EHP: Schnelle Updates für SAP

Feature | 17. Dezember 2009 von Frank Völkel 0

Geht schneller: Software auf den neuesten Stand bringen (Grafik: grasundsterne)

Geht schneller: Software auf den neuesten Stand bringen (Grafik: grasundsterne)

Weltweit setzen knapp 86.000 Kunden auf SAP-Software. Wenige davon greifen bisher auf den letzten Stand der Entwicklung  zu – gemeint ist die Business Suite 7 samt ihren Applikationen. Seit 2006 gibt es die Möglichkeit, bestehende Software kostenlos auf den neuesten Stand zu bringen. Durch so genannte Erweiterungspakete (EHPs) können die Bestandskunden auf umfangreiche und teure Upgrades verzichten. Bisher gab es in der Suite nur EHPs für ERP, die übrigen Applikationen erhalten erstmals 2010 ein Update.

Das bringt gegenüber der herkömmlichen Methode in erster Linie eine deutliche Zeitersparnis beim Software-Upgrade-Prozess. Die einfach zu installierenden Upgrades sind vollkommen kompatibel zu ERP 6.0. Für Mitte 2010 gibt es neben dem EHP5 für ERP 6.0 auch das EHP1 für CRM 7.0, SRM 7.0, SCM 7.0 und PLM 7.0.

Das Konzept der Erweiterungspakete bringt technisch betrachtet ein vollkommen neues Konzept bei der Software-Logistik. Denn mit den EHPs sind Kunden in der Lage, gewünschte Funktionen bei der Installation selbst auszuwählen und zu aktivieren, was die Standardfunktionen anbelangt. Hat ein Kunde bereits Anpassungen von Standard-Funktionen vorgenommen, so müssen diese auch im EHP-Update-Prozedere berücksichtigt werden. Somit entfallen die teilweise längeren Implementierungszeiten, wie sie langjährige SAP-Kunden kennen. Über das Switch-Framework können Kunden die ausgelieferten Business Functions aktivieren, das betrifft jedoch nicht die kundenspezifischen Anpassungen. Letztere können sich bei Großkunden mit internationalem Geschäftsfeld deutlich von denen lokal operierender kleinerer Unternehmen unterscheiden.

Software-Upgrades: Was geht – was nicht

Kostenlose Updates gibt für ERP 6.0 - SAP R/3 bedeutet mehr Aufwand

Kostenlose Updates gibt es für ERP 6.0 – SAP R/3 bedeutet mehr Aufwand

Die Anzahl der möglichen und kostenfreien Software-Upgrades mit Hilfe der Erweiterungspakete (EHP) hängt stark von der bereits vorliegenden Installationsbasis ab. Liegt beispielsweise bereits ERP in der Version 6.0 – verfügbar seit dem Juni 2006 – vor, dann lässt sich auf direktem Weg das EHP4 für ERP installieren. Gleichzeitig können die Module PLM, CRM, SRM und SCM, die Bestandteile der Business Suite 7 sind, optional das EHP1 erhalten.

Für ältere Installationen wie beispielsweise SAP R/3 ist zuerst ein Upgrade auf ERP 6.0 notwendig, um dann später die Erweiterungspakete einspielen zu können. Allerdings ist hier mindestens die Version SAP R/3 4.0B Voraussetzung, die seit 1998 am Markt ist. Andernfalls ist kein Upgrade auf das aktuelle ERP 6.0 möglich. Es ist zu empfehlen, das Upgrade im Rahmen einer Erneuerung der IT-Systeme durchzuführen und sich von alter Hardware und Software zu trennen.

Roadmap 2010: Erweiterungspakete EHP

Im regelmäßigen Turnus gibt es EHPs für ERP.

Im regelmäßigen Turnus gibt es EHPs für ERP.

Seit dem vierten Quartal 2006 verfolgt SAP die Software-Logistik mittels Upgrade per Erweiterungspakete. Seit der Vorstellung des ersten EHP im Jahr 2006 folgten das EHP2 Mitte 2007 und das EHP3 gegen Ende des gleichen Jahres. Derzeit ist das EHP4 für ERP 6.0 aktuell, welches seit Ende 2008 verfügbar ist. Für Anfang 2010 ist ein weiteres Erweiterungspaket (EHP5) geplant. Für die älteren Software-Versionen der Module CRM 7.0, SRM 7.0, PLM 7.0 und SCM 7.0 ist ein Support bis Ende 2015 bzw. Ende 2017 (erweiterter Support) vorgesehen.

