Volkswagen SRM Roadmap 2011

Feature | 12. November 2009 von Frank Völkel 0

Maik Gummert, Leiter ITP bei Volkswagen (Foto: Frank Völkel)

Maik Gummert, Leiter ITP bei Volkswagen, spricht über die SRM-Zukunft (Foto: Frank Völkel)

Der Volkswagen-Konzern ist nach Verkaufszahlen der größte Autohersteller in Europa. Im Jahre 2008 wurden weltweit knapp 6,3 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – das bedeutet immerhin eine Produktion von 26.600 Autos pro Tag. Innerhalb der neun Marken finden sich derzeit 180 Modelle, die an 61 Standorten auf der Welt produziert werden. Hinzu kommen mehr als 100 Dienstleister und Lieferanten, die eigentlich zu Volkswagen hinzugerechnet werden könnten. Bei einem Jahresumsatz von 113,8 Milliarden Euro (2008) beträgt das Beschaffungsvolumen 75 Milliarden Euro.

Davon entfallen 82% auf Serienmaterial innerhalb der Produktion und 18% auf Nichtserienmaterial. Zu letztgenanntem zählen vor allem Büroartikel, Werkzeuge und Maschinen an den einzelnen Produktionsstandorten. Wie auf dem Vortrag von Maik Gummert auf dem SAP Automotive Symposium in Berlin zu hören war, bezeichnet der Leiter ITP bei Volkswagen die Situation als sehr komplex – vor allem was die SRM-Implementierung anbelangt.

Laut VW-Angaben werden seit 2003 sämtliche Beschaffungsprozesse für Forschung, Entwicklung und Logistik über die Online-Plattform VWGroupsupply abgewickelt. Dahinter steckt die intern Konzern-SRM genannte Plattform von Volkswagen, die im wesentlichen das SAP SRM 7.0 enthält. Für die Systembenutzer innerhalb von Volkswagen bedeutet das Transparenz über wesentliche Kenngrößen wie Lieferanten und Umsätze.

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Innerhalb VW: 75 Milliarden Euro Beschaffungsvolumen (Foto: Volkswagen)

Innerhalb VW: 75 Milliarden Euro Beschaffungsvolumen (Foto: Volkswagen)

Konzern-interne Roadmap 2011 für SRM 7.0

Volkswagen: Konzern-interne Roadmap 2011 für SRM 7.0 (Foto: Frank Völkel)

Innerhalb des Konzerns war seit Mitte 2007 der Ramp up des inoffiziellen Release von SAP SRM 6.0 in Arbeit, wobei hier – wie Gummert erläutert – einige Unzulänglichkeiten bis zur Stabilisierung Anfang 2008 ausgeräumt werden mussten. Aktuell wird beispielsweise an einem durchgehenden Belegfluss gearbeitet. Das zentrale SRM-System ist mit seiner Backend-Hardware in Wolfsburg (Deutschland) aufgestellt und auf die weltweiten Standorte in Indien, Nordamerika und Südamerika verteilt. Als Ziel für die nächsten eineinhalb Jahre, also bis Anfang 2011, formuliert Gummert die weltweite Abdeckung des SRM-Systems. Die obenstehende Grafik verdeutlicht die geplanten Rollouts in den einzelnen Regionen.

Von den weltweit 370.000 Mitarbeitern des VW-Konzerns greifen derzeit rund 1600 Benutzer auf das SAP SRM 7.0 mit seinen zirka 43.000 Belegen zu. Dabei wurde auch das so genannte „Portal 70“ neu installiert. Beim Blick in die VW-interne Roadmap für SAP SRM 7.0 zeigt sich, dass eine Ausweitung zur vollintegrierten Purchasing- und Sourcing-Lösung auf dem Plan steht. Aktuell ist die Ablösung der Katalog-Bestellsoftware noch im vollen Gange.  

SAP Automotive Symposium 2009 in Berlin (Foto: Frank Völkel)

Plattform für Autohersteller: Automotive Symposium 2009 in Berlin (Foto: Frank Völkel)

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