Roadmap 2013: SAP Business ByDesign

14. November 2012 von Heather McIlvaine 0

 

Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP, stellte auf der SAPPHIRE NOW die Roadmap für HANA und Business By Design vor. (Foto: SAP)

Selbst die SAP musste zugeben, dass SAP Business ByDesign bei seiner Einführung im Jahr 2007 einen etwas holprigen Start hingelegt hatte. Inzwischen ist die Lösung, die im Rahmen von Feature Packs und unter Mitwirkung der Benutzer regelmäßig aktualisiert wird, schon bei über 1.400 Kunden in 15 Ländern installiert. Und immer mehr dieser Kunden sind außerhalb des traditionellen Segments kleiner und mittelständischer Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern zu finden.

Am 1. Januar 2013 wird das Department of Trade and Investment im australischen Bundesstaat New South Wales mit 8.500 Benutzern den Produktivbetrieb mit SAP Business ByDesign aufnehmen. Dies ist die bislang größte Implementierung. Und angesichts der Pläne, 2013 die ERP-Kernfunktionen zu erweitern und weitere Integrationsszenarien für Niederlassungen anzubieten, wird SAP Business ByDesign auch für große Unternehmen immer interessanter. Rainer Zinow, SVP für das strategische Lösungsmanagement für die On-Demand-Lösungen von SAP, bekräftigt: „Bei SAP Business ByDesign gibt es keine Obergrenze für die Anzahl der Benutzer. Die Entscheidung für oder gegen den Einsatz der Lösung ist bei einem großen Unternehmen eher von den Prozessanforderungen abhängig.“

Integration von HANA: Höhere Skalierbarkeit statt schnellere Prozesse

Doch wie können Großunternehmen sicher sein, dass das als Mittelstandslösung vermarktete SAP Business ByDesign auch ihren Anforderungen gerecht wird? Die Antwort auf diese Frage lautet: Mit SAP HANA als Plattform. Der Einsatz von SAP HANA als Plattform ist die zentrale Innovation in der SAP-Roadmap 2013 für SAP Business ByDesign. In diesem Fall zielt die Integration von HANA weniger auf die Beschleunigung von Prozessen ab, da Kunden mit SAP Business ByDesign einen Großteil ihrer Daten ohnehin bereits im Hauptspeicher verarbeiten. Es geht vielmehr darum, die Infrastruktur und Skalierbarkeit zu verbessern. „Es wäre eine Ressourcenverschwendung, SAP Business ByDesign einfach nur auf HANA aufzusetzen“, so Zinow. „Wir müssen herausfinden, wie wir die in die Architektur von SAP HANA integrierten Funktionen möglichst effektiv nutzen können. Beispielsweise indem Aggregate nicht gespeichert, sondern dynamisch generiert werden.“

Die SAP testet derzeit gemeinsam mit Intel, ob mithilfe der In-Memory-Plattform die Skalierbarkeit so weit verbessert werden kann, dass sich die Integration lohnt. Zinow zufolge sind die ersten Ergebnisse dieser Tests vielversprechend. Für die Integration muss zunächst die Anbindung an die technische Schicht erfolgen; anschließend muss untersucht werden, in welchen Bereichen bestehende Geschäftsprozesse verbessert werden können. Sobald die Integration vollzogen ist, profitieren Kunden mit SAP Business ByDesign von sämtlichen Vorteilen der HANA-Plattform, ohne zusätzlich in diese Plattform investieren zu müssen. Zinow geht nicht davon aus, dass sich die Preise für die On-Demand-Lösung durch die HANA-Integration ändern werden.

Auf der nächsten Seite: Die Details zum Feature Pack

Besucher der Keynote am ersten Tag der SAPPHIRE NOW. (Foto: SAP)

Das geplante Feature Pack wird Erweiterungen in den folgenden vier Bereichen enthalten:

Funktionserweiterungen: Neue Funktionen für Dienstleister umfassen die Integration externer Prognosen und unternehmensübergreifende Automatisierungsfunktionen. SAP Business ByDesign wird außerdem neue Tools für ERP-Kernfunktionen in den Bereichen Großhandel und Fertigung bereitstellen, beispielsweise ein Sales Kit, Prozesse für die Lohnbearbeitung, Chargenverwaltung und flexible Preisgestaltung. Ebenfalls unterstützt wird das Serialisierungsmanagement für Niederlassungen. Viele dieser Funktionen sind aus Vorschlägen im Idea Center für SAP Business ByDesign hervorgegangen. Dort können die Benutzer Ideen für die Verbesserung der Lösung austauschen und bewerten.

Unterstützung für Niederlassungen: Unternehmen können SAP Business ByDesign auch in ihren Zweigstellen implementieren. Nach einem zweistufigen ERP-Modell können sie dabei ihre Backend-Systeme an die Niederlassungen anbinden, in denen SAP Business ByDesign eingesetzt wird. Auf diese Weise wird beispielsweise sichergestellt, dass in den einzelnen Vertriebs- und Finanzprozessen konsistente Daten verwendet und alle relevanten Richtlinien befolgt werden. Bei der SAP-Tochtergesellschaft SuccessFactors wird die Lösung SAP Business ByDesign auf diese Weise eingesetzt. Im kommenden Jahr soll die Lösung weitere Länder (Neuseeland, Japan und Singapur sowie voraussichtlich Südkorea und Südafrika) unterstützen und zusätzliche Integrationsszenarien bereitstellen.

Software Development Kit (SDK): Nach Aussagen von Zinow ist das SDK für SAP Business ByDesign für viele Kunden ein Verkaufsargument. Mithilfe des SDK können Unternehmen SAP Business ByDesign um sehr spezielle Branchenfunktionen erweitern, für deren Entwicklung die SAP schlicht nicht die geeigneten Ressourcen hat. So hat ein Partner mit dem SDK ein Add-on für die Instandhaltung von Windkraftanlagen entwickelt. Das SDK soll 2013 aktualisiert werden und dann unter anderem auch ein Globalisierungs-Kit bereitstellen.

Technologieinnovationen: Wie bereits oben ausgeführt, ist geplant, SAP Business ByDesign künftig auf der Plattform SAP HANA auszuführen. 2013 soll außerdem der Umstieg von Microsoft Silverlight auf HTML5 erfolgen.

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