Vereinfachte Installation: ERP Solution Browser

Einfache Updates mit dem ERP Browser Tool

Einfache Updates mit dem ERP Browser Tool

Erste Schritte zu einer möglichen Software-Erneuerung lassen sich mit dem ERP Solution Browser bewerkstelligen, indem die neuen Features und Funktionen sowie die Vorzüge der Erweiterungspakete anzeigt werden. Dieses kleine Tool kann auch dazu verwendet werden, um die bestehende Funktionalität zu überprüfen. Unter ERP Solution Browser lässt sich das kleine Tool aufrufen.

In Abhängigkeit der ausgewählten Module werden Updates angezeigt.

Gründe, warum Kunden Software-Updates durchführen

Maintenance Optimizer (MOPZ)

Weitere Unterstützung beim Update bietet der Maintenance Optimizer. Er begleitet den Anwender bei der Planung, dem Download und der Implementierung von Support Package Stacks, die eine Zusammenstellung von Support Packages für Kundensysteme enthalten. Außerdem lassen sich mit dem Maintenance Optimizer Erweiterungspakete installieren oder in ein Upgrade auf SAP ERP 6.0 einbinden.

Business Suite 7: EHP 4 inklusive

An dieser Stelle sei noch einmal daran erinnert, welche Module in der Grundausstattung der aktuellen SAP Business Suite 7 enthalten sind:

– SAP ERP 6.0 inklusive EHP 4 (Erweiterungspaket 4, seit Mai 2009 verfügbar)

– SAP CRM 7.0 (Customer Relationship Management, Verwaltung von Kundenbeziehungen

– SAP SRM 7.0 (Supplier Relationship Management)

– SAP SCM 7.0 (Supply Chain Management)

– SAP PLM 7.0 (Product Lifecycle Management)

Kunden-Erwartungen an Upgrades

Erwartungen der Kunden an Software-Updates

Wie die obenstehende Grafik zeigt, setzen 62% der Kunden auf Upgrades, da die bestehende alte Software nicht mehr unterstützt wird oder die Funktionen erweitert werden. Weiterhin setzen 42% der Unternehmen auf Erweiterungspakete (EHP), um auf dem neuesten Stand der Software zu sein.  Aber auch die Weiterentwicklung der Hardware spielt beim Upgrade ein entscheidende Rolle: 41% der Firmen tauschen im Rahmen eines Upgrades ihre alten Server mit aus bzw. 32% ersetzen die bestehende proprietäre Lösung durch eine SAP Standard-Software.

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11 comments

  1. Willi Schmahl / 17 Jahre SAP Basis

    Die Installation von EHPs unterscheidet sich vom Projektaufwand nicht wesentlich von bisherigen Upgrades. SAP kann notwendige Testszenarien nicht klar abgrenzen und deshalb müssen wie bei einem Releasewechsel auch alle Geschäftsprozesse getestet werden. Da aktuelle und zukünftige EHPs auch immer auf mindest-SupportPackage-Ständen der Core Komponenten von ERP 6.0 aufbauen, sehe ich auch für Installationen zukünftiger EHPs keinen Mehrwert weil ich mein System immer komplett hochziehen muss. Ich denke der wesentliche Vorteil liegt in der zukünftigen Softwarewartung bei SAP selbst. Dort ist eine Vereinfachung erreicht worden weil der ERP Kern SAP_APPL für das aktuelle Release stabil bleiben wird. Interessant dürfte das nächste ERP Release und das damit verbundene Upgrade werden. Im Moment installieren die meisten Kunden EHPs weil es sich anbietet dies bei einer anstehenden Softwarewartung mit SupportPackages zu tun. Einen wirklichen Grund gibt es selten, das wird schon daran erkennbar wenn man die technical Usages benennen muss die eingespielt werden sollen. Alles was man heute installiert, hat man auf ewig im System und muss es zukünftig ebenfalls über EHP-SupportPakages warten. Eine Senkung von Betriebskosten ist für mich nicht zu erkennen.

