Upgrade-Projekte optimal unterstützen

Feature | 8. Februar 2005 von admin 0

Der SAP Solution Manager ist mit allen Komponenten einer Systemlandschaft verbunden und ermöglicht es, Geschäftsprozesse zu implementieren, zu aktualisieren, zu testen, zu überwachen und dabei redundante Informationen zu vermeiden. Gleichzeitig adressiert er für Upgrades typische Kostentreiber beim Projektmanagement, bei der Testverwaltung, der Implementierung neuer Funktionalität oder der Endanwenderschulung. Auch teure Modifikationsabgleiche oder technische Upgrades können dank SAP-Services in Angriff genommen werden, die über den SAP Solution Manager zur Verfügung stehen.
Für ein Upgrade bietet SAP Solution Manager folgende Funktionalitäten:

  • eine integrierte Suite mit Test-Workbench-Funktionen, das heißt Einsparungen bei Testaufwand und -kosten
  • die prozess- und rollenorientierte Erstellung von Lernmaterialien, das heißt Kostenreduzierung bei Schulungsunterlagen und Endanwenderschulung
  • die Integration der SAP Upgrade Roadmap mit SAP Solution Manager als zentraler Service-Delivery-Plattform, das heißt weniger Risiko bei Upgrade-Projekten

Eine Methode für alle Upgrade-Projekte

Upgrade Roadmap

Upgrade Roadmap

Die Upgrade Roadmap bietet eine methodische Richtlinie, um die Kunden bei ihren Upgrade-Projekten zu unterstützen. Diese Roadmap steht (ab Release 3.1) als Teil von SAP Solution Manager zur Verfügung. Zentraler Bestandteil der Roadmap ist ein generischer, phasenorientierter Leitfaden zum Vorgehen beim Upgrade von Komponenten. Er umfasst unter anderem die Analyse von Statusinformationen und Zielen für Geschäftsprozesse, die zu Grunde liegende IT-Infrastruktur vor und nach dem Upgrade, die Upgrade-Konfiguration und eine Anleitung zum Testen der aktualisierten Prozesse. So genannte Accelerators knüpfen die Verbindung zu den Funktionen des SAP Solution Manager, zu SAP-Services und sonstigen SAP-Ressourcen. Damit beschaffen sie hilfreichen Content wie Dokumente zu Best Practices oder Anleitungen und Projektvorlagen, die den Upgrade-Prozess beschleunigen.

Content für Upgrades

Content für Upgrades

In jeder einzelnen Phase des Upgrade-Projekts führt die Upgrade Roadmap die Anwender automatisch zu den richtigen Informationsquellen. So können die Anwender den Leitfaden an den von ihnen gewünschten Upgrade-Pfad anpassen. Dazu wird mit der Upgrade Roadmap spezifischer, vordefinierter Content angezeigt. Von der Roadmap aus werden die Benutzer direkt zu den unterstützenden Upgrade-Funktionen Systemverwaltung, Dokumentation oder Test der Geschäftsprozesse geführt. Die Projektaktivitäten lassen sich mit Hilfe eines Überblicks über Dokumentation, Status und Problembehandlung verfolgen. Kurz: Mit der Upgrade Roadmap greifen die Anwender jederzeit auf alle Dokumentationsquellen zu, die sie für technische und funktionale Anpassungen ihres Systems brauchen.

