Transport Services besser planen

16. Juli 2013 von Andreas Schmitz 0

Foto: iStockphoto

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Die Frage, ob ein Unternehmen seine produzierten Teile adhoc per Paketdienst oder gesammelt in einem vollgepackten LKW – im Fachjargon „fulltruck“ – ausliefert, ist nicht trivial. Und je nachdem, in welcher Frequenz ausgeliefert wird, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Frachtkosten. Denn hier geht es nicht nur darum, ob ein Teil den Abnehmer ein wenig schneller oder kostengünstiger erreicht. „Es kann sogar um die Frage gehen, ob es sich lohnt, sein Distributionsnetzwerk grundsätzlich zu überdenken“, erläutert Andreas Gmür, Partner und Head of Logistics Practice der Camelot Management Consultants AG, womit das Thema auch gleich eine strategische Dimension bekäme.

Die gleichen Fragen stellt sich der Beschaffungsbereich anders herum: Wie bekomme ich die Bau- und Ersatzteile möglichst effizient? Mit wie vielen LKWs sollten die Ersatzteile  idealerweise „Werk-zu-Werk“ abgeholt werden? „Es geht darum, Lieferungen zu clustern und entscheiden zu können, welche Clusterung am sinnvollsten ist“, erläutert  Gmür. Genau für diesen Zweck hat Uwe Sester vom SAP-Partner Camelot ITlab in seinem Bereich Innovation and Products ein Werkzeug entwickelt, das helfen soll, diese Fragen schnell zu beantworten.

Was der Transportation Analyser leisten soll

Der so genannte Camelot Transportation Analyser bewerkstelligt zweierlei:

– Zum einen ist er in der Lage, unstrukturierte Daten auf seine Sinnhaftigkeit zu überprüfen und von unnötigen Informationen zu befreien. Die SAP BusinessObjects Data Services sind dazu in der Lage, nicht nur Tippfehler zu erkennen, sondern auch Adressdaten aus verschiedenen Systemen zu ziehen und in einer Tabelle zusammenzubringen.

– Gut verwertbare Daten zu bekommen ist essentiell für den zweiten Schritt, die Auswertung der Daten durch die In-Memory-Technologie von SAP, SAP HANA. Für die Beschleunigung ist nach Erfahrung von Camelot-ITlab-Mann Sester SAP HANA in der Regel das Mittel der Wahl. Doch kann es auch sein, dass transaktionsbasierte ERP-Systeme auch schnell sind. Hier handelt es sich allerdings um eine individuelle Lösung, während der Camelot Transportation Analyser nun als Standard genutzt werden soll.

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Simulationsszenarien über SAP HANA: Optionen für Transporte finden

„Analysen, die vorher zwei Tage gedauert haben, sind nun in ein paar Minuten gemacht“, sagt Gmür, der den Analyser bisher zum Test bei einigen Kunden eingesetzt hat. Zum einen zur Ist-Analyse, um herauszubekommen, wie die aktuelle Situation ist. Zum anderen setzt das Beratungshaus komplexe Simulationsszenarien neben dem Transport Analyzer auf, die den Verantwortlichen in den Unternehmen die Möglichkeit gibt, selbst die Optionen der Transporte und Clusterungen für sich zu vergleichen und zu analysieren.  Hier gibt es keine Branchenbeschränkungen. Pharma- und Chemieunternehmen können hier ebenso davon profitieren wie etwa die Autoindustrie oder der Handel. „Eigentlich alle Unternehmen, die Waren, Produkte oder Ersatzteile benötigen oder vertreiben“, so Gmür.

Welche Einsparungen letztlich durch den Einsatz des Analysers zu erwarten sein werden: Dazu möchte Gmür heute noch nichts sagen. „Das können ein paar Prozent sein“, so Gmür vorsichtig: „Der Transport Analyzer öffnet allerdings ein Fenster in Potentiale, die bei zehn bis 15 Prozent der Netzwerkosten liegen können“.

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