    • Christian Oehler

      Hallo Herr Schmahl,
      vielen Dank für ihr Feedback. Innerhalb der SAP sammeln wir seit geraumer Zeit das Kundenfeedback hinsichtlich der Projektaufwände. Die projektbezogenen Statistiken stellen wir Kunden über die Enhancement Package Experience Database zur Verfügung.

      Wenn wir die über 90 bereits gesammelten EHP Projekte mit den Statistiken der Upgradeprojekte vergleichen ergibt sich ein folgendes Bild:Die Projektdauer konnte im Median bei Kunden von 18 Wochen bei Upgradeprojekten auf 8 Wochen mit EHP Projekten reduziert werden.

      EHP Projekte dauern im Schnitt also weniger als halb so lang mit entsprechend reduzierten Aufwänden.
      Der Grund dafür ist, dass sich in der Vergangenheit bei Upgradeprojekten (beispielsweise ein Releasewechsel von R/3 nach SAP ERP 6.0) verpflichtende funktionale Änderungen ergaben die in der Kundenprojektpraxis oft hohen Anpassungs-, Test- und Trainingsaufwendungen führten.
      Ganz konkret hat SAP zum Beispiel mit SAP R/3 Enterprise 2.00 die Architektur der Bestandsführung im Bereich Treasury grundlegend geändert. Ab diesem Zeitpunkt war es möglich, parallele Bewertungsbereiche fortzuschreiben. Vor SAP R/3 Enterprise 2.00 konnten nur vom operativen Bewertungsbereich abgeleitete Bewertungsbereiche fortgeschrieben werden. Ein Wechsel des operativen Bewertungsbereichs zum Beispiel von HGB (Handelsgesetzbuch) auf IFRS (International Financial Reporting Standards) war nicht möglich. Diese Änderung der Architektur machte eine Migration und damit eine Initialisierung aller Bewertungsbereiche als Teil des Upgradeprojektes notwendig, falls R/3 4.6C Kunden einen Releasewechsel auf dieses oder ein höheres Release durchführten.
      Diese upgradespezifischen Projektaktivitäten werden bei der Installation von Enhancement Packages nicht mehr auftreten. Mit Enhancement Packages können Kunden neue Funktionen gezielt einspielen und entkoppelt aktivieren. Dabei werden mit SAP Enhancement Packages selektiv neue Funktionen im Rahmen der regulären Wartungstätigkeit gemeinsam mit Support Packages eingespielt. Danach können bei Bedarf flexibel die benötigten Funktionen aktiviert und implementiert werden. Dabei ist die Stabilität für den Endanwender gewährleistet, da neue Funktionalität bewusst über das Switch Framework aktiviert werden muss. Das heißt direkt nach der Installation wird der Endanwender noch keinen Unterschied in den bestehenden Oberflächen und SAP Standardprozessen feststellen können. Dadurch konnten die Projektaufwände bei EHP Projekten im Vergleich zu Upgradeprojekten reduziert werden.
      Einen guten Einstieg in das EHP Thema bietet zum Beispiel der Must Know Guide den sie hier finden: http://service.sap.com/~sapidb/011000358700001166742007E (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)

      Gerne können sie auch ihre Projekterfahrungen in die Datenbank einfliessen lassen – Details dazu können sie hier erfahren: http://service.sap.com/EHP-DB (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)

      Viele Grüße,
      Christian Oehler.

  2. K.Groh

    Unser Rel.-Stand mySap-ERP 2005 ECC 6.0; Nach allem was ich davon weiß, würde ich mich voll und ganz der Meinung von Herrn Schmahl anschließen wollen. Es sei denn, es gelingt irgendwie den Mehrwert für die jeweilige Kundeninstallation, der möglicherweise in den EHP’s schlummert, mal überzeugend darzustellen. Nach einer solchen Möglichkeit suche ich schon länger….auch in Verbindung zu dem ganzen ‘Gezerre’ um das Wartungs-Support-Szenario Standard-Wartung oder deutlich teurere Enterprise-Wartung!