Phase Eins: Projektvorbereitung

Analyse der Systemlandschaft

Analyse der Systemlandschaft

Mit der Maske zur Projektverwaltung im SAP Solution Manager erstellen die Kunden zunächst ein neues Upgrade-Projekt, welches alle bevorstehenden Upgrade-Aktivitäten und -Ergebnisse bündelt. In der Anfangsphase sollte die IT-Infrastruktur für die Systemkomponenten der verwendeten SAP-Lösung spezifiziert werden. Systemdaten lassen sich aus dem System Landscape Directory herunterladen, einem in SAP NetWeaver integrierten Verzeichnis. Die Anwender können Daten im SAP Solution Manager ergänzen und erhalten ein vollständiges Bild ihrer Systemlandschaft. In der Maske für die Auswertung der Systemlandschaft können die Anwender selbst Parameter auswählen, die ihnen für Auswertungen wichtig sind, beispielsweise die Softwarekomponenten und Support Packages des zu aktualisierenden Produkts, die zugehörigen SAP-Systeme innerhalb der Gesamtlösung, Produkte von Fremdanbietern oder die Datenbanksoftware und Patch-Level. Diese Informationen lassen sich als Excel-Tabelle herunterladen und dienen als Definitionsgrundlage für eine optimale IT-Landschaft. Die Kunden können ihre Geschäftsprozesse und Zusatzinformationen wie Dokumentationen zu Schnittstellen und Modifikationen hinterlegen und überprüfen. All diese Informationen werden in den SAP Solution Manager hochgeladen und abgelegt. So ist garantiert, dass alle Dokumente zentral verwaltet werden und die Anwender ein vollständiges Bild ihrer Systemlandschaft erhalten.

Phase Zwei: Upgrade-Blueprint

Im nächsten Schritt werden die neuen oder geänderten Geschäftsprozesse und Funktionen des Upgrade-Release identifiziert. Sie lassen sich über die Upgrade Roadmap abrufen, die Zugang zu den Release-Informationen im SAP Service Marketplace und den in der SAP Product Availability Matrix (PAM) gespeicherten Informationen bietet. In dieser Phase bestimmen die Kunden, wie Modifikationen und Schnittstellen zu behandeln sind. Sie entscheiden, ob bereits angelegte Testfälle für den Upgrade geeignet sind, oder legen neue Testfälle an. Im SAP Solution Manager lassen sich Testfälle unabhängig vom Format einfach hochladen und zentral speichern; auch Testwerkzeuge von Drittanbietern lassen sich einbinden. Außerdem sind in dieser Phase Konzepte für die Schulung festzulegen. Der SAP Solution Manager dient als zentraler Einstiegspunkt, um auf diese Informationen zuzugreifen, sie wieder zu verwenden oder neu zu erstellen. So ist ein reibungsloser Wissensaustausch zwischen Projektteam und Enndanwendern sichergestellt. Kunden, die bereits mit SAP Solution Manager arbeiten, können Informationen aus früheren Projekten schnell und systematisch an ein neues Upgrade-Projekt anpassen.

Phase Drei: Upgrade-Realisierung

Einstellungen für die Konfiguration

Einstellungen für die Konfiguration

In dieser Phase unterstützt die Upgrade Roadmap die Kunden beim Zugriff auf bewährte technische SAP-Upgrade-Werkzeuge wie den Upgrade Assistant. Nun müssen bei der Konfiguration nicht mehr alle Aktivitäten im SAP Implementation Guide (IMG) durchlaufen und einzeln auf durchzuführende Konfigurationseinstellungen untersucht werden. SAP Solution Manager vereinfacht diese Schritte: Auf Basis der Release-Informationen zu den SAP-Komponenten werden alle für den Upgrade relevanten IMG-Aktivitäten automatisch ermittelt und in den Upgrade-Konfigurationsfunktionen des SAP Solution Manager vorgeschlagen. Damit keine IMG-Aktivität übersehen wird, listet der SAP Solution Manager auch die Konfigurationsaktivitäten auf, die dem Upgrade-Projekt nicht zugeordnet sind – so können auch diese überprüft werden.
Nach Abschluss der Konfiguration kann der Upgrade-Test beginnen. Mit der integrierten Test-Suite und den Test-Workbench-Funktionen können die Anwender Testpläne für ihre Prozesse erzeugen. Diese basieren auf den Testfällen, die die Kunden zuvor während der Upgrade-Konfiguration überprüft und zugeordnet haben. Sie können Testpläne in kleinere Pakete aufteilen und Testern zuordnen. Mit Hilfe der Auswertungsfunktion des SAP Solution Manager verfolgt der Testorganisator alle relevanten Testaktivitäten und Statusinformationen in einer zentralen Übersicht.

