge.

Verfrühte Weihnachtsfeier in Walldorf

Dass alles reibungslos klappte, dafür sorgten Veranstaltungsleiter Dieter Seiberth und sein Team. Zwei Wochen lang hatten sie das Event unter Hochdruck organisiert. Seiberth bestätigt, dass es bei der SAP ganz schnell und unbürokratisch gehen kann. „Das alles kam ja ziemlich überraschend!“, schmunzelt er, „solche Veranstaltungen werden sonst locker ein Vierteljahr im Voraus geplant.“ Alle Beteiligten innerhalb und außerhalb der Firma hätten ganz flexibel und spontan reagiert – auch SWR3 und Rea Garvey selbst. Denn auch für den Sender waren die Größenordnungen bei SAP erst einmal überraschend. Wie Seiberth erzählt, „musste SWR3 das technische Set-up anpassen und Rea konnte nicht, wie ursprünglich geplant, unplugged spielen, sondern trommelte spontan seine Band zusammen.“

Nachdem Rea neben Ohrwürmern wie „Colour Me In“ und „Can’t Stand the Silence“ mit „Fire“ und „Armour“ auch Titel aus seinem brandneuen Album „Prisma“ präsentiert hatte, wollte er sich gegen 19.00 Uhr mit einer Zugabe verabschieden. „Die Weihnachtsfeier geht aber bis 3!“, rief da eine Kollegin aus dem Publikum. Dem konnte auch Rea nicht widersprechen und gab eine Extra-Zugabe. SWR3-Moderatorin Daniela Hilpp fragte zum Abschluss ins Publikum, wen die SAP denn zur echten Weihnachtsfeier einladen soll. Ein klarer Fall für die Anwesenden, die unter tosendem Applaus skandierten: „REA! … GARVEY!“

Ein großer Dank gebührt natürlich dem tollen Team von SWR3 in Baden-Baden.

Foto: SWR3.de / Uwe Riehm

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