    • Christian Oehler

      Hallo Herr Groh,

      vielen Dank für ihre Rückmeldung. Gerne mache ich sie auf ein neues Angebot aufmerksam, was ihnen passgenau Vorschläge für relevante und neue EHP Funktionen macht: „Business Function Prediction“.
      Dieses momentan kostenfreie Angebot wird anhand ihrer Systemnutzung ermitteln welche Business Functions von ihnen bereits genutzte Transaktionen und Programme verbessern.
      Der Ergebnisbericht enthält zudem die direkten Links zu allen wichtigen weiterführenden Information wie zum Beispiel Überblickspräsentation, Release Notes, Dokumentation, Testfallkataloge und dem Mapping zu den Technical Usages.
      Weitere Informationen finden sie hier: http://service.sap.com/~sapidb/011000358700000211372010E.PDF (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)

      Viele Grüße,
      Christian Oehler.

  3. K. Duchene

    Wesentliche Fragen bleiben auch in diesem Artikel offen. Wenn ich generell immer die neuesten EHP’s einspiele, spare ich mir dann irgendwann den eigentlichen RW von ERP 6.0 auf das Folgerelease? Oder kann ich mir wenigstens Vorteile hinsichtlich der Downtime beim nächsten RW realsieren? Oder ist hier generell nur der Wunsch der Vater des Gedankens und das Ganze bringt mir bzgl. einess späteren RW nichts? Wie sieht es mit der Integration in einen bestehenden ALE-verbund verschiedenster SAP-Systeme auf verschiedensten SAP-Releasen mit unterschiedlichen SP-Ständen aus? Negative Side- effects zu erwarten oder nicht? Fragen über Fragen….

    • Christian Oehler

      Hallo Herr Duchene,

      Idee der Enhancement Packages ist es diese nur einzuspielen wenn sie tatsächlich neue Funktionen benötigen. Da diese optional sind können sie diese auch weglassen.
      Einen guten Einstieg in das EHP Thema bietet zum Beispiel der Must Know Guide den sie hier finden: http://service.sap.com/~sapidb/011000358700001166742007E (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)
      Generell hält SAP die sich in der Wartung befindlichen Applikationen zueinander kompatibel. Im konkreten Einzelfall muss der Master Guide sowie die erwähnten Hinweise gelesen werden. Hilfreich ist auch der Dependency Analyzer (http://service.sap.com/uda) (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)
      Für Support Packages gibt es wie bisher auch das Side effects reporting (via: http://service.sap.com/sp-stacks). (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)
      Fragen zur Release Strategy werden hier beantwortet: http://service.sap.com/releasestrategy (Zugang zum SAP Service Marketplace notwendig)

      Viele Grüße,
      Christian Oehler.

  4. K. Duchene

    Hallo Herr Öhler,

    danke für Ihr feed-back, wenn es mir auch in unseren detaillierten Fragen nicht wirklich weiterhilft. Der Grundgedanke der EHP’s ist mir durchaus klar. Dennoch gibt es Großkunden wie uns, die z. Bsp. 5 verschiedene Produktivschienen (ERP, LES, SCM, Industry…) in 7 Länderversionen in großem ALE-Verbund betreiben. Und bei 35 versch. Systemausprägungen plus Entwicklungssysteme plus Testsysteme ist eine detaillierte Auswahl und Einspielung einzelner EHP’s schlichtweg nicht zu realisieren bzw. auch finanziell nicht darstellbar, denn:

    1. ich brauche für jede Systemschiene mindestens eine SAND-BOX

    2. ich brauche für jedes patchen eine detaillierte Testhase im ALE-Verbund (zunächst IT-Test, dann Test Fachbereich)

    3. ich muß, da wir zu den “frühen” 6.0-Kunden gehören, erst mal die Systeme auf SPS 16 hochpatchen, um überhaupt an das Einspielen von EHP 4 denken zu können.