Phase Vier: Übergang zum Produktivstart

Learning Map Builder

Learning Map Builder

System- und Integrationstests schließen die Testreihe ab, damit sichergestellt ist, dass die Geschäftsprozesse nach dem Upgrade reibungslos ablaufen. Als wichtiger Schritt für die Akzeptanz müssen die Endbenutzer über die Änderungen informiert werden, die ein Upgrade zur Folge hat. Auf Basis der Schulungskonzepte, die zuvor in der Phase “Upgrade-Blueprint” festgelegt wurden, lassen sich mit der E-Learning-Umgebung Schulungsmaterialien schnell und einfach erstellen. Mit einem integrierten Learning Map Builder können Schulungsexperten rollenspezifische Learning Maps anlegen. Nach dem Öffnen der Lernmateralien, beispielsweise der SAP-Tutor-Lerneinheiten, PowerPoint-Präsentationen oder sonstigen Dokumentationen, die bei der Konfiguration in das Projekt aufgenommen wurden, fügen die Experten die geeigneten Elemente aus dem Projektordner per Drag and Drop in ihre Learning-Map-Struktur ein. Über die Drucktaste “Öffnen im Browser” können sie sich die Unterlagen so anzeigen lassen, wie sie die Endbenutzer in ihrem Browser sehen, und als webbasierte Schulungsmaterialien an die Endbenutzer verschicken.

Nicht nur für Upgrades

Der im SAP-Standardwartungsvertrag enthaltene SAP Solution Manager unterstützt die Implementierung neuer Lösungen, aber auch den laufenden Betrieb im Anschluss daran. Alle SAP-Kunden können das komplette SAP-Solution-Manager-Paket erhalten, einschließlich des Upgrade-Contents und der SAP Upgrade Roadmap.
Der SAP Solution Manager spart Zeit und Kosten bei Upgrades. Vordefinierte Upgrade- und Szenario-Inhalte von SAP können die Gesamtbetriebskosten senken, und eine klare Upgrade-Methode verkürzt die “Time-to-Benefit”. Kunden, die SAP Solution Manager bereits einsetzen, profitieren bei Upgrades noch zusätzlich: In Implementierungsprojekten abgelegte Daten können als Ausgangspunkt für ihr Upgrade-Projekt dienen, und die Reportingfunktionen liefern Daten zu eingesetzten Lösungen, Systemen und Produkten. Spezielle Bausteine bereiten auch auf zukünftige Anforderungen an das Application Management vor. Beispielsweise können Upgrade-Projekte als Einstiegsgrundlage für neue Implementierungsprojekte dienen. Alle Informationen lassen sich komplett oder einzeln übernehmen. Der Customizing Scout,Teil der Customizing-Synchronisations-Suite des SAP Solution Manager, ermöglicht es dem Anwender, anhand eines Vergleichs zu ermitteln, ob alle Upgrade-Customizing-Daten ordnungsgemäß in die Qualitätssicherungs- und Produktivumgebung transportiert wurden. Aktualisierte und produktiv gesetzte Geschäftsprozesse und Lösungslandschaften können mit dem Business Process Monitoring überwacht werden.
Jedes Geschäftsumfeld kann sich ständig ändern – mitunter noch vor Abschluss eines Implementierungs- oder Upgrade-Projekts. Die Kunden benötigen daher leistungsfähige Werkzeuge, die diese Änderungen bewältigen. Für sie stellt der SAP Solution Manager 3.2 mit dem Change Request Management eine integrierte Funktionalität für die Abwicklung von Änderungsanträgen zur Verfügung.

Quelle: SAP Insider

Tags:

Leave a Reply