Update: Business Suite

21. Juni 2011 von Christiane Stagge 0

Die Business Suite 2010 Innovations: Alle Erweiterungspakete der Kernanwendungen. (Foto: Fotolia)

Business Suite 2010 Innovations: Alle Erweiterungspakete von CRM, ERP & Co. (Foto: Fotolia)

Branchenspezifische Lösungen, Plattformerweiterungen, neue BI-Funktionen – unter Business Suite 2010 Innovations, auch BS7 i2010 genannt, sind sämtliche neuen Releases und Erweiterungspakete für die Business Suite zu verstehen.

Die Business Suite besteht aus folgenden Kernanwendungen:

  • SAP Enterprise Resource Planning (SAP ERP)
  • SAP Customer Relationship Management (SAP CRM)
  • SAP Product Lifecycle Management (SAP PLM)
  • SAP Supplier Relationship Management (SAP SRM)
  • SAP Supply Chain Management (SAP SCM)

Das Prinzip: Unternehmen sollen ihre Software nicht mehr aus einzelnen Modulen zusammenstellen müssen, sondern erhalten nun ein Gesamtpaket für alle wichtigen Anwendungen, siehe Artikel „Bestandsaufnahme: 365 Tage Business Suite”

Die „Innovations“ sind der Oberbegriff für alle Erneuerungen und Erweiterungspakete der Business Suite, wie EHP 2 für NetWeaver 7, EHP 5 für ERP 6.0 und sämtliche Erweiterungspakete (EHPs) für SAP CRM, SAP SRM, SAP SCM und SAP PLM. Die meisten Enhancement-Packages befinden sich jedoch noch in der Ramp-up-Phase.

Der Gedanke dahinter ist folgender: Die Business Suite wird durch Erweiterungspakete, die im regelmäßigen Turnus erscheinen, aktualisiert. („Innovation without Disruption“). Teure und zeitaufwändige Releasewechsel gehören der Vergangenheit an.

Der Aufwand beim Einspielen eines Enhancement Package (EHP) soll geringer sein als bei einem Releasewechsel, siehe Artikel “Mit wenigen Klicks: EHPs installieren“.   EHPs bieten zudem volle Flexibilität: Die Firma entscheidet selbst, welche EHPs sie nutzen und aktivieren möchte und welche nicht. So kann das Unternehmen zwischen einer kompletten oder einer selektiven Installation wählen.

Lese Sie auf der nächsten Seite: In-Memory-Technologie und Web 2.0: Neue Funktionen bei der Business Suite 7

Kollaborationsfunktionen und Web 2.0: Das Erweiterungspaket für SAP CRM 7.0 bietet zahlreiche neue Funktionen. (Screenshot: SAP AG)

Kollaborationsfunktionen und Web 2.0: Das Erweiterungspaket für SAP CRM 7.0 bietet zahlreiche neue Funktionen. (Screenshot: SAP AG)

In-Memory-Technologie, Web 2.0, BI – das sind die Neuerungen

Das Web 2.0 hält zunehmend auch im Business-Umfeld Einzug. So ist die Business Suite mit Kollaborationsfunktionen ausgestattet. Dadurch können sich Mitarbeiter ähnlich wie bei Facebook in einem internen Firmenportal vernetzen, Dateien austauschen und den jeweiligen Status des Projekts abrufen.

Durch In-Memory-Technologie, die durch SAP HANA abegebildet wird, können Daten direkt im Arbeitsspeicher vorgehalten werden. Geschäftsdaten können mit SAP HANA nahezu in Echtzeit analysiert und ausgewertet werden. BI-Funktionen durch das neue Release von BusinessObjects BI 4.0 ermöglichen treffsicherere Prognosen.

Auf Finanzabteilungen kommen künftig Erleichterungen hinzu: Stammdaten-Governance verfolgt und dokumentiert Änderungen und kennt sämtliche gesetzlichen Regularien. Finanzdienstleister, Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen haben nun die Möglichkeit, konvergente Abrechnungen, Tarife und Fakturierungen zu erstellen. Hinzu kommen außerdem Kosten-, Gewinnanalysen- und Kostenstellenmanagement-Funktionen. SAP for Banking unterstützt jetzt auch erweiterte Funktionen rund um Basel II.

Für Fertigungsabteilungen sorgt Lean-Manufacturing-Planning für eine verbesserte Qualitätsprüfung. Die Funktion meldet dem Nutzer rechtzeitig, wenn Überstände während der Produktion zu entstehen drohen. Mit den Erweiterungspaketen sollen Mitarbeiter außerdem die Prozesse mit externen Fertigungspartnern integrieren und koordinieren können. Auch in der Beschaffungskette gibt es Verbesserungen: So hat SAP das Lieferantenmanagement optimiert.

Produktentwickler haben mit den neuen Erweiterungspaketen der Business Suite die Möglichkeit, per Software ihre Konstruktions- und Produktionsstrukturen an die Fertigungsabteilung zu übermitteln. Das betrifft Daten über Preise, Qualität oder über das CO2-Emissionsprofil.

Ein Shared Service Center, auf das die IT-Mitarbeiter zentral zugreifen können, soll eine schlankere Unternehmensführung gewährleisten.  Admins können nun von einer zentralen Stelle aus neue Funktionen in das System einstreuen.

Marketingabteilungen bekommen erweiterte Funktionen für die Verkaufsförderung (Trade Promotion Management). Konsumgüterunternehmen können bereits von der In-Memory-Technologie profitieren: Sie erhalten einen Überblick in Echtzeit über ihre Werbekostenzuschüsse.

