VMworld 2009: Hallo Freiheit!

Feature | 3. September 2009 von Christoph Zeidler 0

VMworld 2009 in San Francisco

VMworld 2009 in San Francisco

Laut VMware-COO Tod Nielsen nutzen 97 Prozent aller Fortune-1000-Unternehmen VMware. Was das heißt? „Die 30 Firmen, die noch fehlen, müssen überzeugt werden“. Und dabei setzt Nielsen augenzwinkernd auch auf Unterstützung der Anwender – jeder, der ihm helfe, eines dieser 30 Unternehmen als Kunden zu gewinnen, dürfe sein Gast auf der nächsten VMworld sein. Ob das Ansporn genug ist? Beim letzten Mal zumindest ging die Rechnung auf, da wurde die Zahl von 40 auf besagte 30 reduziert.

Ressourcen sparen, optimal auslasten

Was VMware nicht nur mit seinen Kunden vorhat, sondern als Ziel für die ganze Branche ausgibt, nennt Nielsen schlicht „Energiesparen“, und zwar in drei Dimensionen: finanziell, personell und gesamtwirtschaftlich. Kapital- und operative Kosten durch optimierten Rechenzentrumsbetrieb einsparen („saving financial energy“), Personal entlasten durch reduzierte Verwaltungs- und Betriebsaufwände („saving human energy“) und Energie- und Ressourcensparen durch geringeren Verbrauch und optimale Auslastung („saving Earth’s energy“).

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Anwendungen auf Autopilot

VMware-Vorstandsvorsitzender Paul Maritz spinnt den Faden fort und spricht davon, dass die IT-Branche als Ganzes ihre Energie in die falschen Dinge stecke: über 70 Prozent der IT-Ausgaben dienten nur zur Erhaltung des Status quo, zu wenig werde in Innovationen investiert und darin, Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Um das zu ändern, möchte VMware Unternehmen auf eine „Virtualisierungsreise“ mitnehmen, mit dem Ziel, IT-Ressourcen egal aus welcher Quelle automatisiert und mit dem geringstmöglichen Aufwand betreiben zu können. „Wir müssen Anwendungen auf Autopilot schalten und IT einfacher und schneller machen.“

Drei Schritte gehören laut Maritz zu dieser Reise, für die VMware auch die entsprechenden Produkte zur Verfügung stellt:

  • IT-Konsolidierung, Rechenzentrumsoptimierung: Erster Schritt der klassischen Virtualisierung, um Energiekosten einzusparen, physische Hardware zu reduzieren und IT-Landschaften optimal auszulasten.
  • Cloud Computing: Schaffen interner und externer Clouds: Ressourcen-Pools werden innerhalb des eigenen Unternehmens geschaffen und mit denen anderer Anbieter außerhalb der eigenen vier Wände verbunden. „Es ist egal, wo Ressourcen tatsächlich physisch liegen“, so Maritz. „Entscheidend ist, dass sie den Anforderungen der Nutzer entsprechen und immer verfügbar sind.“
  • Volle Flexibilität, Plattform als Service: Laut Maritz lässt sich diese Flexibilität nur erreichen, wenn auch die Anwendungen selbst an Komplexität verlieren und eine neue Art der Middleware schlankere Applikationen ermöglicht. Diese bedarfsgerechte Entwicklungsplattform (Platform-as-a-Service, PaaS) möchte VMware mit der angekündigten Übernahme des Unternehmens SpringSource erwerben und in die eigene Produktfamilie integrieren.

Um seine Ziele zu erreichen, setzt VMware, ähnlich wie auch SAP, auf enge Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen. Bereits über 1.000 Service Provider unterstützen die VMware vCloud-Initiative und stellen zertifizierte Lösungserweiterungen vor, die die Einbindung verschiedener Anwendungen in interne und externe Clouds unterstützen. Im Rahmen dieser Initiative stellt VMware seine vCloud-Schnittstelle (VMware vCloud API) offen zur Verfügung und ermöglicht Entwicklern, sie für ihre Anwendungen zu nutzen. „Unsere API soll ein offener Standard sein, eine Cloud-Schnittstelle, die Kunden und Anbietern gleichermaßen weiterhilft.“

VMworld 2009 in San Francisco

Noch bis zum 3. September zeigen VMware und rund 200 Partner und Aussteller das Neueste aus der Welt der Virtualisierung und des Cloud Computing. In über 300 Vorträgen und Schulungen können die Teilnehmer ihr Wissen erweitern, Erfahrungen austauschen und erfolgreiche Cloudprojekte näher beleuchten.

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