    Und das sind genau die Aufwände, die uns auch bei jedem RW bevorstehen. Daher bezweifle ich stark, daß unsere Aufwände durch die Nutzung von EHP’s tatsächlich reduziert werden können bzw. diese Tatsachen sind der Grundgedanke unserer detaillierten Fragestellungen:

    Wenn ich generell immer die neuesten EHP’s einspiele, spare ich mir dann irgendwann den eigentlichen RW von ERP 6.0 auf das Folgerelease? Oder kann ich mir wenigstens Vorteile hinsichtlich der Downtime beim nächsten RW realsieren?

    Und: Stellt die SAP ein Tool bereit, daß mir die die negativen Sideeffects beim Einspielen von SPS zumindest bei Standardobjekten vorher ermittelt (und dies auch bezogen auf die Schnittstellen zu anderen SAP-Plattformen)?

    • Christian Oehler

      Hallo Herr Duchene,

      vielen Dank fuer ihr Feeedback.
      Wenn sie regelmaessig SP’s einspielen haben sie immer Zugriff auf die neueste Standardfunktionalitaet von SAP. Fuer die Seiteneffekte koennen sie den Business Process Change Analyzer verwenden (BPCA) nutzen, ausserdem stellt SAP Testfallvorlagen bereit.
      Zu ihrem dritten Punkt: Sie brauchen i.d.R. keine SP’s vor der EHP Installation einspielen. Dies wird in einem Schritt, als Teil der EHP Installation gemacht. Der Maintenance Optimizer berechnet alle dafuer notwendigen Pakete. Bitte lassen sie mich wissen woher diese Information stammt, damit wir ggfs. die Dokumentation weiter verbessern koennen (auch gerne direkt per email: christian.oehler@sap.com).

      Viele Gruesse,
      Christian Oehler.

  5. Walter Huber

    eine Anmerkung:
    die Abhängigkeiten zwischen den den Systemen (ERP, SCM, BI, SRM…)
    wird durch den SolMan
    und dessen Change-Management spätestens beim Download geprüft und mit den erforderlichen Abhängigkeiten und Hinweisen angezeigt.

    Es ist auch in der SAP-Pipeline,
    zukünftig nur noch die wirklich benutzten Support Pakete anzufordern.
    und nicht wie bisher immer alle installierten.

    viele Grüße
    aus der BASIS
    Walter Huber

  6. Helmuth Schneider

    Ich möchte an dieser Stelle dem Mythos der “deutlichen Zeitersparnis” (zweiter Absatz im Artikel) entgegenwirken. Eine Zeitersparnis mag es geben, wenn man den Gesamtprozess betrachtet (Projektlaufzeit?), an der Stelle, wo die Zeit den Benutzern sehr weh tun kann, nämlich bei der Downtime die zur EHP-Installation notwendig ist, sehe ich keinen signifikanten Unterschied zwischen einem Upgrade auf ERP 6 und der EHP4-Installation. Auch das ganze “Drumherum” untercheidet sich nicht allzusehr so dass es aus meiner Sicht (Basisberater mit Erfahrung in vielen Installations- und Upgradeprojekten in Krankenhäusern) dem Kunden egal ist, wie das Kind heißt: Upgrade oder EHP-Installation. Die Wirkung auf den Geschäftsbetrieb ist die selbe.
    In der SAP Enhancement Package Experience Database findet man zum Thema Business Downtime: von ERP6.0 nach ERP 6.04 den Medianwert 24 Stunden, von beliebigem Release nach ERP 6.04 genauso 24 Stunden.
    Dieser Aspekt wird in den Darstellungen allgemein und auch in diesem Artikel nicht gewürdigt.

  7. Falk Gottschalk

    Hallo SAP,

    über die Formuliierung oben “Durch so genannte Erweiterungspakete (EHPs) können die Bestandskunden auf umfangreiche und teure Upgrades verzichten.” kann ich mich doch nun wirklich nur noch wundern.
    Wir planen die Installation von EHPs in unserer ERP-Landschaft für 2011. Aber jeder, der von der technischen Seite kommt, wird bestätigen, dass das ein teshnischer Upgrade ist.
    Powerpoint mag ja etwas anderes aussagen – aber die reale Welt sieht so aus dass ein Wechsel auf irgend einen EHP-Standd eben doch zeitaufwendig und teuer ist.

    Danke.

    Falk Gottschalk

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