Nutzungsbedingungen

Die Business Suite 2010 Innovations kann nur derjenige nutzen, der ERP 6.0 inklusive EHP 4 im Einsatz hat und bei wem PLM 7.0, CRM 7.0, SRM 7.0 und SCM 7.0 installiert ist. Wer noch PLM 4.0, CRM 4.0, SRM 3.0 und SCM 4.1 im Einsatz hat, kann direkt ein Upgrade auf Version 7.0 durchführen. Beachten Sie, dass bei einem Upgrade gegebenenfalls Änderungen an Ihrer Hardware, Ihrem Betriebssystem oder der Datenbank vorgenommen werden müssen. Wenn Sie die Software in verschiedenen Sprachversionen verwenden, müssen Sie auch gegebenenfalls eine Unicode-Konvertierung durchführen. Was Sie sonst noch bei einem Upgrade bedenken müssen, lesen Sie im Artikel „Von ERP 6.0 auf Business Suite 7“.

Auf der nächsten Seite: Die Business Suite im Detail

Für Personalabteilung kommt das Talentmanagement hinzu. (Screenshot: SAP AG)

Für Personalabteilung kommt das Talentmanagement hinzu. (Screenshot: SAP AG)

Die Business Suite im Detail

Von Finanzen bis zur Personalverwaltung – SAP ERP bietet die wichtigsten Kernanwendungen innerhalb eines Unternehmens ab und besteht aus:

  • SAP ERP Financials
  • SAP ERP Human Capital Management
  • SAP ERP Operations
  • SAP ERP Corporate Services

Mit dem Enhancement Package 5 kommen für ERP 6.0 zahlreiche Funktionen hinzu. So sind beispielsweise BI-Features aus dem BusinessObjects-Produktportfolio integriert. Die Software läuft mit dem Erweiterungspaket auch mit Apples Browser Safari und unterstützt die Programme von Adobe. Auch für die Fertigungsindustrie kommen neue Funktionen wie synchronisierte Stücklisten hinzu. Mehr zum EHP 5 für ERP 6.0 können Sie im Artikel Vorschau: EHP 5 für SAP ERP 6.0 nachlesen.

SAP SCM 7.0

Das neue Release bietet werksübergreifende Planung sowie eine erweiterte Produktions- und Feinplanung auf der Basis von PP und DS an. Außerdem ist ein neuer Prognosealgorithmus zur besseren Nutzung von POS-Daten integriert. So lassen sich Strukturänderungen schneller erkennen. Durch die Funktion „Vendor-Managed-Inventory (VMI)” können Anwender den Materialbedarf besser koordinieren und sich mit ihren Lieferanten abstimmen. Ein Upload- und Download-Center ermöglicht den schnelleren Datenaustausch. Kundenstammdaten sind direkt im System integriert, so dass der Nutzer Verkaufsprognosen treffen kann. Die erweiterte Stammdatenintegration soll einer effizienteren Behälterressourcenplanung dienen. SAP Extended Warehouse Management (SAP SCM EWM) unterstützt Radio-Frequency und die grafische Abbildung des Lagers.

Mit dem neuen Release werden die Funktionen für weitere Branchen wie Chemie-, Konsumgüter, Pharma-, Öl-, und Bergbauindustrie abgestimmt.

SAP SRM 7.0

SAP SRM 7.0 zeichnet sich durch eine personalisierte Bedienoberfläche aus. Das bedeutet, dass jeder nur auf solche Funktionen Zugriff hat, die er für seine Arbeit auch wirklich benötigt. Neu ist auch der Zugriff auf Master Data Management-Katalog, mit dem der Nutzer Kataloginhalte verwalten kann.

SAP CRM 7.0

SAP CRM 7.0 bietet eine Reihe neuer Funktionen wie erweiterte Visualisierungsmöglichkeiten von Tabelleninhalten von Kreis- und Balkendiagrammen. Die Bedienoberfläche basiert auf einem Web-Client.

Mitarbeiter können mit der Software Paketpreise erstellen sowie Folgebelege verwalten. Auch das Vertragsmanagement hat SAP erweitert. So ist es nun möglich, Opportunity-Änderungen zu simulieren.

Sales-Mitarbeiter haben mit CRM 7.0 durch die Gebietsmanagement-Funktion ihre Außendienstbereiche besser im Blick. Auch ein Call-Center kann direkt an die Software angebunden werden. Mitarbeiter haben nun die Möglichkeit den Adressbestand der Kunden thematisch zu segmentieren. Das Servicemanagement entspricht Standards wie ITIL.

Ein weiterer Vorteil: Stücklisten aus dem ERP-System könne direkt ins SAP CRM 7.0 eingespeist werden.

Beim Einspielen des Enhancement Packages erhalten Firmen Web 2.0-Funktionalitäten und Kollaborationsfunktionen à la Facebook hinzu. Außerdem enthält das Erweiterungspaket spezielle Tools, mit denen Admins die Software individuell an jede Abteilung anpassen können.Zu dem personalisierten Funktionen gehören zum Beispiel eine Favoritenliste sowie eine Message Area, in der sämtliche Nachrichten von Kollegen hineinlaufen.

Weitere Informationen zum EHP 1 für CRM 7.0 finden Sie im Artikel „CRM 7.0 lernt Facebook“

SAP PLM 7.0

Das neue Release erscheint dem Nutzer jetzt in einer Web-Bedienoberfläche. Hinzugekommen sind SAP PLM Objects Navigator, eine verbesserte Suchfunktionalität, Kollaborationsfunktionen sowie eine überarbeitete bedienoberfläche für Materialstämme und Stücklisten.

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